Neuer Verteidigungsminister auf Truppenbesuch
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Bei der Landung in der Hauptstadt Kabul wurde Karl-Theodor zu Guttenberg vom deutschen Botschafter Werner Hans Lauk begrüsst. Anschliessend wollte er mit Präsident Hamid Karzai zusammenkommen, der sich nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl mit internationaler Kritik an seiner Regierung konfrontiert sieht. Erste Station ist das Hauptquartier der internationalen Schutztruppe ISAF in Kabul.
Auf der Tagesordnung des zuvor nicht angekündigten Besuchs stand auch eine Unterredung mit US-Kommandeur Stanley McChrystal. Die US-Regierung überprüft zurzeit ihre künftige Afghanistan-Strategie. Guttenberg will auch mit Soldaten der Bundeswehr zusammentreffen. Deutschland hat mehr als 4000 Soldaten in Afghanistan stationiert, die meisten von ihnen im Norden des Landes.
Stockt auch Deutschland auf?
Im Bundestag hatte Guttenberg die Situation in Afghanistan am Dienstag erneut als kriegsähnlich charakterisiert. Die Soldaten stünden häufig in zum Teil intensiven Gefechten, sagte Guttenberg. Gefahr, Verwundung und auch Tod seien allgegenwärtig. «Das dürfen wir nicht mit bürokratischen Formeln weichzeichnen.»
Der Bundestag entscheidet im Dezember über die Verlängerung des Mandats für die Beteiligung der Bundeswehr an der ISAF. Derzeit sind 4520 deutsche Soldaten am Hindukusch stationiert. Die Obergrenze des Mandats beläuft sich auf 4500 Mann.
(cpm/ap)
Erstellt: 12.11.2009, 09:42 Uhr
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