Anis Amri lebte zwei Wochen in der Schweiz

Terrorist Anis Amri hatte Angst vor der Schweizer Polizei. Der mutmassliche Attentäter von Berlin war auch hierzulande. Die News von der Tat bis Sonntagmorgen im Ticker.

«Es ist wichtig, dass die Wahrheit über den Tod meines Sohnes gesagt wird», Amirs Mutter fordert Beweise für den Terrorverdacht. (Video: Tamedia/AFP)

  • Das Wichtigste in Kürze  


    • Der mutmassliche Berlin-Attentäter Anis Amri wurde in Mailand bei einer Routinekontrolle der Polizei erschossen.

    • Beim Attentat auf einen Weihnachtsmarkt am Montagabend sind zwölf Menschen getötet und 48 Personen verletzt worden, 30 von ihnen schwer.

    • Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Tat für sich beansprucht. Von Amri ist ein Video aufgetaucht, in dem er dem IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi Treue und Gefolgschaft schwört.

    • Der Tat-LKW stammte aus Polen und wurde entführt. Der polnische Chauffeur des Fahrzeugs ist tot. Er wurde am Tatort erschossen.

  • Attentat in Berlin - die Bilder  

  • Sonntagmittag  

    Hiermit beenden wir die Ticker-Berichterstattung.

  • 04.47 Uhr – Anis A. lebte in der Schweiz  

    Der in der Nacht auf Freitag in Mailand getötete Terrorist Anis Amri lebte mehrere Tage lang in der Schweiz. Einer seiner Brüder, Walid Amri, sagte der «SonntagsZeitung», Anis habe sich im Mai 2015 bis zu zwei Wochen hier aufgehalten. Seine Schwester Newja erzählte, dass er in der Schweiz vergeblich einen Job gesucht habe und schliesslich weiter nach Deutschland gereist sei, weil er Angst vor den Schweizer Polizeikontrollen gehabt habe.

    Bevor Amri am letzten Montag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt einen Terroranschlag verübte, wollte er nochmals zurück in die Schweiz. Im Juli sass er in einem Fernreisebus nach Zürich, schreibt die Zeitung. Bei der Kontrolle der Fahrgäste des Busses in Friedrichshafen durch die deutsche Bundespolizei wurde Amri verhaftet. Weil sich Tunesien weigerte, dem Mann Papiere auszustellen, mussten ihn die deutschen Behörden aber nach zwei Tagen wieder laufen lassen. Die Schweizer Behörden haben von sämtlichen Aktivitäten Amris im Land bisher keine Spuren.

  • 19.40 Uhr - Trauer um die Opfer  

    In der Gedächtniskirche haben an Heiligabend viele hundert Gläubige bei mehreren Gottesdiensten der Opfer des Anschlags gedacht. Vor zwölf Kerzen für die zwölf Toten rief die evangelische Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein dazu auf, Hass nicht mit Hass zu vergelten. «Wir spüren dieses Mal stärker, was Weihnachten bedeutet», sagte sie in der zentralen Christvesper am frühen Abend. «Nichts wünschen wir uns an diesem Ort, an dieser Stelle mehr als: Herr, gib uns Deinen Frieden!»

  • 19.30 Uhr - Reise nach Frankreich  

    Wie war es Anis Amri möglich, über eintausend Kilometer nach Mailand zu reisen? Diese Frage beschäftigt zurzeit die europäischen Medien, zumal gemäss dem deutschen «Tagesspiegel» selbst hochrangige deutsche Sicherheitsexperten davon «überrascht» waren. Denn: Amri hatte nach aktuellen Erkenntnissen keine gültigen Reisedokumente.

    Aufgrund von Zugtickets, die die italienische Polizei in seinem Rucksack gefunden hat, geht sie davon aus, dass Amri zuletzt von Chambéry in Savoyen via Turin nach Mailand gefahren ist. Aber wie kam er überhaupt nach Frankreich?

    Der britische «Guardian» spekuliert, dass Amri Berlin am Morgen nach der Tat per Fernbus hätte verlassen können. Zwar hätte er für eine solche Fahrt einen Reisepass benötigt, doch seien die Busfahrer nicht unbedingt in der Lage, eine Fälschung zu erkennen, so die Zeitung.

  • 14.50 Uhr - Sieben Deutsche unter den Opfern  

    Unter den zwölf Todesopfern des Anschlags sind sieben Deutsche. Das teilte eine Sprecherin des Bundeskriminalamts in Wiesbaden heute mit. Aus Polen, Italien, Israel, Tschechien und der Ukraine stammt demnach jeweils einer der Toten des Anschlags. Weitere Angaben zu Geschlecht und Alter der Opfer wollte die BKA-Sprecherin nicht machen.

    Unter den 45 Verletzten befinden sich demnach Staatsbürger aus Israel, Spanien, Grossbritannien, Ungarn, Finnland und dem Libanon. Einige von ihnen kämpften auch am Freitag weiter um ihr Leben. Es seien 14 Menschen sehr schwer verletzt worden, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel.

  • 14.00 Uhr - Verbindung nach Spanien  

    Die spanische Polizei untersucht mögliche Verbindungen des mutmasslichen Berlin-Attentäters Anis Amri auf die iberische Halbinsel. Ermittler gingen Hinweisen aus Deutschland nach, dass Amri Kontakte nach Spanien gehabt habe, sagte Innenminister Juan Ignacio Zoido. «Wir prüfen alle möglichen Verbindungen (zwischen Amri) und unserem Land, zu allererst alle mit einer bestimmten Person», sagte Zoido dem Radiosender Cope.

  • 13.30 Uhr - Für Amri gehalten  

    Bei der Berliner Polizei hat sich der Mann gemeldet, der auf Bildern einer Überwachungskamera vor einer Berliner Moschee zu sehen ist und der zeitweilig für den Terrorverdächtigen Anis Amri gehalten wurde. Das teilten die Berliner Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft der Hauptstadt heute mit. Es stehe «eindeutig fest», dass der Mann auf den Bildern nicht Amri sei.

  • 13:12 Uhr - Verhaftungen in Tunesien  

    Tunesische Sicherheitskräfte haben drei Männer festgenommen, die mit dem mutmasslichen Attentäter von Berlin in Verbindung stehen sollen. Einer der Verdächtigen sei der Neffe von Anis Amri, teilte das Innenministerium in Tunis heute mit.

    Die Festgenommenen seien demnach zwischen 18 und 27 Jahre alt. Der Neffe habe gestanden, dass er mit Amri auf einem verschlüsselten Weg über eine Nachrichtenapp in Kontakt gestanden habe. Sein Onkel habe gewollt, dass er der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue schwöre. Auch habe er ihm Geld geschickt.

    Das Ministerium bezeichnete die drei Männer als eine Terrorzelle, die Sicherheitskräfte bereits am Freitag nahe der Stadt Kairouan ausgehoben hätten. In dieser Region lebt auch die Familie von Amri.

  • Bildstrecke zum Attentat  

  • 10:39 Uhr - versiegelte Führerkabine  

    Die Ermittler stiessen erst am Tag nach der Tat auf Amris Spur, als sie im Lastwagen seine Duldungspapiere fanden. Grund für die späte Durchsuchung der Fahrerkabine: Spürhunde sollten dort den Geruch des Verdächtigen aufnehmen. Um diesen nicht zu verderben war das Führerhaus zunächst versiegelt und nicht gründlich durchsucht worden.

    «Es gibt kriminaltechnische Standards, wie lange kriminaltechnische Untersuchungen dauern, die halten wir auch konsequent ein», hatte Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt das Vorgehen verteidigt.

  • 09:38 Uhr - Gauck zu Weihnachten  

    Deutschlands Präsident Joachim Gauck hat angesichts von Wut und Ängsten zu einem weiter menschlichen Miteinander aufgerufen und vor dem Schüren von Feindbildern gewarnt.

    «Gerade in Zeiten terroristischer Attacken sollten wir die Gräben in unserer Gesellschaft nicht vertiefen, weder Gruppen pauschal zu Verdächtigen noch Politiker pauschal zu Schuldigen erklären», sagte Gauck laut vorab verbreitetem Text in seiner Weihnachtsansprache.

    Das bedeute nicht, auf Auseinandersetzungen über die Flüchtlingspolitik oder über weitere Sicherheitsmassnahmen zu verzichten. Es gelte aber, Augenmass und die Achtung vor dem politischen Gegner zu bewahren.

  • 08:57 Uhr - Sicherheit in Frankreich  

    Nach dem Anschlag in Berlin will die französische Polizei einige Weihnachtsmessen mit einem grossen Sicherheitsaufgebot schützen. Es müsse überprüft werden, dass «alle Weihnachtsmärkte und alle Mitternachtsmessen gut geschützt sind», sagte der Generaldirektor der Nationalen Polizei, Jean-Marc Falcone, laut der Zeitung «Journal du Dimanche».

    Bei den am stärksten besuchten Weihnachtsmessen in einigen französischen Grossstädten gebe es dieses Jahr «nicht nur eine Polizeipräsenz, sondern Kapazitäten für einen praktisch sofortigen Gegenschlag», kündigte Falcone an.

  • 00.48 Uhr – Trump spricht von «religiöser Drohung»  

    Nach der Veröffentlichung eines Bekennervideos des mutmasslichen Attentäters von Berlin hat der künftige US-Präsident Donald Trump von einer «klaren religiösen Drohung» gesprochen. In einer ersten Erklärung über den Kurzbotschaftendienst Twitter zitierte Trump am Freitag zunächst das Video, in dem Anis Amri gedroht haben soll, 'mit dem Willen Gottes werden wir Euch alle schlachten, Ihr Schweine'.




    In einem zweiten Tweet führte der künftige US-Präsident weiter aus, bei der Botschaft handle es sich um eine «klare religiöse Drohung, die Realität wurde.» Er fügte hinzu: «So viel Hass. Wann werden die USA, und alle anderen Länder, zurückschlagen?»


  • 20:34 Uhr - Rom verbietet LKW  

    Die Stadt Rom verbietet die Einfahrt von Lastwagen ins Stadtzentrum während der Weihnachtsfeiertage sowie zu Neujahr und am Dreikönigstag.
    Dies wurde am Freitag aufgrund von Hinweisen der Polizei in Rom beschlossen.

    Vom Verbot ausgeschlossen sind Fahrzeuge, die verderbliche Lebensmittel, Medikamente und Tageszeitungen verteilen, teilte die Gemeinde Rom mit. Ziel sei, während der Weihnachtsfeiertage höchste Sicherheit zu garantieren.

    Nach dem Attentat von Berlin hat die Polizei in Rom die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Festtage erhöht. Sehenswürdigkeiten, die U-Bahn-Zugänge und die Sitze wichtiger Institutionen sollen strengstens kontrolliert werden.

  • 16:46 Uhr – Handy gefunden  

    Ermittler haben beim Durchsuchen des LKW offenbar das Handy von Anis Amri sichergestellt, wie «Spiegel online» berichtet. Es handelt sich um die Marke HTC.

  • 15:58 Uhr – Merkel  

    Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat nach dem Tod des mutmasslichen Berlin-Attentäters Anis Amri rasche Konsequenzen angekündigt, um die Sicherheit der Bürger zu erhöhen. Es werde alles Menschenmögliche getan, damit Deutschland ein «starker Staat» sei.

    «Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat, unsere Werte, unsere Mitmenschlichkeit: sie sind der Gegenentwurf zur hasserfüllten Welt des Terrorismus», sagte Merkel am Freitag in Berlin mit Blick auf die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS), die die Urheberschaft des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten beansprucht.

  • 15:47 Uhr – AfD  

    Nach dem Anschlag von Berlin ist der Zuspruch zur rechtspopulistischen AfD in einer Umfrage deutlich gestiegen. Die deutsche Partei gewann in einer Insa-Umfrage im Vergleich zur Vorwoche 2,5 Prozentpunkte hinzu und lag bei 15,5 Prozent.

    Dies berichtete die «Bild«-Zeitung (Samstagsausgabe). Die Union von Kanzlerin Angela Merkel verliert demnach 1,5 Prozentpunkte und käme auf 31,5 Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

  • 15:25 Uhr - Merkel  

    Die Bundeskanzlerin forderte in ihrer Erklärung mehr und schnellere Abschiebungen nach Tunesien. Die Rückführungen in das nordafrikanische Land müssten «deutlich» beschleunigt und die Zahl weiter erhöht werden, sagte Merkel am Freitag in Berlin. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wurde das Attentat von dem Tunesier Anis Amri ausgeführt, dessen Abschiebung aus Deutschland zuvor gescheitert war. (afp)

  • 15:20 Uhr – Merkel  

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zu Wort gemeldet und dankt der italienischen Polizei für die enge Zusammenarbeit. Sie wünscht dem verletzten Polizisten eine rasche Genesung. Zudem bedankte sie sich auch bei den Sicherheitsbehörden anderer Länder für die Zusammenarbeit.

    Merkel betonte aber auch, dass die Ermittlungen noch nicht vorbei seien. Der Fall Amri werfe eine Reihe von Fragen auf, die sich auch auf die Zeit vor der Tat beziehen. «Wir können erleichtert sein, dass eine akute Gefahr beendet ist», sagte sie. Die Gefahr des Terrorismus bestehe weiter. Um unser aller Schutz zu gewährleisten müssen wir intensiv arbeiten, sagte Merkel weiter.

  • 15:05 Uhr - Video publiziert  

    Das IS-Sprachrohr Amaq hat ein Video veröffentlicht, auf dem Anis Amri zu sehen sein soll. In der Aufnahme schwört er dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue.

