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Japans Lebenslüge beim Walfang

In Tokio stehen zwei Greenpeace-Aktivisten vor Gericht, die mit «sichergestelltem» Walfleisch belegen wollten, dass Japans Walfänger die Steuerzahler betrügen.

Die Jagd diene der Wissenschaft: Mit dieser Behauptung rechtfertigen Japans Walfänger die Fischerei.

Die Jagd diene der Wissenschaft: Mit dieser Behauptung rechtfertigen Japans Walfänger die Fischerei. (Bild: Keystone)

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Thunfisch-Verbot

Japan stellt sich quer

Japan will sich nicht an ein mögliches Verbot des Thunfisch-Fangs halten, wie es zur Zeit von den Vertragsstaaten des Weltartenschutzabkommens (CITES) diskutiert wird. Notfalls werde seine Regierung eigene Fanggebiete deklarieren, sagte der stellvertretende Fischereiminister Masahiko Yamada am Freitag in Tokio.

Naturschützer warnen davor, dass der Blauflossen-Thunfisch (Thunnus thynnus) bald vom Aussterben bedroht ist, wenn die Jagd auf ihn im derzeitigen Ausmass weiter andauert. Vom 13. bis 25. März beraten die 175 CITES-Staaten in Katar über einen Vorschlag von Monaco, die Art unter einen strikten Schutz zu stellen und den internationalen Handel mit diesem Fisch zu verbieten. Dazu ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitgliedsstaaten erforderlich. Die EU-Kommission hat sich ebenso wie die USA für ein Verbot ausgesprochen. Vorbehalte gibt es allerdings noch in Griechenland, Italien, Spanien und Malta.

In Japan ist Thunfisch ein zentraler Bestandteil von Sushi und Sashimi. Die auch international steigende Nachfrage hat dazu geführt, dass die Thunfisch-Bestände im Ostatlantik und im Mittelmeer von 1997 bis 2007 um 60 Prozent dezimiert wurden. (ddp)

Junichi Sato und Toru Suzuki von Greenpeace Japan stahlen im Mai 2008 eine Kiste Walfleisch, um nachzuweisen, dass die Walfänger den Steuerzahler betrügen. Sie hofften, das japanische Volk damit gegen den Walfang zu mobilisieren, der ohne massive staatliche Zuschüsse nicht weiterzuführen wäre. Doch die beiden hatten sich verrechnet. Zwar begann die Polizei auf ihren Hinweis zu ermitteln, doch im Juni 2008 stellte sie ihre Untersuchungen ein und verhaftete die Aktivisten. Am Montag nimmt ein Bezirksgericht in Tokio den im Februar unterbrochenen Prozess gegen Junichi Sato und Toru Suzuki wieder auf. Den beiden droht sechs Monate Gefängnis, sie beteuern ihre Unschuld.

Japan betreibt seit Ende des Zweiten Weltkriegs Fernwalfang, vor allem im Südpazifik. Seit 1986 das internationale Walfangmoratorium in Kraft trat, deklariert es den Fang als wissenschaftliche Forschung. Zuvor gab es in Japan fast nur Küstenwalfang, ausser in gewissen Küstenregionen hat Walfang auch keine Tradition. Erst kurz vor dem Krieg richteten die Japaner das erste Fabrikschiff ein. Nach dem Krieg jedoch drängten die US-Besatzer Japan, den akuten Eiweissmangel der Bevölkerung mit Walfleisch zu mildern. Da wussten die grossen Walfangnationen, die USA, die Briten, die Norweger und die Holländer bereits, dass es mit dem Plündern der Walfangbestände zu Ende gehen würde. Die Meere waren beinahe leer. Mehrere westliche Walfangboote wurden nach Japan verramscht, unter anderem auch vom griechischen Reeder Aristoteles Onassis. Onassis hatte eine Piraten-Walfangflotte betrieben.

