Das Steuerabkommen mit Deutschland steht vor dem Aus
Aktualisiert am 23.09.2011 67 Kommentare
«Unanständiges Abkommen»: SPD-Chef Sigmar Gabriel. (Bild: Keystone )
Bildstrecke
Links
Artikel zum Thema
- Steuerdeal mit Deutschland unter Dach und Fach
- Steinbrück will gegen die Schweiz «die Pferde satteln»
- Am Mittwoch unterschreiben Berlin und Bern das Steuerabkommen
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die SPD will nach Aussage ihres Bundesvorsitzenden Sigmar Gabriel das Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat zu Fall bringen. «Die SPD wird dieses unanständige Abkommen im Bundesrat stoppen», sagte Gabriel der «Bild am Sonntag» laut Vorabmeldung (online nicht Verfügbar). Auch die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, die Ministerpräsidenten der SPD wollen geschlossen gegen das Abkommen vorgehen.
«Die Botschaft dieses Abkommens lautet: Wer reich genug ist, kann sich von der Strafverfolgung freikaufen», sagte Gabriel. Staatsanwaltschaft und Polizei sollten künftig nicht mehr einschreiten dürfen, wenn sie von millionenschwerer Steuerhinterziehung erfahren. «Die Bundesregierung macht sich gemein mit Straftätern und zerstört das Rechtsempfinden der Menschen», kritisierte Gabriel.
Am Mittwoch unterzeichnet
Am Mittwoch hatten Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und die Schweizer Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf das umstrittene Abkommen unterzeichnet. Es sieht vor, dass deutsche Steuerpflichtige ab 2013 für ihre Schweizer Bankguthaben eine Abgeltungssteuer von 26,4 Prozent zahlen. Für den deutschen Fiskus bleiben die Bankkunden dabei allerdings anonym. Rückwirkend bis zum Jahr 2000 sollen die Guthaben der Deutschen in der Schweiz mit bis zu 34 Prozent besteuert werden. Sobald das Abkommen in Kraft getreten ist, sollen die Schweizer Banken eine Pauschale von zwei Milliarden Franken (1,64 Milliarden Euro) an Deutschland überweisen.
Vor der Unterzeichnung des Abkommens hatte das Bundeskabinett am Mittwoch den Kontrakt gebilligt. Nun müssen noch Bundestag und Bundesrat dem Vertrag zustimmen. SPD regierte Länder hatten bereits im Vorfeld der Unterzeichnung damit gedroht, dem Vertrag die Zustimmung in der Länderkammer zu verweigern.
Notwendige Mehrheit fehlt
Das Steuerabkommen steht somit vor dem Fall. Aus eigener Kraft kann die schwarz-gelbe Koalition keine Mehrheit erreichen. Im Bundesrat verfügt sie gemäss der «Süddeutschen Zeitung» nur noch über 25 Stimmen. Für die notwendige Mehrheit wären zumindest einige Stimmen der SPD von Nöten. (mrs)
Erstellt: 23.09.2011, 21:08 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
67 Kommentare
Jeder anständige Mittelstandsmensch, ob Schweizer oder Deutscher, muss diesen Vertrag verurteilen! Fällt endlich das Bankgeheimnis, das nur einigen Reichen etwas nützt, aber das Volk verarmt! Die vielen Deutschen, die in die Schweiz kommen, kommen deshalb, weil es Deutschland schlecht geht! Und warum? U.a. weil die reichen Deutschen ihre Steuern nicht zahlen und ihr Geld in der Schweiz verstecken! Antworten
Ausland
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


Bitte warten