    Weiter richtet sich der junge Mann an die «Kreuzfahrer»: «Wir kommen zu euch, um euch zu schlachten, ihr Schweine.» Er spricht von Rache für das Blut von Muslimen, das vergossen wurde.

    Die Aufnahme zeigt Amri auf einer Brücke stehend. Das Video könnte in Deutschland aufgenommen worden sein. Seine Echtheit konnte zunächst aber nicht unabhängig bestätigt werden.






  • 15:00 Uhr - Nicht in der Schweiz  

    Bisher ist nicht erwiesen, ob der in Deutschland gesuchte und inzwischen in Mailand getötete Terrorverdächtige Anis Amri je in der Schweiz gewesen ist. Abklärungen dazu sind in Gang, wie es beim Bundesamt für Polizei (fedpol) heisst.

    Ein direkter Bezug des Tunesiers zur Schweiz sei bisher nicht festgestellt worden, sagte fedpol-Sprecherin Lulzana Musliu auf Anfrage der sda. Sie bestätigte damit verschiedene Medienberichte. «Wir stehen seit dem Anschlag in Berlin in Kontakt mit den deutschen Behörden.»

  • 15:00 Uhr - Amri war nicht in Moschee  

    Die Bilder einer Überwachungskamera vor einer Berliner Moschee zeigen nach Behördenangaben nicht den mutmasslichen Attentäter Anis Amri. Das sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) nach einer Sitzung des Landesinnenausschusses am Freitag in Berlin. Er verwies dabei auf entsprechende Angaben des Landeskriminalamts (LKA) während der Ausschusssitzung.

    Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet, der wegen des Anschlags in Berlin verdächtige und in der Nacht getötete Tunesier sei in den Tagen vor und kurz nach der Tat vor der Moschee gefilmt worden. Das LKA habe in der Sitzung mitgeteilt, «dass auf diesen Aufnahmen des LKA nicht Amri zu sehen ist», sagte Geisel.

  • 14:50 - Thomas de Maizière  

    «Mit dem Fahndungserfolg hat sich leider die terroristische Bedrohungslage für Deutschland nicht verändert», sagte Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. «Sie bleibt hoch, die Sicherheitsbehörden bleiben wachsam.»

    «Ich bin sehr erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht», sagte de Maizière. Nun sei «die Zeit gekommen, um über Konsequenzen zu reden». Dazu werde er mit Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) «sehr bald Gespräche aufnehmen». Der Minister dankte den italienischen Polizisten, die Amri erschossen hatten. Sie hätten «exzellent gearbeitet» und seien «besonders tapfer», sagte er.

  • 14:45 - IS äussert sich  

    Die Terrormiliz Islamischer Staat teilt über seine Propagandaagentur Amaq mit, dass es sich beim in Mailand erschossenen Mann um den Attentäter von Berlin handelt. «Der Angreifer von Berlin führte einen neuen Angriff gegen eine Patrouille der italienischen Polizei in Mailand durch und kam während des Schusswechsels ums Leben», heisst es.

  • 13:26 - Polizist am Telefon  

    Cristian Movio, der in Mailand angeschossene Polizist schwebt nicht in Lebensgefahr – und telefoniert schon wieder. Das Foto wurde von der Italienischen Polizei veröffentlicht.

  • 13:50 - Helfernetzwerk  

    Nach dem Tod von Anis Amri, den nun auch der deutsche Generalbundesanwalt Peter Frank bestätigt, konzentrieren sich die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden nun auf ein mögliches Helfernetzwerk des Tunesiers.

    Allerdings liefen die Ermittlungen «derzeit nur gegen Unbekannt weiter», sagte Frank in Karlsruhe. Unter anderem gelte es herauszufinden, ob Amri von Unterstützern Geldmittel oder Fluchthilfe erhielt. Für die Bundesanwaltschaft sei auch von Interesse, «ob die Waffe, die bei Anis Amri in Mailand gefunden wurde, die Tatwaffe von Berlin ist».

    Zur Frage, wie der Amri ungehindert von Berlin nach Mailand gelangen konnte, sagte er: «Das ist für uns einer der zentralen Gegenstände unserer weiteren Ermittlungen.» Es müsse genau festgestellt werden, auf welchem Weg Amri dorthin gelangte.

  • 13:25 - noch keine Stellungnahme  

    Die Bundesregierung hat sich bei den italienischen Behörden für die enge Zusammenarbeit im Fall des tunesischen Terrorverdächtigen Anis Amri bedankt. Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, lobte am Freitag in Berlin einen «von Anfang an sehr engen und vertrauensvollen Informationsaustausch».

    Auch Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer sprach von einem «engen Austausch». Zum Tod Amris in Mailand wollte die Bundesregierung zunächst noch nicht offiziell Stellung nehmen. «Die Dinge sind im Fluss», sagte Demmer lediglich. Der Bundesregierung lag nach Angaben eines Sprechers des Bundesinnenministeriums zu diesem Zeitpunkt aber «noch keine regierungsamtliche Bestätigung» von italienischer Seite darüber vor, dass Amri in Mailand von der Polizei erschossen wurde.

    Der Sprecher des Innenministeriums fügte aber hinzu: Sollten sich die Meldungen als zutreffend erweisen, «dann ist das Bundesinnenministerium erleichtert, dass von dieser Person keine Gefährdung mehr ausgeht». Es verdichteten sich die Anzeichen, dass es sich bei dem Getöteten um den mutmasslichen Attentäter von Berlin handele.

  • 13:00 - Gentiloni dankt  

    Die Bedrohungslage bleibt dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni auch nach dem Tod des mutmasslichen Attentäters von Berlin hoch. «Die Bedrohung wird nicht unterschätzt», sagte Gentiloni am Freitag in Rom.

    Italien sei stolz auf die Sicherheitskräfte, sagte Gentiloni. «Ein besonderer Dank geht an den jungen Polizisten auf Probe Christian Movio, der bei dem Einsatz in Sesto San Giovanni verletzt wurde.»

    Das Land sei weniger sicher, das sei die Lektion aus den vergangenen Stunden und Tagen, sagte Gentiloni. Der vorbildliche Einsatz der Polizisten habe aber gezeigt, dass der Staat für die Sicherheit der Bürger sorgt.

  • 11:34 - PK Deutschland  

    Auch in Deutschland wird eine Pressekonferenz abgehalten. Es gehöre zum Standard, dass man jeden Stein umdrehe und sich die Frage stelle, was man hätte besser machen können. Die Sicherheitsvorkehrungen seien mittlerweile verstärkt worden, so Dr. Tobias Plate, Pressesprecher Bundesinnenministerium. Es wird den italienischen Behörden für ihre Arbeit gedankt. Die Bundesregierung stehe im engen Austausch mit Italien.

    Plate geht davon aus, dass der Täter möglicherweise mittels Fingerabdrücken identifiziert worden ist, weist diese Frage aber an die italienischen Behörden weiter. Viele Fragen zu Personalien würden derzeit wegen der laufenden Ermittlungen nicht beantwortet werden können.

    Von den 550 Gefährdern in Deutschland seien etwa 80 in Haft, führt Plate weiter aus. Die deutschen Behörden haben den Tod von Anis Amri bislang nicht offiziell bestätigt.

  • 11:06 Uhr - PK beginnt  

    Der italienische Innenminister Marco Minniti spricht über die Vorfälle der letzten Nacht. Italienische Polizisten hätten Amri um 3 Uhr morgens im Mailänder Stadtviertel Sesto San Giovanni bei einer Routinekontrolle um seine Ausweispapiere gebeten.

    Amri habe eine Waffe aus dem Rucksack gezogen, gefeuert und einen Polizisten verletzt. Der zweite Beamte habe Amri erschossen. Minniti bestätigt: «Der getötete Mann ist der Berlin-Attentäter Anis Amri.»

    Er bedankt sich für die geleistete Polizeiarbeit. «Ich bin sehr zufrieden damit, wie diese Geschichte nun zu Ende gegangen ist.» Er lobt den Mut der beiden Polizeibeamten, die diesen Ausgang ermöglicht haben. Der verletzte Beamte schwebe nicht in Lebensgefahr.


  • 11:00 - Info-Austausch  

    Die Bundesanwaltschaft steht im Kontakt mit den italienischen Behörden, um Meldungen über den Tod des Terrorverdächtigen Anis Amri zu prüfen. «Wir stehen im Informationsaustausch mit den italienischen Behörden», sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. «Die Meldungen müssen jetzt mit den italienischen Behörden abgeklärt werden. Ich kann das bislang weder bestätigen noch dementieren.»

  • 10:41 - Ist Anis Amir tot?  

    Anis Amir soll Medienberichten zufolge erschossen worden sein. Die Berichte beziehen sich dabei auf die Nachrichtenagentur Reuters. Der italienische Innenminister will in Kürze darüber informieren.




    Gemäss «N24» kam es um drei Uhr nachts beim Mailänder Bahnhof zu einer Schiesserei. Die Polizei wollte einen Verdächtigen kontrollieren und verlangte die Papiere. Der Angesprochene verweigerte das und begann auf die Beamten zu schiessen. Ein Polizist wurde an der Schulter verletzt. Ein weiterer Beamter erschoss den Angreifer.

    Bild: Corriere della Sera

  • 8:49 Uhr  

    Wie bild.de berichtet, hat Hamburgs Justizsenator Till Steffen offenbar zwölf Stunden lang verhindert, dass die Polizei des Bundeslandes auf deren Seite nach dem flüchtigen Terrorverdächtigen Anis Amri fahndet. Laut der deutschen Zeitung sperrt sich Steffen seit Längerem gegen die Massnahme, weil es immer wieder beleidigende oder volksverhetzende Kommentare unter den Aufrufen gebe.

  • 8:37 Uhr  

    Gemäss dem «Hamburger Abendblatt» geht die Hamburger Polizei dem Verdacht nach, dass Anis Amri einen weiteren Mord begangen haben könnte. Die Mordkommission habe Ähnlichkeiten zwischen Amri und dem Phantombild des Täters in dem Fall des ermordeten 16-jährigen Victor E. festgestellt. «Das ist eine weitere Spur, der wir nachgehen», erklärte ein Polizeisprecher. Der Teenager war am 16. Oktober am Alsterufer mit Messerstichen tödlich verletzt worden. Seine Freundin stiess der Täter ins Wasser.

  • 8:25 Uhr  

    Die deutsche Zeitung bild.de hat gemeldet, woher die Todesopfer in Berlin stammen. Unter den Toten befinden sich sechs Deutsche, eine Israelin, eine Italienerin und der polnische Lastwagen-Fahrer. Drei Leichen sind immer noch nicht identifiziert.

  • 22:53 Uhr  

    Gemäss Informationen des «Tagesspiegels» glauben die Ermittler, dass sich Anis Amri noch in Berlin aufhält. Demnach würde der Gesuchte wegen Schnittwunden im Gesicht auffallen. Offenbar wurde er selbst beim Anschlag verletzt. Blutspuren wurden gemäss des Onlineportals im LKW gefunden.

  • 21:22 Uhr  

    Der Tatverdächtige Anis Amri wurde anscheinend wenige Stunden nach dem Anschlag in Berlin-Moabit vor einer Moschee gefilmt. Weitere Observationsbilder sollen den Tunesier an derselben Stelle am 14. und 15. Dezember zeigen. Das meldet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Nach Angaben von rbb liegen dem Sender entsprechende Bilder der Sicherheitskräfte vor.

    Die erwähnte Moschee wurde am Donnerstagmorgen von der Polizei durchsucht. Aus Ermittlerkreisen heisst es, die Moschee hätte längst geschlossen werden sollen, so rbb weiter. Moschee-Vorstände sollen sie gar wortwörtlich «Moschee der ISIS-Leute in Berlin» genannt haben.

    Die erwähnten Observationsbilder. (22. Dezember 2016) Bild: Screenshot Video rbb

  • 21:02 Uhr - Video des Anschlags  

    Ein Autofahrer hat den Anschlag offenbar gefilmt. Die «Bild» hat das Video veröffentlicht. Darauf zu sehen ist, wie der Lastwagen mit hoher Geschwindigkeit Richtung Weihnachtsmarkt rast. Kurz darauf rennen Personen panisch auf die Strasse.




  • 18:00 Uhr - Haftbefehl gegen Amri  

    Die Bundesanwaltschaft hat über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert. Pressesprecherin Frauke Köhler stellte gleich zu Beginn klar, dass sie keine Fragen beantworten werde.

    Die Sprecherin bestätigte, dass Sicherheitskräfte in Heilbronn einen Reisebus kontrolliert haben. Des Weiteren habe es verschiedene Hausdurchsuchungen in Berlin und Nordrhein-Westfalen gegeben. «Festnahmen sind bislang nicht erfolgt», sagte die Sprecherin.

    Zum Ermittlungsstand hat die Sprecherin keine neuen Angaben gemacht, aber bestätigt, dass Anis Amris Fingerabdrücke gefunden wurden – aussen am LKW, an der Fahrertür sowie an der B-Säule. «Wir gehen davon aus, dass Anis Amri den LKW gesteuert hat. Gegen ihn wurde heute Haftbefehl erlassen», so die Sprecherin.

  • 17:52 Uhr - Einsätze in Berlin  

    Berliner Sicherheitskräfte haben bei einer Reihe von Einsätzen in der Hauptstadt nach dem Terrorverdächtigen Tunesier Anis Amri gesucht. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa auch einen Salafistentreffpunkt im Stadtteil Moabit. Dort soll auch Amri verkehrt haben.

