Ausland
Die 134 Milliarden Franken sind «Fälschungen»
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Dies sagt jedenfalls Stephen Meyerhardt, Sprecher des US Bureau of Public Dept., einer Abteilung des Finanzministeriums laut «LA Times». Und begründet: «Basierend auf den Fotos, die wir im Internet gesehen haben, schauen diese Papiere nicht annähernd wie Staatsobligationen aus.» Der Nennwert liege zudem weit über dem, was realistisch sein könnte. Laut Medienberichten werden die Abklärungen fortgeführt.
134 Milliarden Dollar, das sind rund 145 Milliarden Franken. Also mehr als ein Viertel des Schweizerischen Bruttoinlandprodukts von aktuell rund 520 Milliarden Franken. Wenn die Bonds echt wären oder gewesen wären, dann wären diese beiden Männer (oder ihre Hintermänner) die viertgrössten Gläubiger der USA.
Nichts zu verzollen
Dem italienischen Zoll gingen die beiden Japaner vor rund einer Woche an der Schweizer Grenze ins Netz. Wie die italienische Finanzpolizei mitteilte, waren die beiden rund 50 Jahre alten Männer mit dem Zug von Italien in die Schweiz unterwegs. Als sie im Grenzort Chiasso von italienischen Zollbeamten kontrolliert wurden, gaben die Männer an, nichts zu verzollen zu haben.
Die Beamten kontrollierten trotzdem ihr Gepäck – und stiessen unter einem doppelten Boden ihres Koffers auf 249 Anleihescheine der US-Notenbank Fed im Nennwert von je 500 Millionen Dollar sowie zehn sogenannte Kennedy-Anleihen zu je einer Milliarde Dollar. Die beiden Schmuggler wurden festgenommen. Sollten die Papiere echt sein, müssen die Männer den Angaben zufolge mit einer Geldbusse von 38 Milliarden Dollar rechnen.
Grundsätzlich ist es nicht strafbar, Geld über die Grenze zu schaffen. Bargeld und andere Bankdokumente wie Schecks, Aktien oder Anleihen, die über eine EU-Aussengrenze ein- oder ausgeführt werden, müssen ab einem Betrag von 10'000 Euro aber beim Zoll angemeldet werden.
Erstellt: 19.06.2009, 10:08 Uhr
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