Die erschreckend einfache Herstellung einer Turbanbombe
Aktualisiert am 27.09.2011 14 Kommentare
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Artikel zum Thema
- Taliban töteten Rabbani mit einer Turban-Bombe
- Video: Taliban-Attacke
- Selbstmordattentäter tötet afghanischen Ex-Präsidenten
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Eine Übersicht über die Selbstmordanschläge, die in den letzten Wochen in Afghanistan durch die islamistische Milizgruppe Taliban verübt wurden:
- 14. Juli 2011: Vier Tote bei Bombenanschlag auf eine Trauerfeier von Ahmed Wali Karzai, Bruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai.
- 27. Juli: Der Bürgermeister von Kandahar wird ermordet.
- 18. August: In der ostafghanischen Provinz Paktia sterben bei einem Selbstmordanschlag vor einem US-Stützpunkt zwei afghanische Wachleute.
- 20. September: Die Taliban verüben einen Selbstmordanschlag auf den früheren afghanischen Präsidenten Burhanuddin Rabbani.
Die Attentate, die alle hohen afghanischen Führungspersönlichkeiten galten, hatten eine aussergewöhnliche Gemeinsamkeit: Um ihre Ziele zu eliminieren, versteckten die Täter ihre Bombe jeweils unter einem Turban.
Zündung bei vermeintlicher Friedensverhandlung
Besonders hinterlistig gingen die Terroristen im Fall Rabbani vor. Der Ex-Präsident galt als Friedensvermittler zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban. Nach Angaben des Taliban-Sprechers kannte Rabbani die Attentäter, wie der «Independent» berichtet. «Beide trafen ihn häufig in seinem Haus in Kabul und sicherten sich das Vertrauen Rabbanis und seiner Leibwächter», sagte der Sprecher am Telefon von einem unbekannten Ort aus. «Sie sagten Rabbani, sie würden bald hochrangige Taliban-Führer zu ihm an den Verhandlungstisch bringen.» Schliesslich besuchten zwei Kämpfer Rabbani zu Gesprächen in dessen Haus. Bei der Begrüssung zündete der eine Kämpfer seine Turbanbombe.
Ein Sprecher der Polizei in Pakistan erklärt gegenüber einem Reporter von CNN, dass es sich dabei um die neue Lieblingswaffe der Taliban im Kampf um Afghanistan handle.
Tabu: Turban durchsuchen
Aufgrund der einfachen Herstellungsart (siehe Video) bietet sich die Waffe für Selbstmordattentate besonders an. Alles, was es dazu braucht, sind zwei kleine Zünder und etwas C4 (Composite Compound 4), ein Plastiksprengstoff, der aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung nur schwer mit herkömmlichen Sprengstoffsuchgeräten aufzuspüren ist. Das Konstrukt liesse sich zudem unauffällig unter einem herkömmlichen orientalischen Turban verstecken, ist die Bombe doch kaum grösser als ein Paket Papiertaschentücher.
Die Sicherheitskräfte haben zwar die Gefahr durch Turbanbomben erkannt und führen gemäss CNN entsprechende Trainings durch. Kommt es zum Ernstfall, sind den Polizisten jedoch meist die Hände gebunden sind. Nebst der Unauffälligkeit gibt es einen weiteren Grund, weshalb sich die Turbanbombe als Talibans Geheimwaffe Nr. 1 etabliert. Bei der Identifizierung der möglichen Gefahr stellt sich das Problem, dass die Durchsuchung eines Turbans in Afghanistan als gesellschaftliches Tabu gilt. «Das ist respektlos», sagt der Polizeisprecher gegenüber CNN. Afghanische Männer lassen sich nicht einfach so durch die Haare streichen.
«Effektivste Waffe der Taliban»
Bei den bisherigen Anschlägen mit Turbanbomben dürfte es kaum bleiben. Die Taliban-Sprecher kündigten kurz nach dem Attentat auf Rabbani an, ähnliche Aktionen seien für die nahe Zukunft geplant. Hamid Karzai liess darauf verlauten, er «verurteile» Turbanbomben «aufs Schärfste». Gemäss CNN fordern westliche Sicherheitsexperten derweil die Regierung zu Taten auf: Afghanistan müsse mehr Metalldetektoren einsetzen. Ansonsten könne sich die Turbanbombe defintiv «zur effektivsten Waffe der Taliban entwickeln». (mrs)
Erstellt: 27.09.2011, 12:42 Uhr
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14 Kommentare
Fast könnte man glauben, die Taliban hätten sich vom Karikaturisten Kurt Westergaard inspirieren lassen. Der zeichnete ja auch Mohammed (dessen Lehre zu verbreiten sich die Taliban zuoberst auf die Fahne geschrieben haben) mit einer Turbanbombe. Antworten
Turbane und Burkas verbieten-
leider schiessen sich die Muslime selber in den Fuss mit dieser Verrücktheit- .
Solange kein Mullah sich getraut diese Morderei zu verbieten, oder den sogenannten 'Märtyrern' die Wahrheit sagt dass sie nämlich missbraucht werden, wird es nie besser und alle Muslime müssen darunter leiden. Schweigen ist Zusage und Einverständnis- . Niemand hat den MUT??
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