    Die «Berliner Zeitung» berichtete, bei dem Einsatz gegen den Moschee-Verein «Fussilet 33» seien Blendgranaten benutzt und eine Tür aufgesprengt worden. Der Moschee-Verein «Fussilet 33» wird im jüngsten Bericht des Berliner Verfassungsschutzes als Treffpunkt von Islamisten geführt. Beim Islamunterricht sollen dort Muslime - meist Türken und Kaukasier - für den bewaffneten Kampf der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien radikalisiert worden sein. Auch sei Geld für Terroranschläge in Syrien gesammelt worden. 2015 hatte die Polizei die Räume schon einmal gestürmt. Ein Iman sass zeitweise in Untersuchungshaft.

  • 16:05 Uhr - Merkel «stolz» auf Bevölkerung  

    Bundeskanzlerin Merkel, Bundesinnenminister de Maizière und Justizminister Maas sind am Nachmittag vor die Medien getreten. Sie betonen die «ausserordentlich gute» Zusammenarbeit zwischen der Generalbundesanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt.

    «Ich bin in den letzten Tagen sehr stolz gewesen, wie besonnen die Menschen, die grosse Zahl der Menschen auf diese Situation reagiert», sagte Merkel weiter.

    Zudem bestätigte Innenminister de Maizière offiziell, dass die Ermittler Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen Anis Amri im Fahrerhaus des Lastwagens gefunden haben. Es gebe zudem «andere zusätzliche Hinweise» darauf, dass der gesuchte Tunesier «mit hoher Wahrscheinlichkeit der Täter ist».

  • 15:48 Uhr - Pressekonferenz angekündigt  

    Die Bundesanwaltschaft informiert um 18 Uhr über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Eine Pressesprecherin werde dann vor den Medien eine Erklärung abgeben, schreibt die Behörde auf ihrer Website.

  • 14:10 - Tod von Italienerin  

    Bei dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ist eine Frau aus Italien ums Leben gekommen. Das bestätigte die Regierung in Rom am Donnerstag.

    «Italien gedenkt Fabrizia Di Lorenzos, einer von den Terroristen getöteten Musterbürgerin. Das Land schliesst sich tief bewegt dem Schmerz der Familie an», schrieb Ministerpräsident Paolo Gentiloni am Donnerstag auf Twitter.




    Aussenminister Angelino Alfano erklärte, dass die deutschen Behörden die Identifizierung der 31-Jährigen abgeschlossen hätten. «Ich bin von Herzen der Familie und ihren Liebsten nahe und teile den enormen Schmerz», sagte Alfano.

  • 13:41 - LAK wohl informiert  

    Das Magazin Focus berichtet unter Berufung auf einen V-Mann, dass das Landeskriminalamt von Nordrhein-Westfalen schon länger über das Vorgehen von Anis Amrin Bescheid wusste. Amri soll demnach angeblich mit dem Hassprediger Abu Walaa aus Hildesheim wiederholt über sein Vorhaben gesprochen haben. Der Verbindungs-Mann hätte dies der Behörde bereits am 21. Juli 2016 gemeldet.

    Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegen den Ermittlern jedoch bisher keine Hinweise auf enge Kontakte mit Abu Walaa vor.

  • 12.20 - Fingerabdrücke  

    Die Fingerabdrücke des gesuchten Tunesiers Anis Amri sind Medienberichten zufolge an der Tür des bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt eingesetzten Lkw gefunden worden. Das berichteten «Süddeutsche Zeitung», NDR und WDR am Donnerstag unter Berufung auf eigene Informationen. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor.

  • 12.15 - Markt wieder offen  

    Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz ist wieder geöffnet. Der Schaustellerverband und die Händler luden am Donnerstagvormittag zu einer Andacht in die Gedächtniskirche.

    Aus Pietätsgründen soll auf dem Weihnachtsmarkt auf grelle Beleuchtung und Partymusik verzichtet werden. Am Tag der Wiedereröffnung wirkten die Händler sichtlich bewegt. Einige hatten Tränen in den Augen. Auf dem Platz vor der Gedächtniskirche stellten sie Kerzen vor eine Fototafel mit einem Bild des Weihnachtsmarktes vor dem Anschlag. Die Sicherheit auf dem Markt wurde mit grossen Betonsperren verstärkt.

    «Wir sind immer noch fassungslos und tief schockiert. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Getöteten und bei ihren Familien», teilte Michael Roden, der Vorsitzende des Schaustellerverbands Berlin, vor der Wiedereröffnung mit.
    «Wie durch ein Wunder sind keine Opfer unter den Schaustellern zu beklagen, aber viele meiner Kollegen stehen unter Schock, weil sie das Attentat miterleben mussten und Erste Hilfe geleistet haben.»

  • 12:00 - Angebot zum Selbstmord  

    Der wegen des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt gesuchte Tunesier Anis Amri hat sich nach einem Bericht des «Spiegel» offenbar bereits vor Monaten als Selbstmordattentäter angeboten. Das Magazin beruft sich auf die Auswertung der Telefonüberwachung sogenannter «Hassprediger». Allerdings seien die Äusserungen Amris so verklausuliert gewesen, dass sie nicht für eine Festnahme ausgereicht hätten. Dem Bericht zufolge erkundigte sich der Tunesier auch, wie er sich Waffen beschaffen könne.

    Über Amri, der 2015 über Italien nach Deutschland gelangt war, hiess es weiter im «Spiegel», er habe sich hierzulande gegenüber den Behörden als politisch verfolgter Ägypter ausgegeben. Da er so gut wie keine Angaben über Ägypten habe machen können, sei sein Asylantrag innerhalb weniger Wochen als «offensichtlich unbegründet» abgelehnt worden. Auch sei damals bereits aufgefallen, dass er sich unter verschiedenen Identitäten in Europa bewegte.

  • 11.00 - Korrigendum  

    Entgegen ersterer Meldung, wonach vier Kontaktpersonen von Amri in Dortmund festgenommen worden sind, dementiert die Bundesanwaltschaft nun eine Inhaftierung. «Uns ist keine Festnahme bekannt», sagt ein Sprecher der obersten Ermittlungsbehörde zur Nachrichtenagentur Reuters.

  • 10:28 - Seit Monaten geplant  

    Offenbar ist in Nordrhein-Westfalen innerhalb radikaler Kreise bereits seit längerem ein Anschlag mit einem LKW in Berlin geplant gewesen. «Mein Mandant hat mir im Mai erzählt, dass er von den Planungen gehört habe», sagt ein Rechtsanwalt zum «Kölner Stadtanzeiger». Dies innerhalb des Verfahrens um den Anschlag auf ein Sikh-Gebetshaus in Essen.

    Mittlerweile wird Kritik an der Sicherheitsbehörden laut. Das berichtet die «Welt». CDU-Bundesvize Armin Laschet etwa meint, es brauche bessere Kontrollmechanismen zwischen den Bundesländern. Amri war in der Flüchtlingsunterkunft in NRW gemeldet, hielt sich jedoch seit Februar in Berlin auf.

    Laschet meint, NRW habe die Verantwortung abgeschoben: «Der ist jetzt nach Berlin abgereist und damit ist der Fall für uns erledigt, jetzt ist halt Berlin zuständig.» Auch CDU-Innenexperte Armin Schuster spricht von einem mangelnden Datenaustausch im Schengen-Raum. Beim Austausch gemeinsamer Fahndungsdateien bestehe Verbesserungsbedarf.

  • 10:11 - Festnahme  

    Die Bundesanwaltschaft hat gegenüber der «Bild »bestätigt, dass vier Kontaktpersonen des Terror-Verdächtigen Anis Amri festgenommen wurden.




    Laut «WDR» ist die Polizei am Donnerstagmorgen zu einem Anti-Terror-Einsatz ausgerückt. Amri soll Kontakte zu dem im November festgenommenen Dortmunder Salafisten Boban S. gehabt und dort zeitweise auch gewohnt haben.

  • 10.00 - Charlie Hebdo  

    Das französische Satire-Magazin «Charlie Hebdo», das im Januar 2015 selbst zum Ziel eines terroristischen Anschlags wurde, hat seine neueste Ausgabe dem Anschlag von Berlin gewidmet. Zu sehen ist ein Lebkuchenhaus, aus dem Gewehrläufe ragen. Titel: «Sie werden unsere Art zu Leben nicht verändern.»

  • 09:50 - Bruder spricht  

    Ein Bruder des Terrorverdächtigen Anis Amri hat diesen zur Aufgabe aufgerufen. «Ich bitte ihn, sich der Polizei zu stellen», sagte Abdelkader Amri der Nachrichtenagentur AP. Die Familie im tunesischen Oueslatia sei erschüttert über die Nachrichten von dem Anschlag, bei dem am Montag ein Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gerast war und zwölf Menschen getötet hatte.

    «Wenn bewiesen wird, dass er verwickelt war, sagen wir uns von ihm los», sagte Abdelkader Amri. Möglicherweise sei sein Bruder in einem italienischen Gefängnis radikalisiert worden, wo er eingesessen habe, nachdem er Tunesien verlassen hatte.

  • 09:30 - Fähre durchsucht  

    Die dänische Polizei hat eine Fähre nach dem Terrorverdächtigen Anis Amri durchsucht. Die Behörden seinen einem Hinweis nachgegangen, demzufolge sich der Mann auf dem Schiff von Grenaa in Jütland nach Schweden befinden könne, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Fahnder hätten aber keine Hinweise auf Amris Anwesenheit gefunden.

  • 09:14 - Facebook  

    Wie die «Welt» schreibt, soll das Facebook-Profil des Verdächtigem nächsten Mittwoch vom Netz genommen werden. Der letzte Eintrag stamme vom 18. August 2015 und zeige Anis Amri mit Gebetskappe, Bart und Leinengewand. Unter seinem Namen existieren allerdings mehrere Profile. Gemäss «Storyful» stammen die meisten Freunde von Anis Amri aus Tunesien. Er selbst habe keine Lokalität angegeben.

  • 08:39 - Kontakt mit Brüdern  

    Die «Bild» hat mit einem Bruder des Verdächtigen gesprochen. «Vor ungefähr zwei Wochen hatten wir das letzte Mal Kontakt über Facebook», wird der 30-Jährige zitiert. Ein anderer Bruder kann es kaum fassen, dass Anis A. für die Tat verantwortlich sein könnte. «Als ich das Foto meines Bruders in den Medien gesehen habe, habe ich meinen Augen nicht getraut», sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

  • 08:32 - Flüchtlingsheim  

    In Emmerich, Nordrhein-Westfalen wurde eine Flüchtlingsunterkunft durchsucht. Wie die «Welt» schreibt, waren schätzungsweise 100 Beamte im Einsatz. Die Aktion sei nach einer Stunde beendet gewesen. Anis Amri war offenbar in der Asylunterkunft gemeldet gewesen.

  • 08:00 - 2010 LKW geklaut  

    Nach dem Anschlag in Berlin führten die tunesischen Behörden laut «Welt» Ermittlungen zu Anis Amri und seiner Familie durch. Ersten Erkenntnissen zufolge habe er 2010 einen Lastwagen gestohlen und sei daraufhin zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

    2011 kam er als Flüchtling nach Italien, wie die dortige Nachrichtenagentur Ansa berichtete, und wurde in einem Auffanglager auf Sizilien untergebracht. Weil er Sachbeschädigungen und «diverse Straftaten» beging, kam er in Palermo vier Jahre ins Gefängnis.

    Nach Informationen der Zeitung «Die Welt» wurde er wegen Gewalttaten, Brandstiftung, Körperverletzung und Diebstahls verurteilt. Mithäftlinge hätten ihn als gewalttätig beschrieben.
    Im Frühjahr 2015 wurde Anis Amri laut Ansa entlassen, konnte wegen Problemen mit den tunesischen Behörden aber nicht ausgewiesen werden. Er sei dann nach Deutschland weitergereist.

  • 07:35 - Sprengsätze  

    Anis Amri soll sich im Internet über Sprengsätze informiert haben. Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf Aussagen nicht näher genannter Amerikanischer Behörden. Der Verdächtige soll sich über die Herstellung von explosiven Apparaturen informiert haben und via Telegram Messenger mit dem IS kommuniziert haben. Zudem soll er auf der Nichtfliegerliste der USA gestanden haben, wie es im Bericht weiter heisst.

  • 06:52 – Israelin unter den Toten  

    Unter den Todesopfern des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist auch eine israelische Frau. Dies bestätigte am Donnerstag ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums.

    Die israelische Botschaft kümmere sich um die Überführung der Leiche in die Heimat. Die Frau war mit ihrem Mann auf dem Weihnachtsmarkt gewesen und nach dem Anschlag am Montagabend als vermisst gemeldet worden.

    Ihr Mann, ebenfalls israelischer Staatsbürger, wurde bei der Attacke schwer verletzt. Er sei mehrmals operiert worden, schwebe aber nicht mehr in Lebensgefahr, berichtete die Nachrichtenseite «ynet». Das Ehepaar habe zwei erwachsene Kinder. Sie waren in Berlin, um bei der Identifizierung zu helfen.

  • 06:45 – Freigelassener Verdächtiger verschwunden  

    Der nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt zunächst festgenommene und später wieder freigelassene Pakistaner ist für seine Familie anscheinend nicht mehr erreichbar. Der Vater des 23-jährigen Flüchtlings sagte der pakistanischen Zeitung «Dawn», sein Sohn habe ihn nach der Freilassung am Dienstag nicht kontaktiert.

    Ein in Berlin lebender pakistanischer Aktivist namens Wajid Baloch aus Baluchistan, der Heimat des jungen Mannes, sagte der Zeitung, der junge Mann sei auch nicht in seine Flüchtlingsunterkunft zurückgelehrt.

    Er selbst stehe mit dem Leiter der Unterkunft in Kontakt, das Telefon des 23-Jährigen sei aber ausgestellt. Auch das britische Boulevardblatt «Daily Mail» berichtete, der Mann sei für sein Umfeld nicht erreichbar und habe sein Telefon offenbar ausgeschaltet. Die Berliner Polizei verwies auf Anfrage auf die Bundesanwaltschaft, die für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar war.

