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«Alles, was wir geerntet haben, ist der Tod unserer Gemeinschaft»

Aktualisiert am 14.04.2011 6 Kommentare

Die erste Jahresversammlung von BP seit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wurde durch Proteste gestört. Die wütenden Fischer reisten extra über den Atlantik, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Protest mit Ölverschmiertem Gesicht: Die Texanerin Diana Wilson.

Protest mit Ölverschmiertem Gesicht: Die Texanerin Diana Wilson.
Bild: Keystone

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Chronologie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Chronologie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Am 20. April 2010 ging die Deepwater Horizon in Flammen auf. Es kam zur grössten Ölkatastrophe aller Zeiten.

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Bei der ersten Jahreshauptversammlung des Ölriesen BP (BPAM 4.999 1.52%) seit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor einem Jahr haben etwa hundert Fischer aus den USA und britische Arbeiter ihrer Wut über den Konzern Luft gemacht.

Sie demonstrierten heute in London unter einem Banner mit der Aufschrift «Schande über BP». Beteiligt waren insbesondere Fischer aus den Bundesstaaten Louisiana und Texas.

«Wir sind ruiniert»

Byron Encalade, Vorsitzender der Vereinigung der Austernfischer von Louisiana, sagte, er sei eigens über den Atlantik gereist, um seinen Ärger über die Verzögerung der Entschädigungszahlungen kundzutun. Wissenschaftlern zufolge werde es zehn Jahre dauern, bis sich die Austernkulturen von den Schäden erholt hätten. «Wir sind ruiniert».

Die Texanerin Diana Wilson protestierte mit ölverschmiertem Gesicht. «Wir haben fünf Generationen gearbeitet - und alles, was wir geerntet haben, ist der Tod unserer Gemeinschaft», sagte sie und fügte hinzu: «Ich bin sauer». Obwohl sie BP-Aktionärin sei, sei ihr den Zutritt zur Hauptversammlung verwehrt worden.

Auch die anderen Demonstranten versuchten vergeblich, in das Gebäude hereinzukommen. Britische Arbeiter protestierten ausserdem gegen die Beschäftigungspolitik von BP.

130'000 Personen klagen

Die Ölplattform «Deepwater Horizon» war am 20. April explodiert. Bei der Katastrophe kamen elf Menschen ums Leben. Millionen Liter Erdöl flossen ins Meer, hunderte Kilometer Strände und Feuchtgebiete an den Küsten wurden kontaminiert.

Es war die grösste Ölpest in der Geschichte der USA. Mehr als 130'000 Menschen verklagten den Konzern auf Entschädigung. BP hat nach eigenen Angaben 20 Milliarden Dollar für Entschädigungszahlungen zur Seite gelegt.

(mrs/sda)

Erstellt: 14.04.2011, 18:45 Uhr

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6 Kommentare

Flurin Schwerzmann

14.04.2011, 19:15 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Hoffentlich ist nun schlussendlich allen klar, dass wir vom Öl weg müssen. Und zwar jetzt!
(Lösungen dafür lesen sie bitte bei der GLP nach!)
Antworten


Boris Scavezzon

14.04.2011, 23:24 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Schlimm an diesem Unglück war doch, dass dies einzig und allein geschah, damit BP ein paar Dollar mehr einstecken konnte. Kein Tsunami, kein Erdbeben und mindestens solche Unfälle müssen wirklich nicht geschehen. Die staatlichen Aufsichtsbehörden sollten unabhängig sein. Eigentlich etwas selbstverständliches könnte man meinen. Was Menschen nicht alles für eine Handvoll Dollar riskieren... Antworten



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