Walfleisch bleibt liegen

Als die Internationale Walfangkommission (IWC) 1986 ihr Moratorium beschloss, verlangten Norwegen und Japan Ausnahmen für ihre Forschung. Seither hat die japanische Flotte jede Saison 600 bis 1000 Wale erlegt. Wörtlich genommen verstösst sie damit nicht gegen das Moratorium; auch nicht damit, dass das Fleisch der «untersuchten» Wale danach zum Konsum freigegeben wird. Niemand zweifelt jedoch daran, dass die Wissenschaft vor allem ein Vorwand ist. Zumal Walforscher anderer Nationen zeigen, dass man zu ähnlichen Resultate kommen kann, ohne die Tiere zu erlegen.

Die Regierungen der liberaldemokratischen Partei LDP, die Japan von 1955 bis voriges Jahr kontrollierten, machten den Walfang zum Exempel, an dem sie ihre Entschlossenheit bewiesen. Und sogar zu einer Frage der nationalen Identität. Sie gaben dem internationalen Druck nicht nach, dem Druck «der Amerikaner», wie es im Volk heisst. Ohnehin bekundete die LDP Mühe mit Kompromissen: Sie hat es fertiggebracht, dass Japan 55 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg mit allen Nachbarn noch Grenzkonflikte hat. Andrerseits argumentierte das japanische Fischereiministerium stets, Japan jage keine bedrohten Arten. Sein Walfang sei durchaus mit der Wildjagd in Europa zu vergleichen.

Die meisten Japaner haben kein Interesse am Walfang, sie essen auch kein Walfleisch. Taucht gelegentlich Walfleisch im Supermarkt auf, dann bleibt der grösste Teil trotz der günstigen Preise liegen. Gleichwohl hat die LDP stets Unterstützung für ihre trotzige Haltung gefunden. Erst recht, seit die Umweltorganisation Sea Shepherd zum «Krieg gegen den Walfang» aufruft und die Jagd jedes Jahr mit aggressiven Störaktionen zu verhindern sucht. So was darf Japan sich doch nicht bieten lassen, hört man. Im Januar rammte das japanische Begleitschiff Shonan Maru II das Schnellboot Ady Gil von Sea Sheperd, das sich ihm in den Weg gestellt hatte. Mitte Februar kletterte der Neuseeländer Peter Bethune auf offener See im Morgengrauen heimlich auf die Shonan Maru II, um eine «Bürgerverhaftung» der Besatzung vorzunehmen, wie er sagte. Das Schiff bringt ihn nun aus dem Südpazifik nach Japan zum Verhör, wo er Mitte März erwartet wird. Für solche Proteste, die im Westen als ziviler Ungehorsam eingestuft werden, haben die wenigsten Japaner Verständnis. Sea Shepherd verbaut der japanischen Regierung mit solchen Aktionen geradezu einen Rückzug aus dem Walfang.

Illegale Geschäfte der Walfänger

Walfang ist kapitalintensiv, er lohnt sich längst nicht mehr. Jun Hoshikawa, der Chef von Greenpeace Japan, erkannte deshalb schon vor Jahren, dass man Kritik am Walfang in der Bevölkerung nur provozieren kann, wenn man ihr klarmacht, wie viele Steuermillionen dafür aufgewendet werden. Die Höhe der staatlichen Zuschüsse wird nicht veröffentlicht, inoffizielle Schätzungen gehen von 13 bis 30 Millionen Franken pro Jahr aus. Bei einer jährlichen Ausbeute von 3000 Tonnen wären das bis zu 10 Franken pro Kilo Walfleisch.

Als Greenpeace im Frühjahr 2008 aus Walfangkreisen auch noch Hinweise erhielt, von der Beute aus dem Südpazifik werde ein erheblicher Teil illegal an die Besatzung verteilt, hielten Junichi Sato und Toru Suzuki dies für ihre Chance, einen Skandal um Walfleisch zu enthüllen. Die Crew schickte in der Tat falsch etikettierte Kisten mit Walfleisch an ihre Heimadressen und verkaufte sie dort an Restaurants. Sato und Suzuki fingen eine Lieferung mit 23 Kilo Fleisch ab, wie sie erklärten, um sie nach einer Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Dazu drangen sie ins Lager einer Privatpost ein. Inzwischen gibt die Walfangfirma zu, dass jedes Crewmitglied 9,5 Kilo Fleisch erhalten habe.