  • 03:57 – Vorahnung des Innenministers  

    Der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière scheint eine dunkle Vorahnung eines bevorstehenden Anschlags auf einen deutschen Weihnachtsmarkt gehabt zu haben. Laut «Bild» sagte er eine Woche vor dem Anschlag bei einer Personalveranstaltung im Berliner Innenministerium: «Wenn die Weihnachtsmärkte schliessen und es keinen Anschlag gab, mache ich drei Kreuze.»

  • 03:42 – Hatte Pegida-Chef Insider-Infos?  

    Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann hat mit einem Tweet für Irritation gesorgt, in dem er bereits kurz nach dem Anschlag in Berlin von einem «tunesischen Moslem» als Täter sprach. Diese Info habe er angeblich aus internen Quellen der Berliner Polizeiführung.




    Zum Zeitpunkt von Bachmanns Tweet lag der Angriff auf den Weihnachtsmarkt nur zwei Stunden zurück. Bachmanns Äusserungen widersprechen den damaligen Darstellungen der Berliner Polizei, die mitgeteilt hat, die Papiere erst zu einem späteren Zeitpunkt gefunden zu haben. Der Name des gesuchten mutmasslichen Täters Anis Amri ist erst am Mittwoch öffentlich bekannt geworden. Daraufhin schrieb Bachmann bei Twitter: «Da stimmte meine Info von 1h nach dem Anschlag wohl doch? Polizei sucht nun doch Tunesier.»

    Die Behörde hat sich bislang nicht dazu geäussert, schreibt «Spiegel Online.»

  • 22.54 – Breitscheidplatz wieder offen  

    Die Ermittler haben die Spurensicherung auf dem Breitscheidplatz abgeschlossen. Der Markt an der Gedächtniskirche soll am Donnerstag wieder öffnen.

    Heute öffneten bereits die über 60 Weihnachtsmärkte in der deutschen Hauptstadt wieder, die am Tag zuvor mit Rücksicht auf die Opfer und Angehörigen des Anschlags geschlossen geblieben waren.


  • 21.48 – Verbindung zu Jihadisten  

    Der Verdächtige hatte auf seinem Facebook-Account Verbindungen zur tunesischen Jihadistengruppe Ansar al-Sharia, wie die Terrorexpertin Rita Katz der Site Intelligence Group auf Twitter berichtet. Ehemalige Mitglieder der Organisation haben sich dem IS in Syrien angeschlossen.


  • 21.45 - Proteste in Berlin  

    An mehreren Kundgebungen in Berlin haben Rechtspopulisten der NPD und der AfD demonstriert. Rund 800 Gegendemonstranten versammelten sich in der Nähe des Breitscheidplatzes unter dem Motto «Keine Nazis, nirgends. Keine Islamisten, nirgends.»

  • 21.39 – Polizei stürmt Wohnung  

    Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Berliner Polizei hat zwei Wohnungen gestürmt, den gesuchten Tunesier aber nicht gefunden. Bei der Razzia sei ein anderer Mann überwältigt worden, berichtete die «Welt» unter Berufung auf Ermittlerkreise. Demnach wurde Anis Amri in einer der beiden Wohnungen vermutet.

  • 21.18 – In Italien im Gefängnis  

    Der tatverdächtige Tunesier soll in Italien vier Jahre im Gefängnis gesessen haben, danach sei er ausgewiesen worden. Das berichten die Zeitungen «La Stampa» und «La Reppublica» unter Berufung auf Ermittlungskreise.

    Auch der tunesische Sender Mosaique FM berichtete unter Berufung auf den Vater des Mannes, dass Amri sein Heimatland vor sieben Jahren verlassen habe und vier Jahre davon in einem Gefängnis in Italien sass. Grund dafür war dem Vater zufolge, dass er in einer Schule einen Brand gelegt haben soll.

    Auch in seiner Heimat Tunesien hätte Amri dem Sender zufolge eine Haftstrafe gedroht. Er sei dort in Abwesenheit wegen schweren Raubs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, berichtete Mosaique FM unter Berufung auf tunesische Sicherheitskreise.

  • 20.49 – Trump verurteilt Anschlag  

    Der gewählte US-Präsident Donald Trump hat den Anschlag vor einem Treffen mit seinem künftigen nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn in Florida verurteilt. «Das war ein Angriff auf die Menschheit und es muss gestoppt werden». Auf die Frage, welche Auswirkungen der Anschlag auf seine Wahlkampfforderung nach einem vorübergehenden Einreiseverbot für Muslime habe, sagte Trump:«Es ist belegt, dass ich recht hatte.»


  • 20.19 – Frankreich verstärkt Grenzkontrollen  

    Frankreich verstärkt seine Kontrollen an der Grenze zu Deutschland. Allein im Elsass an der Grenze zu Baden-Württemberg sollen dem Regionalsender «France Bleu Alsace» zufolge insgesamt 200 zusätzliche Polizisten und Soldaten eingesetzt werden. Auch im Département Moselle, das an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzt, soll die Personalstärke erhöht werden.

  • 19.47 – Geschwister von Anis Amri  

    Die Geschwister des gesuchten Tunesiers Anis Amri können nicht glauben, dass er für die Tat verantwortlich sein soll. «Als ich das Foto meines Bruders in den Medien gesehen habe, habe ich meinen Augen nicht getraut», sagte der Bruder Abdelkader A. der Nachrichtenagentur AFP in Tunesien. «Ich kann nicht glauben, dass er das Verbrechen begangen hat.» Er sagte weiter, falls sich wider Erwarten doch herausstellen sollte, dass sein 24-jähriger Bruder für den Anschlag verantwortlich sei, verdiene er «jede Strafe». «Wir lehnen den Terrorismus und die Terroristen ab», sagte der Bruder - «und wir haben keine Verbindung mit den Terroristen».

    «Wir haben nie den Eindruck gehabt, dass etwas nicht stimmte», sagte die Schwester Najoua zu AFP. «Er hat über Facebook mit uns Kontakt aufgenommen, immer lächelte er und war fröhlich.» Anis Amri hat insgesamt fünf Geschwister, den Bruder Abdelkader und vier Schwestern. Die Eltern leben in der Stadt Oueslatia.

    Er habe vor ungefähr zwei Wochen das letzte Mal von seinem Bruder gehört. «Ich habe keine Handynummer von ihm, wir haben immer nur über Facebook geschrieben», sagt ein Bruder zu «Bild». Anis Amri habe keinen festen Wohnsitz gehabt. «Er sagte immer, dass er in Deutschland keine Wohnung hat, mal hier und mal da schläft.»

  • 19.23 – Observation  

    Die Berliner Justiz hat den zur Fahndung ausgeschriebenen Tunesier Anis Amri von März bis September observieren lassen. Bei den Ermittlungen sei es um Informationen gegangen, wonach A. einen Einbruch plane, um sich dabei Mittel für den Kauf automatischer Waffen zu beschaffen – «möglicherweise, um damit später mit noch zu gewinnenden Mittätern einen Anschlag zu begehen», erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

    A. sei daraufhin observiert worden, auch seine Kommunikation sei überwacht worden. Allerdings hätten die «umfangreichen Überwachungsmassnahmen» keine Hinweise zu den Vorwürfen erbracht. Deshalb habe «keine Grundlage für eine weitere Verlängerung der Anordnungen zur Überwachungsmassnahmen mehr» bestanden, diese seien im September beendet worden, hiess es in der Justizerklärung weiter.

  • 19.00 – Fahndungsplakat  

    Das Fahndungsplakat des Bundeskriminalamtes:


  • 18.15 – «In kritischer Verfassung»  

    In den Kliniken werden noch zwölf Schwerstverletzte behandelt. Einige Patienten seien noch «in kritischer Verfassung», erklärte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Zahl der Todesopfer liege nach wie vor bei zwölf und habe sich nicht weiter erhöht. Dagegen könnten immer mehr leichter Verletzte die Krankenhäuser verlassen.

  • 18.04 – Familie befragt  

    Tunesische Anti-Terror-Ermittler haben die Familie des Gesuchten befragt. Die Befragung sei von Beamten einer Anti-Terror-Einheit vorgenommen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen in Tunesien. Diesen Angaben zufolge war Amri in Tunesien mehrfach wegen Drogendelikten festgenommen worden. Er sei 2011 von Tunesien nach Italien gelangt, wo er drei Jahre verbracht habe. Danach sei Amri nach Deutschland weitergereist.

  • 17.42 – Kopfgeld  

    Die Bundesanwaltschaft fahndet jetzt offiziell nach dem Tatverdächtigen Tunesier Anis Amri Die Behörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe, warnen aber zugleich, der Gesuchte «könnte gewalttätig und bewaffnet sein». Für die Ergreifung wurde eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

    In der Fahndungsmeldung wurde eine Beschreibung des Mannes veröffentlicht: Er ist 24 Jahre alt, 178 cm gross, wiegt ca. 75 Kilogramm, hat schwarze Haare und braune Augen. Zur Tatzeit trug er dunkle Kleidung, helle Schuhe und einen weissen Schal.


  • 16.30 – Terrorverdacht  

    Anis Amri kam im Juli 2015 über Freiburg nach Deutschland und hielt sich dann in Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und schliesslich ab Februar 2016 wieder hauptsächlich in Berlin auf.

    In Berlin sei gegen den Mann ermittelt worden wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat, sagte der Innenminister von Nordrhein-Westfalen Ralf Jäger (Bild). Die Sicherheitsbehörden hätten ihre Erkenntnisse über ihn im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum ausgetauscht, zuletzt im November 2016.


  • 15.45 - Abschiebung  

    Der gesuchte tatverdächtige Tunesier sollte eigentlich bereits aus Deutschland abgeschoben werden. Sein Asylantrag sei im Sommer abgelehnt worden, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) in Düsseldorf. Anis Amri habe aber nicht abgeschoben werden können, «weil er keine gültigen Ausweispapiere hatte» und Tunesien zunächst bestritten habe, dass er Bürger des Landes sei. Ein Passersatzverfahren sei im August eingeleitet worden. «Die tunesischen Behörden haben diese heute überstellt», sagte Jäger und ergänzte: «Ich will diesen Umstand nicht weiter kommentieren.»

    Jäger betonte, dass noch unklar sei, ob der Gesuchte an dem Anschlag beteiligt war. Es sei lediglich ein Duldungsausweis des Mannes gefunden worden. Medienberichten zufolge wurde das Dokument in der Fahrerkabine des Lkw entdeckt.

  • 15.20 - Razzia verzögert sich  

    Wegen Schreibfehlern in den Durchsuchungsbefehlen verzögert sich die Razzia in Emmerich, schreibt Focus. Die Befehle seien ungültig. Die Polizei lässt auf sich warten, die Presse ist schon vor Ort.



  • 14.57 - Razzia in Flüchtlingsheim  

    Auch die lokalen Medien «Rheinische Post» und das Online-Portal «der Westen» berichten über eine aktuell laufende Razzia in einem Flüchtlingsheim in Emmerich in Nordrhein-Westfalen.

  • 14.40 - Offizielle Bestätigung  

    De Maizière bestätigt die Fahndung nach dem tunesischen Tatverdächtigen. Der Bundesinnenminister in Berlin: «Es gibt einen neuen Verdächtigen. Nach ihm wird gefahndet».

    Er sei seit Mitternacht zur Fahndung ausgeschrieben. Einzelheiten wollte der Minister nicht nennen, sagte aber, bei dem Verdächtigen müsse es sich nicht zwingend um den Täter handeln.

  • 14.30 - Razzia  

    In einem Flüchtlingsheim im Raum Emmerich in Nordrhein-Westfalen soll aktuell eine Razzia im Gange sein. Die Polizei sei mit 150 Beamten vor Ort.

    In der Innenstadt von Düsseldorf gab es laut Bericht der «Bild»-Regionalausgabe einen Polizeieinsatz in einem Kaufhaus. Ein Zeuge habe behauptet, er habe den mutmasslichen Terroristen Anis Amri gesehen.

  • 14.04 - Tatverdächtiger  



    Bild: Der Tatverdächtige soll in einer Asylbewerberunterkunft im westdeutschen Kreis Kleve nahe der niederländischen Grenze gemeldet gewesen sein. (Quelle: Screenshot Google Maps)

    Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat für 15 Uhr 30 Uhr eine Erklärung angekündigt.

  • 13.00 - War Verdächtiger bereits in Haft?  

    Die Polizei soll Anis Amri bereits im August festgenommen haben. Die Behörden hätten den Mann dann aber laufen lassen. Das berichtet «Focus». Offiziell gibt es bisher keine Bestätigung dieser Angaben.

    Er sei damals in Friedrichshafen festgenommen worden – mit gefälschten italienischen Ausweispapieren. Die «Rheinische Post» berichtet, er sei der Polizei bekannt. Im Juli 2016 habe er eine Vorstrafe wegen Körperverletzung erhalten. Eine Anklage sei damals aber nicht möglich gewesen, da der Mann untertauchte. Zudem habe der Mann bis zu zwölf Aliasnamen benutzt. Die Redaktionen berufen sich auf Informationen aus Sicherheitskreisen. Er sei in ein grosses Islamisten-Netzwerk eingebettet und werde als «brandgefährlich» eingestuft.

    Die Polizei habe sogar bereits die Telekommunikation des Verdächtigen überwacht, berichtet die «Süddeutsche Zeitung».

    Er soll sich bei einem Polizei-Informanten erkundigt haben, ob dieser Schusswaffen besorgen könnte. Ein Ermittler sagte der Zeitung, ihm sei unklar, warum Anis A. aus dem Blickfeld der Polizei verschwinden konnte.

