Warnung für die G-20: 1933 scheiterte ein ähnlicher Gipfel spektakulär
Aktualisiert am 01.04.2009 3 Kommentare
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Mehr als 1000 Delegierte kamen am 12. Juni 1933 im Geologischen Museum zusammen, um eine Rede des britischen Königs Georg V. zu hören, die auch noch, um ihre Bedeutung zu unterstreichen, über das modernste Medium der Zeit - das Radio - in alle Welt ausgestrahlt wurde. Sechs Wochen später war die Weltwirtschaftskonferenz gescheitert.
Dies könnte eine Mahnung und Warnung für die Staats- und Regierungschefs der G-20 sein, die am Donnerstag in London zusammenkommen. Der Tagungsort, das Konferenzzentrum ExCel, liegt nur wenige Kilometer vom Geologischen Museum entfernt, das heute Teil des Naturhistorischen Museums ist.
Im Jahr 1933 gab es keine grösseren Abkommen, stattdessen vertagte man sich und wies sich gegenseitig die Schuld zu. Es gibt natürlich erhebliche Unterschiede zwischen damals und heute, in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Historiker haben inzwischen auch ein besseres Verständnis davon, wie zum Beispiel das Festhalten an ausgewogenen Haushalten und die Erhöhung der Importzölle alles nur noch schlimmer gemacht haben.
Gegenseitige Vorwürfe
Die Konferenz von 1933 kann aber ein Beispiel dafür sein, was alles schief gehen kann, wenn die Diplomatie in aller Öffentlichkeit stattfindet, wie die Historikerin Patricia Clavin vom Jesus College der Universität Oxford erklärt. Noch Jahre später machten sich die USA, Grossbritannien und Frankreich gegenseitig Vorwürfe, wer für das Scheitern der Konferenz verantwortlich war.
Auch Nazi-Deutschland hätte gewusst, dass Grossbritannien und die USA praktisch nicht kooperierten, erklärt Clavin, Autorin des Buchs «The Great Depression in Europe, 1929-1939». Dies sei eine möglicherweise gefährliche Kombination angesichts der deutschen Ambitionen gewesen.
Eigennutz brachte den Gipfel zum Scheitern
Eines der grossen Probleme war damals, dass die politischen Führer trotz aller verbalen Bekenntnisse nicht bereit waren, auf eine Wirtschaftspolitik zu verzichten, von der sie dachten, dass sie ihrem Land nützt. Das war vor allem auch eine Währungspolitik, die auf die Abwertung der eigenen Währung setzte, um den Export zu fördern. Auf eine gemeinsame Politik in dieser Hinsicht konnte man sich damals nicht einigen.
Das Scheitern der Konferenz beeindruckte aber einige Diplomaten niedrigeren Ranges so sehr, dass sie daran gingen, die internationale Zusammenarbeit in der Finanzpolitik zu institutionalisieren, was dann 1944 mit der Konferenz von Bretton Woods in New Hampshire geschah. Dort wurden der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank ins Leben gerufen, heute zwei der wichtigsten Finanzinstitutionen auf der Welt. (bru/David McHugh/ap)
Erstellt: 01.04.2009, 08:37 Uhr
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Die Aufgabe gleicht der Quadratur des Kreises. Entweder die Staaten machen zu hohe Schulden und die Staatsschuldenblase wird enorm groß oder die Unterstützung der Wirtschaft fällt zu klein aus, um überhaupt etwas bewirken zu können. Richtig wäre: Offenlegung der Summen der toxischen Wertpapiere und im gleichen Ausmaß eine Währungsreform. Alles andere verschiebt die Probleme in die Zukunft. Antworten