Kompromiss in Reichweite

Die japanische Strafverfolgung ist frei, zu entscheiden, gegen wen sie vorgeht und gegen wen nicht. Die Staatsanwaltschaft versteht sich als oberste Instanz für Fairness und Ordnung. Sie berücksichtigt bei ihren Entscheiden stets auch die Wirkung auf die Gesellschaft. Das ist eine informelle Macht, die mit der Verfassung nicht kompatibel ist, aber von den Japanern akzeptiert wird. Protestorganisationen, die überdies Gesetze verletzen, passen nicht ins Weltbild der Staatsanwälte. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass sie die Ermittlungen gegen die Walfänger einstellten, aber gegen die beiden Aktivisten vorgingen, zumal damals noch die LDP an der Macht war.

Andererseits kursierten in Tokio bald Vermutungen, die Staatsanwaltschaft hätte den Fall gerne versanden lassen, wie sie das oft tut. Aber Greenpeace versuche die «Tokyo-Two», wie Sato und Suzuki nun genannt werden, mit spektulären Aktionen in den Schlagzeilen zu behalten. Im Dezember erwirkte Greenpeace sogar eine Resolution der Uno-Menschenrechtskommission, die Japan rügt, die Menschenrechte der beiden seien mehrfach verletzt worden.

Die neue japanische Regierung indes signalisiert deutlich, dass sie im Streit um den Walfang einen Kompromiss suche. Allerdings wird sie, schon aus innenpolitischen Gründen, nicht einfach kapitulieren können. Und das auch nicht wollen. Ein Kompromissvorschlag sieht vor, dass Japan den Fernwalfang aufgibt, insbesondere die Expeditionen in den Südpazifik. Dafür duldet die internationale Gemeinschaft einen beschränkten japanischen Küstenwalfang, wie sie es im Falle Norwegens schweigend tut. Aber daran würde sich Sea Shepherd wohl nicht halten.

Der Prozess gegen die «Tokyo-Two» dauert die ganze nächste Woche, das Urteil wird für Juni erwartet. Der Anwalt der beiden rechnet mit Milde.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.03.2010, 08:23 Uhr

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33 Kommentare

Ribaut Thierry

08.03.2010, 21:04 Uhr
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ich finde es sehr brutal weil es dient sicher nicht der Wissenschaft. Die wollen einfach das fleisch. Erstens: wenn man sich vorstelt das wir Wale wären und die Wale Menschen und wenn sie mit Harpunen auf uns schiesen Antworten


Georg Stamm

05.03.2010, 17:54 Uhr
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Interessanter TA-Beitrag. Man sieht: Der gute Onassis und die USA hatten bei jedem Schmutzgeschäft die Finger mit drin. Die japanische Trotzhaltung (wir lassen uns nichts vorschreiben) mutet kindisch an. Da ja nun die LDP nicht mehr an der Macht ist, kann man auf Besserung=Stop des "wisschenschaftlichen" Walfangs hoffen. Und das beste: Die meisten Japaner essen gar kein Walfleisch ! Antworten


Stefan Bisig

05.03.2010, 17:27 Uhr
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@Fabio Rossi: Richtig! und was ist mit den Franzosen, die Fröschen die Hinterbeine ausreissen, um sie zu verspeisen? Wer tut etwas gegen Spanien, wo Stiere aus reiner Blutgier vor Publikum gemetzelt werden? Was ist mit Italien, wo Singvögel gefangen, gebraten und gegessen werden? Und, und und: Die Liste mit je nach Standpunkt traditionellen oder verwerflichen Tiertötungen ist wohl unendlich... Antworten


Adrian Müller

05.03.2010, 15:17 Uhr
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Eine sehr interessante Diskussion, die hier stattfindet. Ich stelle fest: Zwischen den verschiedenen Kommentatoren liegen - im ethischen und moralischen Sinne - Welten! Antworten