  • 12.20 - «Gefährder»  

    Gemäss Informationen der TV-Sender NDR, WDR und der «Süddeutschen Zeitung» soll der Tunesier als «Gefährder» eingestuft worden sein.

    Als Gefährder bezeichnen Polizeibehörden Personen, denen sie Terrorakte zutrauen. Sie haben aber noch keine Straftat begangen, sie leben in Freiheit und verhalten sich legal. Gefährder sind – mutmasslich – zukünftige Straftäter.

    Im April 2016 beantragte er Asyl und erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung. Er hielt sich in Nordrhein-Westfalen und Berlin auf und soll Kontakte zum islamistischen Netzwerk des unlängst verhafteten Abu Walaa unterhalten haben.

    Abu Walaa wurde im November gemeinsam mit vier weiteren Männern verhaftet. Die Männer sollen ein salafistisch-jihadistisches Netzwerk betrieben haben, das Rekruten zum sogenannten Islamischen Staat vermittelte.

  • 10.55 - neue Spur?  

    Die Polizei fahndet jetzt bundesweit nach dem tatverdächtigen Tunesier Anis Amri Der Mann soll zwischen 21 und 23 Jahre alt sein. «Spiegel Online» zufolge ist er 1992 geboren. Die Fahndung laufe nicht öffentlich.




    Der Verdächtige soll auch mit mehreren Aliasnamen bekannt sein. Sein Asylverfahren soll noch nicht abgeschlossen sein.
    Laut der Mainzer Allgemeinen Zeitung handelt es sich um einen Ahmed A. Die Dokumente seien im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen ausgestellt worden.

    Sicherheitskreise gehen von «unmittelbar bevorstehenden Massnahmen» in Nordrhein-Westfalen aus. Das schreibt die dpa.

    Wie verschiedene Medien berichten, ist im Fussraum des LKW-Führerhauses ein offizielles Ausweisdokument, möglicherweise eine Aufenthaltsgenehmigung mit Personalien gefunden worden.

    Die neue Spur der Ermittler soll angeblich in salafistische Kreise im Westen des Landes führen. Das berichtet das ARD-Magazin «Report München».

  • 10.35 - Verdächtiger  

    Zweite Festnahme nach dem Anschlag, doch auch diese Spur führte offenbar ins Nichts: Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet, musste die Polizei einen weiteren Verdächtigen laufen lassen.

    Nach Informationen der rbb-Abendschau gab es in den frühen Morgenstunden eine weitere Festnahme. Auch dieser Festgenommene stellte sich jedoch nicht als der Täter heraus.




    Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter verletzt ist. Nach Abendschau-Informationen wurden im Fahrerhaus des LKW DNA-Spuren gesichert. Deshalb suchte die Polizei in den vergangenen Stunden sämtliche Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg ab. Die Hinweise auf den Täter werden immer konkreter. Über weiter Erkenntnisse will die Polizei in einer Pressekonferenz am Nachmittag informieren.

  • 09.55 - Soziale Netzwerke  

    Trifft aktuell den Nerv vieler Social Media-Nutzer: Ein Zitat des verstorbenen Altkanzlers Helmut Schmidt.


  • 09.40 - Die Ermittlungen  

    80 von über 500 Hinweisen aus der Bevölkerung verfolge man derzeit konkret weiter, sagte der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt dem Sender rbb.

    Die Polizei habe zudem Videoaufzeichnungen gesichert und den Tatort mit Suchhunden untersucht. «Die Ermittlungen laufen auf vollen Touren und ich bin guter Dinge, dass wir zu einem Erfolg kommen,» sagte Kandt.

    Um 12 Uhr trifft sich der Innenausschuss des deutschen Bundestags für einen Lagebericht. Auch der mit den Ermittlungen beauftragte Generalbundesanwalt wird anwesend sein.

  • 09.25 - Mann bangt um seine Mutter  

    «Wir rechnen mit dem Schlimmsten»: Ein 40-jähriger Mann aus der westdeutschen Stadt Neuss wurde beim Anschlag verletzt – jetzt bangt er um das Leben seiner Mutter.

    «Wir haben die extra eingerichtete Angehörigen-Hotline angerufen", sagt der 40-Jährige. Aber wir warten noch immer auf Antworten.»

    Der Mann wird aktuell in einem Berliner Krankenhaus behandelt. Er selbst erlitt beim Attentat mehrere Beckenbrüche. Die vorweihnachtliche Reise in die deutsche Hauptstadt sei ein Geschenk für seine Mutter gewesen, schildert er in der «Rheinischen Post». Am Dienstag sollte es zurück nach Hause gehen.

    «Wir wollten auf dem Weihnachtsmarkt noch einen Absacker trinken», berichtet er. Die beiden stellten sich also am Montag an eine Glühweinbude am Breitscheidplatz. Was dann passierte, konnten beide nicht sehen, aber sie hörten es.
    «Es klang wie das leise Knallen von Feuerwerkskörpern, das schnell näherkam», erinnert sich der Neusser. Dann sei der Lastwagen regelrecht durch die Glühweinbude hindurchgerast. Der 40-Jährige wurde vom LKW erfasst und, wie er sich erinnert, «komplett durch die Bude gedrückt».

  • 09.20 - Wie geht es den Verletzten?  

    Eines der in die Berliner Charité eingelieferten Anschlags-Opfer ist weiterhin in einem kritischen Zustand.

    Bei anderen drei sehr schwer verletzten Besuchern des Weihnachtsmarktes habe sich der Zustand stabilisiert, sagt der stellvertretende ärztliche Direktor des Spitals, Joachim Seybold, im ZDF.

    Bundespräsident Joachim Gauck will Verletzte des Berliner Anschlags am Vormittag im Virchow-Klinikum der Charité besuchen. Dies teilte das Bundespräsidialamt mit. Gauck hatte bereits das grosse Mitgefühl für die Familien der Todesopfer und die Verletzten betont. «Wir werden sie nicht allein lassen in ihrem Schmerz», sagte er am Dienstag.

  • 08.50 - Politische Folgen  

    Die CSU geht auf Abstand zu Kanzlerin Angela Merkel:

    Die Partei hat ihre Forderungen nach einer Verschärfung der Flüchtlings- und Sicherheitspolitik bekräftigt: «Wir müssen alles auf den Prüfstand bringen», sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Mittwoch im «Morgenmagazin» des ZDF. «Wir brauchen jetzt eine starke Staatsgewalt», fügte er hinzu.

    Sicherheit und Zuwanderung müssten in eine Verbindung gebracht werden. CSU-Chef Horst Seehofer hatte bereits am Dienstag, dem Tag nach dem Anschlag gefordert, die Flüchtlings- und Sicherheitspolitik in Deutschland zu überdenken und «neu» zu justieren.

  • 08.40 - Videoüberwachung  

    Es soll keine Ausweitung der Videoüberwachung in der Hauptstadt geben.

    Das sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop am Mittwoch im Inforadio des RBB und unterstützte damit Innensenator Andreas Geisel.

    Der Senat habe aber am Dienstag beschlossen, mehr Polizeipräsenz auf den Strassen und den Weihnachtsmärkten zu zeigen. Dabei helfe auch die Bundespolizei den Berliner Beamten.Verbessert werden soll auch die Ausrüstung der Polizei. So plant Rot-Rot-Grün in einem Modellversuch die Ausstattung von Polizisten mit sogenannten Bodycams.

  • 08.35 - Stand der Ermittlungen  

    Hat die Polizei eine Spur? Der Druck auf die Ermittler ist gross.

    Über 500 Hinweise aus der Bevölkerung sind bisher über die eigens eingerichtete Hotline der Polizei eingegangen.

    Mehr, als dass der Täter offensichtlich weisse Schuhe trug, wurde von Seiten der Behörden bisher nicht bekannt. Aus Sicherheitskreisen heisst es, die Ermittler glichen aktuell DNA-Spuren des Täters mit den Profilen in Datenbanken ab, um endlich ein Fahndungsprofil zu erstellen. Denn: Ein Phantombild gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Viele Fragen sind offen. Erste Fahndungsergebnisse könnten im Laufe des Vormittags veröffentlicht werden.

    Der Breitscheidplatz bleibt weiter grossräumig gesperrt, teilte die Berliner Polizei derweil mit. Grund: Die Ermittlungsarbeit des Landeskriminalamtes dauert weiter an.

  • 08.08 - Video  



    Video: Politiker, Religionsverterter und die Bevölkerung zeigen ihre Betroffenheit. (Quelle: Tamedia/AFP)

  • 07.51 - Pressestimmen international  

    Der Anschlag in Berlin ist in Medien weltweit ein grosses Thema: Die «New York Times» spricht von einem schrecklichen Test für Deutschland und Europa. Die populistische Rechte mache Angela Merkel verantwortlich und spiele damit den Terroristen in die Hände.

    «Mit jedem neuen Anschlag, ob auf einen Weihnachtsmarkt oder eine Moschee, wird die Herausforderung für Europa schwieriger, Toleranz, Inklusion, Gleichheit und Vernunft zu verteidigen.»

  • 07.23 - Kampf im LKW?  

    Möglicherweise hat ein couragierter Einsatz des polnischen Fahrers des Tat-LKW ein noch schlimmeres Blutvergiessen verhindert:

    Der Mann, der auf dem Beifahrersitz sass, als der Sattelschlepper auf den Breitscheidplatz zuraste, soll sich in der Führerkabine einen Kampf mit dem Täter geliefert haben – unter anderem soll er ins Lenkrad gegriffen haben.

    «N24» beruft sich dabei auf Informationen aus Ermittlerkreisen. Die Spurensicherer hätten Kampfspuren im LKW gefunden. Auch habe das polnische Opfer diverse Messerstiche aufgewiesen.

    Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde er mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen. Von ihr fehlt bislang jede Spur.

  • 05.06 – «Gute Hinweise» auf Täter  

    Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, rechnet mit einem baldigen Ermittlungserfolg. «Ich bin relativ zuversichtlich, dass wir vielleicht schon morgen oder in naher Zukunft einen neuen Tatverdächtigen präsentieren können», sagte Schulz am Dienstagabend in der ZDF-Sendung «maybrit illner spezial». Es gebe «gute Hinweise». «Viele Dinge können wir in der jetzigen Phase nicht verraten», sagte der Kriminalpolizist. «Aber wir haben sehr viele Ansatzpunkte.» Neben vielen Zeugenaussagen werteten die Ermittler derzeit unter anderem DNA-Spuren, Fingerabdrücke und «Telekommunikationsspuren» aus.

    So werde anhand der GPS-Daten aus den Mobilfunknetzen entlang der Route des für die Tat genutzten Lkw und am Tatort nach dem Handy des Täters gesucht. Auf dieser Grundlage könne dann ein Bewegungsbild erstellt werden. Auch gebe es ein «Zusammenspiel» mit inländischen und ausländischen Geheimdiensten. «Wir sind jetzt in der heissen Phase der Ermittlungen», sagte der BDK-Vorsitzende. «Wir haben viele Möglichkeiten, um die Person auch zu finden.»

  • 04.17 – Bouillon fordert Gesetzesänderung  

    Saarlands Innenminister fordert nach Anschlag in Berlin Gesetzesänderungen. «Es gibt bundesweit zahlreiche Flüchtlinge, von denen wir nicht wissen, wo sie herkommen und wie sie heissen – da ist ein Unsicherheitspotenzial drin», sagte der derzeitige Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), in der «Rheinischen Post». Die Identität sei oft gefälscht, die Pässe seien verschwunden und einige Asylbewerber weigerten sich, an der Überprüfung mitzuwirken. «Wer hier einen Asylantrag stellt und an seiner Identitätsfeststellung nicht mitwirkt, muss seinen Anspruch auf Asyl verlieren», forderte Bouillon. Dazu werde er im Januar Vorschläge unterbreiten.

    Änderungsbedarf sieht Bouillon auch beim Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten. «Das müssen wir jetzt mal vorurteilsfrei diskutieren», verlangte er. Der «Passauer Neuen Presse» sagte Bouillon dazu: «Mit den bestehenden Gesetzen kommen wir nicht weiter.» Bisher seien die Sicherheitsbehörden «fast vollständig auf die Informationen der Nachrichtendienste angewiesen». Ein besserer Austausch sei nötig.

  • 03.15 – Beifahrer obduziert  

    Die Obduktion des polnischen Lkw-Fahrers soll ergeben haben, dass er bis zum Attentat gelebt hatte. Gegenüber der Zeitung «Bild» sagt ein Ermittler, dass es ein Kampf gegeben haben muss. Demnach soll der Terrorist ein Messer gezückt und mehrfach auf den Polen eingestochen haben, weil dieser ins Lenkrad griff. Beim Stillstand des Lkws habe der Attentäter schliesslich den polnischen Beifahrer erschossen. Nach Informationen des RBB hat die polnische Polizei Ermittlungen wegen Mordes in besonders brutaler Ausführung aufgenommen.

  • 02.04 – Vermisste Personen  

    Unter den Opfern sollen mehrere Personen aus dem Ausland sein. So wird gemäss der italienischen Nachrichtenagentur Ansa eine 31-jährige Frau aus Sulmona in den Abruzzen, die seit mehreren Jahren in Berlin lebt, vermisst. Ihr Handy sei am Ort des Anschlags am Breitscheidplatz gefunden worden.

    Gemäss Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fürchte man auch um das Leben einer israelischen Staatsbürgerin, die mit ihrem Mann auf dem Weihnachtsmarkt war. Der Mann, ebenfalls israelischer Staatsbürger, wurde bei der Attacke schwer verletzt.

