«Alles, was wir geerntet haben, ist der Tod unserer Gemeinschaft»
Aktualisiert am 14.04.2011 6 Kommentare
Bildstrecke
Dossiers
Artikel zum Thema
- BP und Rosneft kämpfen weiter um Arktis-Deal
- Beängstigende Beobachtungen
- Bildstrecke: BP-Ölkatastrophe
- Neue Millionen für die Opfer der Ölkatastrophe
- Prozess um Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verschoben
- BP fordert 20 Milliarden Dollar Entschädigung
Stichworte
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Bei der ersten Jahreshauptversammlung des Ölriesen BP (BPAM 4.999 1.52%) seit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor einem Jahr haben etwa hundert Fischer aus den USA und britische Arbeiter ihrer Wut über den Konzern Luft gemacht.
Sie demonstrierten heute in London unter einem Banner mit der Aufschrift «Schande über BP». Beteiligt waren insbesondere Fischer aus den Bundesstaaten Louisiana und Texas.
«Wir sind ruiniert»
Byron Encalade, Vorsitzender der Vereinigung der Austernfischer von Louisiana, sagte, er sei eigens über den Atlantik gereist, um seinen Ärger über die Verzögerung der Entschädigungszahlungen kundzutun. Wissenschaftlern zufolge werde es zehn Jahre dauern, bis sich die Austernkulturen von den Schäden erholt hätten. «Wir sind ruiniert».
Die Texanerin Diana Wilson protestierte mit ölverschmiertem Gesicht. «Wir haben fünf Generationen gearbeitet - und alles, was wir geerntet haben, ist der Tod unserer Gemeinschaft», sagte sie und fügte hinzu: «Ich bin sauer». Obwohl sie BP-Aktionärin sei, sei ihr den Zutritt zur Hauptversammlung verwehrt worden.
Auch die anderen Demonstranten versuchten vergeblich, in das Gebäude hereinzukommen. Britische Arbeiter protestierten ausserdem gegen die Beschäftigungspolitik von BP.
130'000 Personen klagen
Die Ölplattform «Deepwater Horizon» war am 20. April explodiert. Bei der Katastrophe kamen elf Menschen ums Leben. Millionen Liter Erdöl flossen ins Meer, hunderte Kilometer Strände und Feuchtgebiete an den Küsten wurden kontaminiert.
Es war die grösste Ölpest in der Geschichte der USA. Mehr als 130'000 Menschen verklagten den Konzern auf Entschädigung. BP hat nach eigenen Angaben 20 Milliarden Dollar für Entschädigungszahlungen zur Seite gelegt.
(mrs/sda)
Erstellt: 14.04.2011, 18:45 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
6 Kommentare
Schlimm an diesem Unglück war doch, dass dies einzig und allein geschah, damit BP ein paar Dollar mehr einstecken konnte. Kein Tsunami, kein Erdbeben und mindestens solche Unfälle müssen wirklich nicht geschehen. Die staatlichen Aufsichtsbehörden sollten unabhängig sein. Eigentlich etwas selbstverständliches könnte man meinen. Was Menschen nicht alles für eine Handvoll Dollar riskieren... Antworten
Ausland
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



Bitte warten