Andreas Meier

05.03.2010, 15:17 Uhr
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Ja, das ist bestimmt nicht richtig, die Wale zu töten, die ja auch extrem schwermetallbelastet sind. Und das Schlachten von Schafen ist auch besonders gemein! Antworten


Gerhard Graf

05.03.2010, 14:43 Uhr
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Einige Leute hier scheinen nicht gern daran erinnert zu werden, dass auch dem Steak auf dem Mittagstisch ein Abschlachten vorausgeht. Es geht um die grundsätzliche Tatsache, dass der Mensch von nirgendwoher ein Recht ableiten kann, Tiere abzuschlachten. Die Tatsache, dass ein Tier nicht vom Aussterben bedroht ist, gibt doch niemandem ein Recht, über dieses Lebewesen zu verfügen! Antworten


Marco Henzer

05.03.2010, 14:38 Uhr
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Brüder, mässigt Euch! Wie mit allem im Leben ist es das gesunde Mass, welches irgendwo zwischen Mangel und Exzess liegt. Gegen eine gemässigte Jagd auf nicht bedrohte Walarten an Japans Küsten spricht kein gesunder Menschenverstand. Was es braucht sind Kontrollen und klare weltweit anerkannte wissenschaftliche Vorgaben, welche Arten bedroht sind. z.B. nämlich auf der rote Thunfisch (kein Wal). Antworten


Max Meier

05.03.2010, 14:30 Uhr
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@Roberto Gardin: dieser vergleich kann man so nicht stehen lassen,es ist ein unterschied ob es eine tierart ist, die vor der ausrottung steht, oder es ein "zuchttier" ist (wusste ja nicht das Kühe und Säue vor der ausrottung stehen..) Sie vergleichen hier Birnen mit Äpfel..Müssen hier auch nicht vom Thema abweichen es geht schlussendlich um die Ausrottung dieser Tierart!! Antworten


Sydney Müller

05.03.2010, 14:21 Uhr
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Einige sagen, man solle aufhören "Salzwasserlebewesen" zu essen. Andere sagen, der Verzehr von Fleisch sei verwerflich, unethisch und unnötig. Ich werde mir den Konsum von toten Tieren nicht von ein paar Moralisten verbieten lassen. Nur weil der Kopfsalat nicht schreien kann, heisst das noch lange nicht, dass ihn die Ernte nicht schmerzt ;-) Antworten


Felix Seidl

05.03.2010, 13:40 Uhr
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Ob Fisch oder Fleisch, Geflügel ... in unserer Kultur werden z.B. männliche Kücken zu tausenden maschinell zerstampft weil es keinen wirtschaftlichen Grund gibt, sie am Leben zu erhalten.... Kein Problem?! Nur weil es Zuchttiere sind, haben sie weniger Recht auf Leben? Wir sind eben doch heuchlerisch, aber andere zu verurteilen ist leicht . Wale sind übrigens nicht vom Aussterben bedroht. Antworten


Michael Meienhofer

05.03.2010, 13:27 Uhr
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Wer schon einmal Walfleisch gegessen hat, kann mitunter die japanische Gesellschaft verstehen, dass sich bis in die Regierungsspitzen gegen Einschränkungen wehren. Die Mafia verdient in Japan damit einen Teil ihres Einkommens, darum interessieren die Proteste dort niemanden gross. Vielleich hilft da ein Importverbot für japanische Fisch/Konserven. Die sollen ihren gesamten Fischfang selber essen. Antworten


Sabine Krause

05.03.2010, 13:24 Uhr
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Schon vor Jahren habe ich mir meine Meinung über Japan bzgl. Walfang, Delphinabschlachten gebildet. Aber erst vor kurzem bin ich Mitglied von Greenpeace geworden, aus der späten Erkenntnis, dass Wunschdenken nichts nützt, sondern nur Handeln. Antworten