  • 22.08 – Mehrere Spuren  

    Die Behörden würden weiter mit Hochdruck ermitteln, sagte Innenminister Thomas De Maizière am Abend im ZDF. Es gebe viele Ermittlungs- und Fahndungsansätze. «Deswegen bin ich nicht ganz ohne Optimismus, dass es Fortschritte bei den Ermittlungen gibt.» Es seien von Beginn an von der Polizei weitere Spuren verfolgt worden.

    Er wies zudem Kritik an der Berliner Polizei zurück. »Wir hatten keine Hinweise auf solche gezielten Anschläge«, sagte er. «Es gab keinen konkreten Hinweis auf Weihnachtsmärkte.» Deswegen könne er aus heutiger Sicht der Berliner Polizei keinen Vorwurf machen.

  • 22.04 – 508 Hinweise  

    Die Berliner Polizei hat ein Hinweistelefon eingerichtet. Dort sind bisher 508 Hinweise eingegangen.


  • 21.35 – Tatort bleibt gesperrt  

    Die Ermittlungen am Tatort dauern an: Der Breitscheidplatz bleibt weiterhin gesperrt, wie die Berliner Polizei auf Twitter meldet.


  • 20.20 – IS bekennt sich  

    Der IS hat sich zum Anschlag bekannt. Die Jihadistenmiliz liess über ihre Propagandaagentur Amaq verlauten, «der Attentäter sei ein Soldat des ‹Islamischen Staates›».




    Die Chefin der «SITE Intelligence Group», eine auf Terrorismusbekämpfung spezialisierte Organisation, warnte nur wenige Stunden zuvor: «Es kann gut sein, dass sich IS zum Anschlag bekennt. Es sieht aber nicht so aus, als habe IS die Attacke tatsächlich koordiniert.»




    Die Terrororganisation hat im November in ihrem Magazin «Rumiyah» einen Artikel mit einer Anleitung für Angriffe mit Lastwagen veröffentlicht, schreibt die «Welt». Ein Fahrzeug sei«eine der sichersten und einfachsten Waffen, die man gegen die Kuffar (Ungläubigen) einsetzen kann», lautete eine der Anweisungen. Wichtig sei es, grosse und schwere Fahrzeuge mit ausreichender Geschwindigkeit auszuwählen.

  • 20.02 – Weitere Todesopfer  

    Nach Angaben des Innenministers Thomas de Maizière (CDU) schweben noch 14 Schwerverletzte in Lebensgefahr. «Es ist nicht auszuschliessen, dass es weitere Opfer gibt», sagte de Maizière im ZDF. Unter den bisher zwölf Toten sind demnach keine Kinder, aber womöglich Jugendliche.

  • 19.01 – Kein Haftbefehl  

    Der am Montagabend festgenommene Verdächtige ist wieder freigelassen worden. «Die bisherigen Ermittlungsergebnisse ergaben keinen dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten», teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. Augenzeugen hätten den Lastwagenfahrer nach dem Anschlag nicht lückenlos verfolgt, die kriminaltechnischen Untersuchungen hätten ausserdem keinen Beleg erbracht, dass der Mann im Führerhaus des Lastwagens gewesen sei. Der Mann, der den Anschlag verübt hat, dürfte somit noch auf freiem Fuss sein.


  • 18.51 – Trauergottesdienst  

    In der Gedächtniskirche fand ein Gedenkgottesdienst statt, an dem neben den christlichen Kirchen auch Repräsentanten der in Deutschland lebenden Muslime und Juden teilnahmen. Der Berliner Bischof Markus Dröge rief zu gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. «Wir geben dem Terror nicht dadurch Recht, dass wir uns entzweien lassen», sagte er.

  • 18.37 – Wahrzeichen beleuchtet  

    Das Brandenburger Tor wird in den Deutschlandfarben angestrahlt. Das Wahrzeichen der Hauptstadt solle ein Ort sein, «an dem man seine Trauer und Solidarität ausdrücken kann», hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller zuvor gesagt.

  • 18.31 – Entscheid über Haftbefehl  

    Bis Mitternacht müssen die Behörden entscheiden, ob sie gegen den festgenommenen Verdächtigen einen Haftbefehl erlassen. «Um 24.00 Uhr ist für uns die Zeit abgelaufen», sagte Generalbundesanwalt Peter Frank. Vorläufig Festgenommene müssen gemäss Paragraf 128 der Strafprozessordnung dem Richter vorgeführt werden, berichtet N24.

    Ein Augenzeuge hatte den Verdächtigen zwar vom Weihnachtsmarkt her verfolgt, ihn dann jedoch aus den Augen verloren. Er wurde danach aufgrund der Beschreibung des Zeugen bei der Siegessäule aufgegriffen. Die Hinweise reichen wohl nicht für einen Haftbefehl, soll es laut Spiegel online aus Sicherheitskreisen heissen.

  • 17.45 - Ban Ki Moon  

    UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin als «terroristischen Angriff» verurteilt. Er drücke den Familien der Opfer sowie der Regierung und dem deutschen Volk sein tiefstes Mitgefühl und Beileid aus, erklärte Ban in New York.

  • 17.42 – Identifizierte Opfer  

    Von den elf toten Weihnachtsmarktbesuchern sind sechs identifiziert. Sie waren nach Angaben von BKA-Präsident Holger Münch deutsche Staatsbürger. Beim zwölften Opfer handelt es sich um den polnischen Chaffeur.

  • 17.29 – Täter drehte Runde  

    Der Täter soll mit dem LKW erst noch eine Runde um den Markt gedreht haben, möglicherweise um Anlauf zu nehmen, berichtet Spiegel online. Das habe man aus Ermittlerkreisen erfahren.

  • 17.07 – «Macht uns Hoffnung»  

    24 Verletzte konnten die Krankenhäuser inzwischen wieder verlassen. Das teilte die Berliner Polizei über den Internetdienst Twitter mit. «Das macht uns Hoffnung.» Die Entlassenen seien wieder bei ihren Angehörigen.




    Die Behörden schliessen aber nicht aus, dass sich die Zahl der Toten noch erhöhen könnte. 14 Schwerverletzte seien noch in Berliner Krankenhäusern.

  • 17.04 Uhr – Festnahme in Österreich  

    In Österreich hat die Polizei hat einen Terrorverdächtigen gefasst. Der 25-jährige Marokkaner wurde am Montag bei einem Polizeieinsatz in einer kleinen Flüchtlingsunterkunft in Fuschl unweit der deutschen Grenze festgenommen und am Dienstag in Untersuchungshaft genommen, wie die Staatsanwaltschaft Salzburg mitteilte. Der Asylbewerber wird demnach verdächtigt, zwischen Weihnachten und Neujahr einen Anschlag in Salzburg geplant zu haben. Gegen den 25-Jährigen werde wegen des «Verdachtes der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung» ermittelt, erklärte die Staatsanwaltschaft.

  • 16.33 – Polnischer Chauffeur  

    Der Chef des polnischen Transportunternehmens, Ariel Zurawski trauert um seinen Cousin Lukasz U. Der 37-jährige Pole war das erste Opfer des Anschlags. Der mutmassliche Täter hatte ihn offenbar überwältigt und das Steuer des LKWs übernommen. «Der Fahrer des Sattelschleppers ist verstorben. Nach vorläufigen Erkenntnissen wurde er als Beifahrer des Fahrzeugs in der Fahrerkabine erschossen», sagte Generalbundesanwalt Peter Frank. Er soll durch einen Kopfschuss gestorben sein und sei schon tot gewesen, als der Täter den LKW auf den Weihnachtsmarkt fuhr, berichtet Spiegeln online. Nach dpa-Informationen wurde er mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen.

    Zurawski hatte seinen Cousin auf Anfrage deutscher Ermittler aufgrund von Fotos identifizieren müssen. Sein Gesicht sei geschwollen und blutig gewesen, und er habe um sein Leben kämpfen müssen, sagte er dem TV-Sender TVN.



  • 15.28 - Italienerin vermisst  

    Laut der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» könnte eine 31-jährige Italienerin unter den Opfern sein.

    Das Handy der jungen Frau sei am Breitscheidplatz gefunden und der Polizei gegeben worden sein. Der italienische Botschafter in Berlin, Pietro Benassi, bestätigt: «Wir sind auf der Suche nach einer Person und haben Gründe, besorgt zu sein.»

    Die junge Frau soll vor ein paar Jahren nach Berlin gezogen sein und hier arbeiten. Sie stammt aus der Stadt Sulmona in den Abruzzen.

    Laut behördlichen Angaben von Dienstag Nachmittag sind erst sechs der mindestens elf Todesopfer identifiziert worden.

  • 15.17 - Kondolenzbuch  

    Bundeskanzlerin Angela Merkel trägt sich aktuell in das Kondolenzbuch ein, das in der Berliner Gedächtniskirche nahe dem Tatort ausliegt. Auch Aussenminister Frank-Walter Steinmeier trug sich ein und zeigte sich erschüttert darüber, «was Menschen Menschen antun.»


  • 14.55 - Bundeskanzlerin besucht Tatort  

    Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und andere Spitzenpolitiker sind jetzt vor Ort am Tatort und gedenken in einer Schweigeminute der Opfer des Anschlags.

    Kanzlerin Merkel legte auch Blumen am Anschlagsort nieder.




    Um 18 Uhr wird es einen Gedenkgottesdienst in der Gedächtniskirche geben.

    Auch die Polizei hielt eine Schweigeminute ab:


  • 14.34 - Live Pressekonferenz BKA  

    Die Generalbundesanwaltschaft informiert jetzt in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen:

    Generalbundesanwalt Peter Frank bestätigt einen terroristischen Hintergrund und äussert Zweifel an der Schuld des Tatverdächtigen: «Wir müssen von Terror-Hintergrund ausgehen.»

    Videoaufnahmen des Anschlagsortes würden aktuell ausgewertet. Bislang seien nur sechs der zwölf Todesopfer identifiziert. Alle seien deutsche Staatsbürger.
    Ob der Täter Unterstützer hatte, sei noch unklar. Auch die Suche nach der Tatwaffe ginge unter Hochdruck weiter.

    Der Generalbundesanwalt: «Wir müssen uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass er nicht der Täter ist oder zur Tätergruppe gehört. Es ist möglich, dass wir heute Abend entscheiden: Er ist es aus unserer Sicht nicht.»

    «Es ist nicht klar, wie viele Täter involviert sind. Das bringt uns in höchste Alarmbereitschaft», sagt der Chef des Bundeskriminalamts.

    Im Bild: Generalbundesanwalt Peter Frank (Screenshot ARD)

  • 14.25 - Putin kondoliert  

    Dem Kreml zufolge hat der russische Staatschef Wladimir Putin der deutschen Bundeskanzlerin Merkel sowie Bundespräsident Joachim Gauck kondoliert:

    «Dieses gegen friedliche Zivilisten verübte Verbrechen schockiert durch seine Brutalität und seinen Zynismus.»

  • 14.10 - Erklärung des Bundespräsidenten  

    Auch Bundespräsident Gauck gibt jetzt eine Erklärung zur Schreckenstat von Berlin ab:

    «Dieser Anschlag gilt uns allen.»

  • 13.12 - Täter möglicherweise polizeibekannt?  

    Der Terrorverdächtige war der Polizei offenbar im Zusammenhang mit Ermittlungen zu einem sexuellen Übergriff bekannt geworden.

    Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen kam es im Juli im Zusammenhang mit einem sexuellen Übergriff des Mannes auch zu Beleidigungen. Einen entsprechenden Eintrag gebe es in der Interpol-Datenbank, dem länderübergreifenden Informationssystem der Polizeien. Auch der Berliner «Tagesspiegel» berichtet, dass gegen den mutmasslichen Täter wegen sexueller Belästigung ermittelt worden sein soll.

  • 13.06 - Mutmasslicher Täter  

    Berliner Polizei – «Wir haben den falschen Mann».

    In der Berliner Polizei geht man laut einem Bericht der «Welt» davon aus, dass es sich bei dem festgenommenen Pakistaner nicht um den Todesfahrer handelt.

    Weiter heisst es: «Der wahre Täter ist noch bewaffnet auf freiem Fuss und kann neuen Schaden anrichten»




    Das will die Zeitung aus ranghohen Sicherheitskreisen erfahren haben. An der Kleidung des festgenommenen Pakistaners seien keine Blutanhaftungen des polnischen Opfers sichergestellt worden.

    Die Berliner Polizei fordert zu erhöhter Wachsamkeit auf:


  • 12.30 - Erklärung des Innenministers  

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière gibt in Berlin eine Erklärung ab:



    Der deutsche Innenminister im Video (Quelle: Tamedia/AFP)

    «Wir haben keinen Zweifel mehr, dass es sich bei dem schrecklichen Ereignis um einen Anschlag gehandelt hat.»

    Laut dem Innenminister sind erst wenige Opfer identifiziert worden. Es gebe aktuell 18 Schwerverletzte: «Wir hoffen und ich bete».

    Der mutmassliche Täter, ein Asylbewerber aus Pakistan, streite die Tat ab. «Die Ermittlungen werden mit Hochdruck geführt», sagte de Maizière weiter. «Wir dürfen uns unseren freiheitlichen verantwortlichen Lebensstil nicht zerstören lassen».

    Thomas de Maizière appelliert an die Bürger:
    «Ich sage aus Überzeugung: Weichen wir nicht zurück. Lassen wir unser Leben nicht von Angst bestimmen. (...) Wir trauern und wir kämpfen um unsere Freiheit.»

    Offizielle Bekennungen zur Tat gibt es laut de Maizière noch nicht.

