Sri Lanka zieht Ausweisung zurĂĽck

Die Schweizer Korrespondentin von Radio DRS, Karin Wenger, die über die Präsidentschaftswahl berichtet hatte, muss das Land doch nicht verlassen.

Darf weiter berichten: Karin Wenger.

Darf weiter berichten: Karin Wenger. (Bild: karinwenger.ch)

Die Regierung in Colombo zog die Anordnung zurück, dass die Journalistin ausreisen müsse. Ursprünglich sollte Karin Wenger das Land bis am (morgigen) Montag verlassen haben. Ein Sprecher der srilankischen Regierung erklärte am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass «falsche Informationen» zum Entscheid geführt hätten.

Ein Mitglied der Regierung hatte die Radiofrau öffentlich kritisiert, weil sie Regierungsvertretern an einer Medienkonferenz kritische Fragen gestellt hatte. Dabei ging es um Unstimmigkeiten bei der Präsidentschaftswahl vom Dienstag.

Kritik an Wahlen

Menschenrechtler hatten die Rechtmässigkeit des Urnenganges angezweifelt, die der bisherige Präsident Mahinda Rajapakse gewonnen hatte.

Das Informationsdepartement der Regierung Sri Lankas hatte Wenger ursprĂĽnglich eine Akkreditierung und ein Visum bis zum 17. Februar ausgestellt. Wenger ist Korrespondentin von Radio DRS in Neu Delhi. (cpm/sda)

Erstellt: 31.01.2010, 14:39 Uhr

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