Roberto Gardin

05.03.2010, 13:24 Uhr
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@Leoni Schwarz: Die Massentierhaltung von Rindern, Geflügel etc. und das tägliche millionenfache Abschlachten dieser Tiere ist noch weitaus verwerflicher als das eben so verwerfliche Töten der Wale. Es gibt zu diesem Thema ein grossartiges Zitat von Tolstoi: "Solange es Schlachthöfe gibt, solange wird es Schlachtfelder geben." Antworten


peter paradise

05.03.2010, 13:04 Uhr
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ich kenne in tokyo niemand der walfisch isst.angenommen 0,005 % der japanischen bevoelkerung isst eimal im jahr walfisch....die japaner denken das die schweizer mindestens einmal pro tag cheesefondue essen.... Antworten


martin stehli

05.03.2010, 12:11 Uhr
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Endlich mal ein Artikel zum Thema der nicht reisserisch ist! Wie immer man zum Walfang steht, klar ist, dass solche "Marketing"-Aktionen wie von Sea Shepard hauptsächlich kontraproduktiv wirken (insbesondere in Japan). Damit geht es vorallem darum viele neue Spendengelder zu generieren... Schade, dass das nur von wenigen gesehen wird. Antworten


Paul Wenger

05.03.2010, 11:49 Uhr
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Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob Urvölker traditionelle Jagd betreiben, oder Fabrikschiffe auf Walfang gehen - kommt mir auch nicht mit der Landwirtschaft - das sind keine relevanten Vergleiche. Wale sterben aus, Rindviecher nicht und der Mensch ist nun mal ein Fleichfresser, seit Urzeiten. Ich pflege meinen ganz privaten Boykott, keine Waren aus Norwegen und Japan, Autos schon gar nicht! Antworten


Angela Neuenschwander

05.03.2010, 11:37 Uhr
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Eines Tages wird der Mensch aufwachen und realisieren, dass man verpestete Luft nicht einatmen, vergiftetes Wasser nicht trinken und Geld nicht essen kann. Antworten


Leoni Schwarz

05.03.2010, 11:36 Uhr
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@ Roberto Gardin: Heuchelei? Nein, es ist schon ein Unterschied, ob ein Rind mit Bolzenschuss getötet oder ein Wal zuerst harpuniert, dann mit Elektroschlägen "behandelt" und an der Harpune ersäuft wird. Das Rind beim Schlachter stirbt innert Sekunden, beim Wal dauert es bis 60 Minuten. Abgesehen davon, dass der Walfang völlig unnütz und verlogen ist! Antworten


Angela Neuenschwander

05.03.2010, 11:31 Uhr
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Interessant finde ich vorallem, dass japanische Flotten pro Saison bis zu 1000 Wale zu wissenschaftlichen Zwecken töten, das "untersuchte" Fleisch schlussendlich zum Konsum freigegeben wird - und jetzt kommts: der grösste Teil der Japaner isst kein Walfleisch, das Fleisch bleibt deshalb grösstenteils trotz günstiger Preise im Supermarkt liegen. Sie werden getötet um zu vergammeln. Antworten


Rossi Fabio

05.03.2010, 11:05 Uhr
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Die Kampagne gegen Japan ist schön und gut. Was aber ist mit den Nowegern die den Walfang auch ausführen? Was ist mit den Faer Oer Inseln, die noch heute alte Wikinger Traditionen ausleben und Grindwale zu tode metzteln. Was ist mit den Kanadiern die letztes Jahr 300'000 Robben abgeschlachtet hatten? So gibt man den Japanern nur ein Alibi wenn nicht auch gegen diese Staaten vorgegangen wird. Antworten


Roberto Gardin

05.03.2010, 10:56 Uhr
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Einerseits sind die Leute empört über das Abschlachten von Walen, haben andererseits aber nicht die geringsten Skrupel, in der Kantine ein Stück Fleisch von einem anderen abgeschlachteten Tier zu verzehren. Entschuldigung, aber das ist Heuchelei in Reinkultur. Antworten


Simon Vonlanthen

05.03.2010, 10:44 Uhr
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@Hans Meyer. Und wenn sie schon beim Boykottieren sind, meiden sie auch Waren aus den USA (Irak Krieg), Deutschland (Afghanistan Krieg), China (Menschenrechte) und so ziemlich allen anderen Ländern. Ganz offensichtlich geht es Greenpeace nicht um die Wale, sondern um die Action. Denn jeder der Japan nur ein wenig kennt, weiss dass mit einer solchen Taktik nichts erreicht werden kann. Antworten