    Im Bild: Bundesinnenminister Thomas de Maizière an der Medienkonferenz am 20. Dezember 2016 in Berlin. (AFP)

  • 12.12 Uhr - Bedrohungslage  

    Die Bedrohungslage in der Schweiz ändert sich nach dem mutmasslichen Attentat in Berlin nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Derzeit könne kein Bezug der Tat oder der Täterschaft zur Schweiz festgestellt werden. Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) analysiert und beurteilt die Bedrohungslage für die Schweiz laufend, teilte der NDB heute Vormittag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit.

    Basierend auf der Einschätzung des NDB nehmen die zuständigen Polizeikorps laufend Beurteilungen vor. Situative Massnahmen seien bereits nach früheren Ereignissen ergriffen worden. Wo nötig würden zusätzliche Massnahmen wie beispielsweise eine Erhöhung der Präsenz umgesetzt. Die Ereignisse in Berlin bestätigen gemäss der Stellungnahme die Beurteilung des NDB, wonach die terroristische Bedrohung für viele europäische Länder «erhöht» oder gar «hoch» bleibt. (sda)

  • 12.02 Uhr - Mutmasslicher Täter streitet Tat ab  

    Der festgenommene Terror-Verdächtige leugnet die Tat. Der 23 Jahre alte Mann streite bisher alles ab, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Sicherheitskreisen.

    Im Bild: Die Polizei führt den mutmasslichen Täter mit einem weissen Tuch über dem Kopf ab. (TVNewskontor via AP)

  • 11.55 Uhr - War es ein Anschlag?  

    Der Terrorismusforscher Peter Neumann hält einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin für sehr wahrscheinlich. «Die Taktik ist wie in Nizza und es passt in die Strategie des Islamischen Staates», sagte Neumann vom King's College in London der Nachrichtenagentur dpa.

    «US-Geheimdienste haben ausserdem in den vergangenen Wochen vor Anschlägen auf Weihnachtsmärkten gewarnt.» Es passe einfach alles zusammen. «Wenn sich das als Anschlag tatsächlich herausstellen sollte, wäre das keine Überraschung», sagte der aus Deutschland stammende Radikalisierungsforscher.

  • 11.38 - Obama telefoniert mit Merkel  

    US-Präsident Barack Obama hat Angela Merkel die Unterstützung der Vereinigten Staaten bei der Aufklärung der Hintergründe zugesichert.

    Dies teilte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert nach einem Telefonat der beiden Politiker am Dienstagmorgen mit.

    Obama drückte demnach seine tiefe Anteilnahme aus und bat die Kanzlerin, den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl zu übermitteln. Den Verwundeten wünschte er rasche Genesung.

  • 11.25 - Schwerverletzte  

    In einer Medienmitteilung hat die Berliner Charité über den aktuellen Stand informiert. Im Unispital werden einige der Verletzten betreut:

    «An allen drei bettenführenden Standorten der Charité wurde gestern Abend Katastrophenalarm ausgelöst. Die Charité hat insgesamt 16 Patienten an allen drei Standorten aufgenommen. Acht Patienten wurden mit schwersten Verletzungen eingeliefert und werden noch intensivmedizinisch betreut.»

    Psychologen betreuen die überlebenden Opfer und Angehörigen des mutmasslichen Terroranschlags.

    Auch die Bundeswehr hilft bei der Versorgung der Verletzten des Attentats in Berlin.

  • 11.07 - Polnisches Opfer identifiziert  

    Der polnische Speditionsbesitzer hat den Tod seines Fahrers bestätigt, mit dessen Wagen der Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt begangen wurde.

    Er habe seinen Cousin auf einem Polizeifoto identifiziert, sagte Ariel Zurawski im polnischen Fernsehen. «Das Foto ist sehr drastisch», wird der Mann in der «Bild» zitiert.

    Der Frau des Lkw-Fahrers, die am Montag als letzte gegen 15 Uhr mit ihrem Mann telefonisch gesprochen haben soll, wurde es demnach nicht gezeigt. In den Stunden vor der Tat war der Pole nicht mehr zu erreichen. «Er war ein guter Fahrer, einer der letzten guten auf dem Markt», sagte Zurawski. Der Verstorbene hinterlässt seine Frau und ein 17-jähriges Kind.

  • 11.05 - Merkel  

    Die deutsche Bundeskanzlerin gibt eine Erklärung ab:

    «Wir müssen von terroristischem Anschlag ausgehen», sagte sie am Dienstag in Berlin.




    «Ich weiss, dass es für uns alle besonders schwer zu ertragen wäre, wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat», fügte sie hinzu.

  • 11.00 - Weihnachtsmarkt am Alex geschlossen  

    Kurz nach der Öffnung ist am Dienstag der Weihnachtsmarkt am Berliner Alexanderplatz wieder geschlossen worden.

    Twitter-Nutzer und Journalisten veröffentlichten Aufnahmen der geschlossenen Verkaufsstände:


  • 10.47 - Video LKW-Bergung  



    Video: Die Einsatzkräfte der Spurensicherung bergen den LKW (Quelle: Tamedia/Reuters)

  • 10.38 - Polizei erhöht Streifen-Frequenz  

    Die Polizei verstärkt nach dem Vorfall in Berlin ihre Einsatzkräfte. Die Beamten sind mit MP bewaffnet:


  • 10.26 - Schweizer unter den Opfern?  

    Dem EDA liegen zurzeit keine Informationen über Schweizer Opfer vor. Abklärungen dazu sind weiterhin im Gang. Die Schweizer Vertretung in Berlin steht in Kontakt mit den lokalen Behörden.

  • 10.09 - Erschossener unter den Opfern  

    Unter den Toten auf dem Berliner Breitscheidplatz befindet sich laut Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auch eine Person, die erschossen wurde.

    Vermutlich handele es sich um einen polnischen LKW-Fahrer, der allerdings Opfer und nicht Täter sei, sagte Schröter in Potsdam. Schröter berief er sich dabei auf Angaben aus einer Telefonkonferenz der Innenminister der Länder.

  • 10.14 - «Kriegszustand»  

    Deutliche Worte:

    Der Vorsitzende der deutschen Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon, spricht nach dem mutmasslichen Anschlag in Berlin von einem «Kriegszustand».

    Der saarländische Innenminister sagte am Dienstag: «Wir müssen konstatieren, wir sind in einem Kriegszustand, obwohl das einige Leute, die immer nur das Gute sehen, nicht sehen möchten».

    Bouillon kündigte verschärfte Sicherheitsmassnahmen an. Es stehe zu befürchten, dass es Nachahmer gebe. «Wir werden, wo wir es für erforderlich halten, auch mit schwerem Gerät antreten», sagte Bouillon dem Saarländischen Rundfunk. «Das heisst Langwaffen, Kurzwaffen, Maschinenpistolen», auch wenn dies martialisch klinge.

    Auf Weihnachtsmärkten werde die Polizei deutlich Präsenz zeigen und noch am Dienstag mit den Veranstaltern Kontakt aufnehmen, sagte der CDU-Politiker.

  • 09.58 - Merkel spricht  

    Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel will sich am Vormittag zum mutmasslichen Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin äussern.

    Das Bundespresseamt kündigte am Dienstag für 11.00 Uhr eine Erklärung im Kanzleramt in Berlin an.

    Für den Nachmittag hat die mit den Ermittlungen beauftragte Bundesanwaltschaft ebenfalls eine Medienkonferenz angekündigt. Zeit und Ort stünden allerdings noch nicht fest, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Nachrichtenagentur AFP. Weitere inhaltliche Angaben zu dem Vorfall vom Montagabend würden derzeit nicht gemacht.

  • 09.30 - SEK-Einsatz Tempelhof  

    Am frühen Morgen haben Einsatzkräfte der deutschen Behörden, darunter auch Kräfte der Spezialeinheit (SEK) eine grosse Flüchtlingsunterkunft am alten Berliner Flughafen Tempelhof gestürmt.

    Laut Sascha Langenbach, Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten, seien vier junge Männer Ende 20 aus dem Hangar 6 befragt worden. Festnahmen habe es keine gegeben.

    Bis zu 250 Beamte seien ab etwa 3 Uhr früh vor Ort gewesen. Die Lage sei aber ruhig gewesen und die Kräfte seien später reduziert worden. Um 8 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.

  • 09.16 - LKW entführt?  

    Polnischen Medienberichten zufolge könnte der Laster am Nachmittag in Berlin entführt worden sein. Darauf wiesen GPS-Daten hin.

    Diese hätten ergeben, dass der LKW ab etwa 16 Uhr mehrmals gestartet worden sei, berichtete der Sender TVN24 unter Berufung auf die betroffene polnische Spedition bei Gryfino in der Nähe von Stettin. Dabei könnte es sich um Versuche eines mutmasslichen Entführers gehandelt haben, den LKW zu steuern, vermuteten polnische Medien.

    Gegen 19.45 Uhr habe der Wagen seinen Standort in Berlin endgültig verlassen. Demnach hatte der LKW seit etwa Montagmittag vor einer Berliner Firma geparkt. Es sei geplant gewesen, aus Italien transportierte Stahlkonstruktionen Dienstagfrüh dort auszuladen, sagte der Spediteur dem Sender. Der polnische Fahrer war demnach sein Cousin. Er sei seit etwa 16 Uhr nicht mehr telefonisch erreichbar gewesen.

  • 09.12 - Polizei bittet um Hilfe  


  • 09.06 - LKW-Fahrer in Karlsruhe  

    Nach Informationen der Zeitung «Bild» ist der Terror-Verdächtige von Berlin mittlerweile zur Bundesanwaltschaft nach Karlsruhe überführt worden.

    Nach Informationen des «Spiegel» ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen Mordes und einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

  • 08.45 - Mutmasslicher Täter abgeführt  



    Video: Der mutmassliche Täter von Berlin wurde abgeführt. (Quelle: Tamedia/Welt)

  • 08.27 - Ermittlungen und Trauerbeflaggung  

    «Wir trauern zusammen» heisst es in einem Tweet des deutschen Innenministeriums. Minister Thomas de Maizière hat bundesweit eine Trauerbeflaggung angeordnet.




    Derweil hat der Generalbundesanwalt das BKA mit den Ermittlungen zu dem Fall beauftragt:








  • 08.25 - Das Neuste zum Täter  

    Der Berliner Tatverdächtige ist nach Erkenntnissen der deutschen Behörden wohl über die Balkanroute nach Deutschland eingereist. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Sicherheitskreisen.

    Die genaue Identifizierung sei auch deswegen schwierig, weil der Verdächtige mehrere Namen benutzt haben soll.

  • 08.16 - Mutiger Zeuge  

    Laut einem Bericht der «Welt» hat der mutige Einsatz eines Zeugen zur Verhaftung des nach der Tat flüchtigen Lastwagen-Fahrers geführt.

    Der Zeuge habe den mutmasslichen Täter verfolgt und sei dabei ständig in Kontakt mit der Notrufzentrale gewesen. Schliesslich sei es der Polizei gelungen, den Fahrer an der Siegessäule festzunehmen.

    «Mit Hilfe dieses Zeugen war es uns möglich, den Verdächtigen zu fassen», so ein Berliner Polizist zur «Welt».



  • 07.58 - Die Todesfahrt  

    Diesen Weg fuhrt der Lastwagen:


  • 07.50 - SEK stürmt Flughafen  

    Nach Informationen der «Welt» hat ein Berliner Spezialeinsatzkommando heute Morgen gegen vier Uhr einen Hangar am alten Flughafen Tempelhof gestürmt. Dort soll der Terror-Verdächtige nach Medien-Informationen in einer Flüchtlingsunterkunft gelebt haben.

    Möglicherweise gibt es eine Spur zu den Hintergründen des mutmasslichen Terroranschlags.

    Von der Polizei gibt es bisher keine Stellungnahme zu dem Bericht. Welche Verbindung zwischen dem Hangar und dem mutmasslichen Täter besteht, ist derzeit unklar.

  • 07.00 Uhr - Video  



    Video: Was wir bis jetzt zur Todesfahrt in Berlin wissen (Quelle: Tamedia/Reuters/AFP)

  • 07.21 - Der Täter  

    Laut «Bild»-Informationen soll der Festgenommene mutmassliche Fahrer aus Pakistan am 31. Dezember 2015 in Passau nach Deutschland eingereist sein. Er sei der den Behörden wegen geringfügiger Delikte bekannt gewesen.

    Zur Herkunft des Fahrers gibt es derzeit keine offiziellen Angaben. Von unterschiedlichen Spekulationen wurde bislang keine bestätigt.

  • 07.15 - Parallelen zu Nizza  

    Der Bürgermeister von Nizza zieht Parallelen zur Todesfahrt eines Lastwagen-Fahrers am 14. Juli des vergangenen Jahres in Südfrankreich:

    «Gleiche Vorgehensweise. Gleiche blinde Gewalt. Gleicher Hass auf glückliche Menschen», schrieb Philippe Pradal von der republikanischen Partei in der Nacht zum Dienstag auf Twitter.


  • 07.10 - Trauer im Netz  

    «Ich bin ein Berliner» – Die berühmten Worte John F. Kennedys an seinem Berlin-Besuch im Sommer 1963. Unter dem Hashtag «ichbineinberliner» trauern jetzt Menschen weltweit um die Opfer von Berlin:




  • 06.55 - Bergung des LkW  

    Die Berliner Polizei birgt derzeit den Lastwagen, wie die Behörden auf Twitter bekannt geben:


  • 06.01 Uhr - es war Absicht  

    Nach der Todesfahrt eines Lastwagens auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche geht die Polizei von einem Anschlag aus. «Unsere Ermittler gehen davon aus, dass der LKW vorsätzlich in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gesteuert wurde», teilte die Berliner Polizei am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Dabei waren am Montagabend zwölf Menschen getötet und 48 weitere verletzt worden.

