«Brutstätte und Zufluchtsort»: Grossbritannien stoppt Direktflüge nach Jemen
Premierminister Gordon Brown bezeichnete das arabische Land als «Brutstätte und Zufluchtsort» für Terroristen. Vom Jemen gehe gemeinsam mit Somalia und dem afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet derzeit die grösste Terrorgefahr weltweit aus. Zugleich kündigte er am Mittwoch vor dem Unterhaus eine schwarze Liste von Personen an, denen der Transit durch Grossbritannien verweigert wird, sowie spezielle Sicherheitskontrollen für verdächtige Passagiere.
Das britische Aussenministerium erklärte, man arbeite mit den Behörden im Jemen zusammen, um die Sicherheitskontrollen auf den Flughäfen dort zu verbessern. Direktflüge sollen erst wieder aufgenommen worden, wenn sich die Vorkehrungen im Jemen verbessert haben.
Haus von al-Qaida-Anführer zerstört
Am kommenden Mittwoch findet in London eine internationale Jemen-Konferenz statt, im Mittelpunkt stehen der Terror in dem Land und die Ausbildung einheimischer Sicherheitskräfte. Die Konferenz war nach dem vereitelten Anschlag auf eine US-Passagiermaschine an Weihnachten wegen Verbindungen zwischen dem mutmasslichen Attentäter und Extremisten im Jemen einberufen.
Die jemenitische Luftwaffe zerstörte unterdessen nach eigenen Angaben das Haus des al-Qaida-Anführers Ajed al Schabwani. Der Mann soll nach Regierungsangaben bereits bei einem Angriff vor einer Woche getötet worden sein. In der Region von Wadi Adeeda knapp 200 Kilometer östlich von Sanaa sollen sich noch mehrere Anführer des Terrornetzwerks aufhalten. (sam/ddp)
Erstellt: 20.01.2010, 15:56 Uhr
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