Die Stasi liess von Plaudertasche Merkel die Finger
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Sie sei nach einem Bewerbungsgespräch für eine wissenschaftliche Assistenzstelle als Physikerin an der Universität Ilmenau in einen Raum geführt worden, wo nicht wie erwartet die Rechnungsstelle für Fahrtkosten war, sondern ein Stasi-Offizier wartete, berichtet Angela Merkel in einer Aufzeichnung für die ARD-Sendung «Menschen bei Maischberger».
«Ich habe dann sehr schnell gesagt, dass das für mich nichts ist, weil ich den Mund nicht halten könne und so etwas immer meinen Freunden erzähle», sagte die Kanzlerin. «Und damit war die Sache durchbrochen, denn das Schweigen war die Grundvoraussetzung dafür, dass man geeignet war.»
Gelebt mit der Überwachung
Merkel berichtet, dass sie und ihre Bekannten mit dem Überwachungsstaat gelebt hätten. «Wir haben oft in Gaststätten an die Lampe geklopft und gesagt: ‹Wenn ein Mikrofon drin ist - einschalten!› Es ging darum, sich nicht kirre machen zu lassen.» (cpm/ap)
Erstellt: 19.05.2009, 15:05 Uhr
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