Susanne Senn

05.03.2010, 10:39 Uhr
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Wann begreift der Mensch endlich, dass wir nicht so weiter machen können. Sei das nun der Walfang, das Delfinmassaker oder auch das Shark Finning. Da schreit und blutet meine Seele bei solchen Artikeln. Jeder kann etwas dazu beitragen, in dem man Petitionen von Greenpeace, Ocean Care, WDCS, Avaaz, NRDC, Ric O'Barry etc unterschreibt und endlich aufhört Salzwasserlebewesen zu essen! Antworten


irene ginton

05.03.2010, 10:17 Uhr
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nur in einer intakten, ausgeglichenen natur hat der mensch eine reale möglichkeit gut und gesund zu überleben...politik, macht, geldgier und überzogenes ego distanziert uns von der harmonie des zusammenlebens..... Antworten


Danny Meier

05.03.2010, 10:01 Uhr
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Wenn der Vorhang fällt, sieh hinter die Kulissen. Die bösen sind oft gut und die guten sind gerissen. Antworten


Hans Meyer

05.03.2010, 09:42 Uhr
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Tierfreunde sollten keine japanischen Waren mehr kaufen. Keine Toyota's (welche ja viele gefährliche Mängel haben) und auch keine Sony Unterhaltungselektronik usw. ! Boykotiert endlich japanische Waren! Nur so könnt ihr den Walen und auch den Delphinen helfen. Antworten


rudolf thoma

05.03.2010, 09:38 Uhr
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Meine Achtung vor den Japanern ist nicht gesunken, sie ist "total abgesoffen!" Bleibt zu hoffen, dass unsere beiden Aktivisten, die sehr viel aufsich nahmen sehr Milde bestraft werden! Antworten


Tschanz Uwe

05.03.2010, 09:36 Uhr
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Erinnert irgendwie ans Bankgeheimnis in der Schweiz: Nationale Lebenslügen. Antworten


karl stöcklin

05.03.2010, 09:34 Uhr
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ohne diese walfischschutzaktivisten könnte japan gar keine walfische mehr fischen . japan pflegt eine lebenslüge in widersprüchliche art . da kann man den greenpeaceaktivisten nur unterstützen . Antworten


Nina Kohler

05.03.2010, 09:18 Uhr
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Ja, ein interessanter Bericht mit vielen Hintergrund-Infos, die ich so in diesem Zusammenhang noch nicht kannte. Es gefältl mir auch, dass der Artikel nüchtern und sachlich geschrieben ist, und auf reisserische Kommentare, die nur dazu dienen, falsche Emotions-Stürme bei den Lesern zu provozieren, verzichtet. Antworten


Peter Honegger

05.03.2010, 09:11 Uhr
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Mit Walen haben mir mitleid, was ist mit all den anderen Fischen? Und all den anderen Tieren? Seltsam, wie wir uns mit gewissen Tieren verbünden und andere einfach ignorieren.... Antworten


Hans Meier

05.03.2010, 08:45 Uhr
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Ein interessanter Bericht (z.B. die These, dass zu agressiver Protest oft das Gegenteil bewirkt und schlussendlich eine Sache verteidigt wird, an der eigentlich gar niemand Interesse hat). Es scheint als seinen (u.a.) die Japaner einfach unverbesserlich - ein Jammer für diese grossartigen Tiere! Diese Wissenschaftslüge ist punkto Lächerlichkeit nicht zu überbieten. Antworten


jeannette simon

05.03.2010, 08:08 Uhr
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Es macht mich wütend!! wenn ich lese wieviele Tiere so sinnlos getötet werden. Und es macht mich traurig dass nicht agressiver gegen dieses Verbrechen vorgegangen wird. Warum können nicht Politiker etwass dagegen tun?wenn nicht endlich etwass passiert, wird es bald keine Wale und Delfine mehr geben. und dass wäre eine Katastrophe. Es brennt mir in der Seele, wenn ich an diese hilflosen Tiere denke Antworten



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