    «Alle polizeilichen Massnahmen zu dem vermutlich terroristischen Anschlag am Breitscheidplatz laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt», schrieb die Berliner Polizei.


  • 04.16 Uhr - Toter im LkW nicht der Fahrer  

    Die Polizei hat mitgeteilt, dass der im Lkw tot aufgefundene Mann mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht der Fahrer des Lastwagens ist. Der polnische Staatsbürger starb vor Ort.


  • 04.00 Uhr - Pressekonferenz um 13 Uhr  

    Gemäss einer Mitteilung wollen am Mittag um 13 Uhr Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Innensenator Andreas Geisel die Öffentlichkeit über die Lage informieren. Dabei werde es um die aktuellen Erkenntnisse und Umstände bei dem Vorfall auf dem Breitscheidplatz gehen.

    An der Pressekonferenz sollen auch Landesbranddirektor Wilfried Gräfling und Polizeipräsident Klaus Kandt anwesend sein. Ebenso werde ein Vertreter der Berliner Generalstaatsanwaltschaft dazukommen.

    Der Berliner Senat tritt bereits um 11.30 Uhr zusammen.

  • 02.40 Uhr - Toter stammt aus Polen  

    Die Berliner Polizei bestätigt, dass es sich beim im Lkw tot aufgefundenen Mann um einen polnischen Staatsbürger handelt. Es gibt jedoch keine Angaben dazu, ob dieser der eigentliche und seit Nachmittag vermisste Lkw-Fahrer ist.

  • 02.28 Uhr - LkW-Firma meldet sich  

    Ein Vertreter des Lkw-Unternehmens hat die Vermutung geäussert, dass jemand am Montag mehrfach geübt hat, das Fahrzeug zu starten. Der leitende Speditionsmitarbeiter Lukasz Wasik sagte dem Internetportal money.pl, jemand habe den Laster am Montag mehrfach gestartet. «Es ist, als hätte jemand geübt, ihn zu fahren», sagte Wasik.

    Eigentlich habe der Laster am Montag stehen bleiben sollen, um auf seine Entladung am Dienstag zu warten, führte Wasik aus. Nach den von ihm überprüften GPS-Daten aus dem Lastwagen habe jemand aber um 15.44 Uhr den Motor gestartet und weitere Male um 16.52 Uhr und um 17.37 Uhr. Der Lastwagen sei aber nicht weggefahren. Um 19.34 Uhr habe sich der Lkw aber dann in Gang gesetzt. Gegen 20.00 Uhr war das Fahrzeug in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast.

  • 02.08 Uhr - 12 Tote  

    Nach dem mutmasslichen Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Kurfürstendamm ist die Zahl der Todesopfer auf zwölf gestiegen. Das teilte die Polizei Dienstagfrüh über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit. Es gibt demnach 48 Verletzte. Einige von ihnen seien schwer verletzt, hiess es in der Mitteilung.


  • 01.55 Uhr - viele Verletzte  

    Die Verletzungsgrade der 45 Personen sind sehr unterschiedlich – von Prellungen, Brüchen bis hin zu schweren inneren Verletztungen und Traumata. Noch ist unklar, ob alle Verletzten die Nacht überstehen werden. Gemäss «Welt» schweben fünf Personen noch in Lebensgefahr.

    Ab 11.30 Uhr wird in der Gedächntniskirche in Berlin ein Kondolenzbuch ausgelegt und für 18 Uhr ist ein Trauergottesdienst geplant.

  • 01.25 Uhr - LkW-Besitzer meldet sich  

    Der Lastwagens hat ein polnisches Kennzeichen, wie die Polizei bestätigt.

    In einem Interview mit einem polinischen Fernseher macht sich der Lkw-Besitzer Sorgen um seinen Fahrer. «Ich würde meine Hand ins Feuer legen, dass es nicht mein Fahrer war.» Zu seinem Angestellten hat er seit Nachmittag keinen Kontakt. «Er antwortet einfach nicht.»


  • 01.16 Uhr - Trump twittert  

    Der künftige US-Präsident Donald Trump hat nahegelegt, dass «islamistische Terroristen» hinter der Tat stecken. «Unsere Herzen und Gebete sind bei den Angehörigen der Opfer der heutigen schrecklichen Terrorattacke in Berlin», erklärte Trump am Montag. «Unschuldige Zivilisten wurden auf der Strasse ermordet, als sie sich auf das Weihnachtsfest vorbereiteten.»

    Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und «andere islamistische Terroristen schlachten fortwährend Christen in ihren Gemeinden und Andachtsorten ab als Teil ihres globalen Dschihad», fügte Trump hinzu.




    Nach Angaben der deutschen Sicherheitsbehörden steht noch nicht fest, ob es sich bei dem Vorfall auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin um einen Unfall oder ein Attentat handelt.

  • 00.45 Uhr - Fahrer ein Flüchtling aus Pakistan?  

    Die «Welt» ergänzt ihre Angabe, wonach es sich beim mutmasslichen Lkw-Fahrer um einen Pakistani handeln soll. Gemäss Informationen der Zeitung sei er als Flüchtling am 16. Februar 2016 nach Deutschland gekommen. Laut einem Polizeisprecher ist der tote Beifahrer polnischer Nationalität.

    Diese Informationen sind noch nicht bestätigt. Die Polizei hat keine offiziellen Angaben zu den Nationalitäten des Täters und des Beifahrers gemacht.

  • 00.33 Uhr - Polizei informiert über Twitter  

    Die Berliner Polizei hat auf Twitter kommuniziert, dass die Feuerwehr ihren Rettungseinsatz beendet habe. Insgesamt seien 45 Personen zum Teil schwer verletzt hospitalisiert.


  • 00.12 Uhr – kein IS-Bekenntnis  

    Die Terrormiliz «Islamischer Staat» hat sich entgegen kursierender Gerüchte bislang weder zum Vorfall geäussert, noch sich dazu bekannt.




    Die Chefin von «Site Intel», einer Organisation zur Terrorismusbekämpfung, gibt dazu zu bedenken, dass sich der IS wohl kaum zu einem Anschlag bekennen würde, solange ihr Anhänger lebt und sich in Polizeigewahrsam befindet.


  • 00.04 Uhr - der Innenminister  

    Die Hintergründe des Vorfalls sind nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) weiter unklar. «Ich möchte jetzt noch nicht das Wort Anschlag in den Mund nehmen, obwohl viel dafür spricht», sagte de Maizière am Montagabend in der ARD. Ein Verdächtiger werde vernommen.

  • 23.45 Uhr  

    Der tote Beifahrer ist laut einem Polizeisprecher Pole, berichtet die «Welt». Der mutmassliche Täter soll pakistanischer Nationalität sein. Zunächst hiess es, er sei Tschetschene.

  • 23.22 Uhr  

    Etwa 20 Menschen sind in Krankenhäuser gebracht worden. Das sagte ein Sprecher der Feuerwehr, die in Berlin auch für Krankentransporte zuständig ist. Die übrigen der insgesamt laut Polizei etwa 50 Verletzten seien «eher seelisch verletzt», sagte der Sprecher weiter.

  • 22.59 Uhr - die Speditionsfirma  

    Deutsche Medien – allen voran «Spiegel Online» – haben die Speditionsfirma des LKW ausfindig gemacht. Demnach sei auf der Facebook-Seite des Spediteurs Ariel Zurawski ein Lastwagen zu sehen, der das gleiche Kennzeichen habe.

    Der Spediteur habe in einem Interview mit dem polnischen Fernsehsender TVN24 gesagt, sein Cousin habe den Lkw gefahren. Er habe gegen Mittag mit ihm telefoniert. Er könne sich nicht vorstellen, dass sein Cousin einen Anschlag verübt haben soll. «Ich kenne ihn seit meiner Kindheit. Ich bürge für ihn», sagte Zurawski der Nachrichtenagentur AFP am Telefon.

    Zurawski gehe von einer Entführung des Lkw aus. Auch die Frau des Fahrers habe ihren Mann nach 16 Uhr nicht erreichen können.

    Diese Recherchen wurden von den Behörden noch nicht bestätigt.

  • 22.53 Uhr - das Video  


    Blick von oben auf die Szene auf dem Weihnachtsmarkt. (19. Dezember 2016) Video: Storyful

  • 22.49 Uhr - Anschlag?  

    Die deutschen Sicherheitsbehörden haben noch keine Klarheit über die Hintergründe des möglichen Anschlags. Fest stehe noch nichts, aber vieles spreche für eine islamistische Attacke, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Sicherheitskreisen.

  • 22.40 Uhr - Info auf Facebook zu Angehörigen  

    Die Polizei hat auf den Sicherheitscheck des Onlinenetzwerks Facebook hingewiesen.




    Mit dem sogenannten Safety Check Up können Nutzer ihre sämtlichen Facebook-Kontakte in Sekundenschnelle mit der Botschaft erreichen, dass sie sich in Sicherheit befinden. Ursprünglich wurde die Anwendung für Naturkatastrophen entwickelt. Facebook sorgt dafür, dass Nutzer in einem Katastrophengebiet auf die Möglichkeit solcher Nachrichten hingewiesen werden.

  • 22.33 Uhr - der Aussenminister  

    Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich entsetzt über den möglichen Anschlag mit neun Toten auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Kurfürstendamm geäussert. «Ich bin tief erschüttert über die schrecklichen Nachrichten von den Ereignissen an der Berliner Gedächtniskirche», erklärte Steinmeier nach dem Vorfall am Montagabend. «Mein tief empfundenes Mitgefühl ist mit den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer», schrieb Steinmeier weiter.

  • 22.17 Uhr - keine weitere Bedrohung  

    Die Polizei meldet, dass es «keine Indizien» auf weitere Bedrohungen für die Bevölkerung gebe. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

  • 22.05 Uhr - Schweizer NDB  

    Der Schweizer Nachrichtendienst NDB steht laut der Bundespolizei (Fedpol) mit den deutschen Behörden im Austausch. Die Gefährdungslage werde laufend überprüft, sagt eine Fedpol-Sprecherin auf Anfrage von Bernerzeitung.ch/Newsnet. Wegen der Anschläge in Europa in den letzten Monaten sei sie auch hierzulande «erhöht».

  • 21.58 Uhr - Festnahme  

    Jetzt ist die polizeiliche Bestätigung hier: Der mögliche Fahrer des Lkw sei festgenommen worden. Es sei ein Mann, bei dem es sich offenbar um den Fahrer handle, gefasst worden, sagte eine Polizeisprecherin am Montagabend. Der Beifahrer sei tot.

  • 21.45 Uhr - Zürcher Weihnachtsmarkt  

    Nach dem mutmasslichen Anschlag in Berlin ist der Weihnachtsmarkt in Zürich wie leergefegt.

  • 21.43 Uhr - «Bleiben Sie zu Hause»  

    Die Polizei hat die Bewohner der Hauptstadt zur Ruhe aufgefordert. «Bleiben Sie zu Hause und verbreiten Sie keine Gerüchte», schrieb die Polizei am Montagabend auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter.


  • 21.38 Uhr  

    Deutsche Medien berichten, dass es sich bei der festgenommenen Person um den Chauffeur handle. Der Beifahrer sei tot.

  • 21.36 Uhr  

    An Polizeisprecher hat nähere Angaben zum Vorfall gemacht. Demnach war der Sattelzug von der Seite Kantstrasse/Budapester Strasse in der Nähe des Bahnhofs Zoo kommend mehrere Meter über den Weihnachtsmarkt gerast. Danach sei er zurück auf die Budapester Strasse gefahren und dort zum Stehen gekommen.

  • 21.31 Uhr  

    Der LKW hatte ein polnisches Nummernschild aus der Stadt Danzig. Es handelt sich um einen Sattelschlepper mit sehr langem Auflieger, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

  • 21.20 Uhr  

    Der Fahrer des Lastwagens befindet sich möglicherweise auf der Flucht: Das Führerhaus des Sattelschleppers sei von der Polizei leer aufgefunden worden, sagte der Sprecher. Es sei inzwischen eine Person aufgegriffen worden, sie werde derzeit überprüft.


    «Wir klären zurzeit, ob es sich bei der Person tatsächlich um den LKW-Führer handelt»: Das erste Statement der Polizei. (19. Dezember 2016) Video: N24/Youtube

  • 21.13 Uhr  

    Die Berliner Polizei hat auf Twitter bestätigt, dass mindestens 9 Menschen gestorben sind.


  • 21.05 Uhr  

    Laut Polizei wurden mehrere Menschen getötet. Es gebe mindestens 50, zum Teil schwer Verletzte, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Montagabend der Nachrichtenagentur AFP.

  • 21.01 Uhr  

    Nach Informationen der «Welt» gab es seit mehreren Tagen Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin.

  • Ausgangslage  

    In Berlin ist ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz bei der Gedächtniskirche gerast. Die Polizei gehe von einem Anschlag aus, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur dpa.

    Der Vorfall erinnert an die Amokfahrt von Nizza. Dort raste am Abend des 14. Juli Mohamed Lahouaiej Bouhlel mit einem gemieteten Lieferwagen über die Strandpromenade. 84 Menschen wurden getötet.

(NXP/sda/afp)

(Erstellt: 24.12.2016, 11:00 Uhr)

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Die Terrormiliz IS hat ein Video veröffentlicht, das Anis A. zeigen soll, der europäischen «Kreuzfahrern» Rache schwört. Mehr...

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Die Welt in Bildern

Ei, was für eine Farbenpracht: In der Schlögl-Ei Fabrik im österreichischen Drassmark werden hartgekochte Eier für Ostern mit Farbe besprüht (23. März 2017).
(Bild: Leonhard Foeger) Mehr...