Desaströses Zeugnis für Japan
Aktualisiert am 01.06.2011 6 Kommentare
Schlechte Noten: Die Internationale Atomenergiebehörde rügt japans System der Atomaufsicht. (Video: Reuters )
Bildstrecke
Dossiers
Artikel zum Thema
- Atombehörde begnügte sich mit einseitigem Sicherheitsbericht
- Video: Kernschmelze in Fukushima
- Japan exportiert nach der Katastrophe über 10 Prozent weniger
- Japans Autoproduktion wegen Tsunami eingebrochen
- Film zum Protestcamp soll vor der BKW vorgeführt werden
- Der Briefumschlag des Schreckens
- Oberländer helfen Japanern
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Die japanischen Behörden haben nach Ansicht einer Untersuchungskommission der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Gefahr von Tsunamis für Atomkraftwerke unterschätzt. Nach der Havarie der Nuklearanlage in Fukushima habe Japan jedoch vorbildlich reagiert, heisst es in einem vorläufigen Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
Um ähnliche Unfälle in Zukunft zu vermeiden, müssten weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, forderten die Experten. Das Team, dem Experten aus zwölf Ländern angehörten, hatte eine Woche lang die Sicherheitsmassnahmen und das Krisenmanagement in Japan untersucht. Der vollständige Bericht der Kommission soll auf einer Konferenz in Wien vom 20. bis zum 24. Juni vorgestellt werden. Die IAEA-Experten forderten, aus dem Unglück in Japan müssten weltweit Lehren gezogen werden.
Bis zu 15 Meter hohe Wellen
Die Atomanlage Fukushima Daiichi war durch das Erdbeben der Stärke 9,0 vom 11. März und den dadurch ausgelösten Tsunami schwer beschädigt worden. Es kam zu Explosionen in einigen Reaktorgebäuden, Bränden und Kernschmelzen in Reaktoren. Mehr als 80'000 Menschen wurden aus einer schnell eingerichteten Sperrzone um das Atomkraftwerk evakuiert.
Das potenzielle Ausmass eines Tsunamis sei in Fukushima, aber auch in anderen Atomkraftwerken in Japan unterschätzt worden, erklärten die Experten. Die Wellen, die das Kraftwerk trafen, waren wohl bis zu 15 Meter hoch. Die Schutzmassnahmen seien einfach überrollt worden. (jak/dapd)
Erstellt: 01.06.2011, 10:59 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
6 Kommentare
Wow! Super so eine Untersuchung mit hochbezahlten Experten, ich bin total überwältigt... Eine 60-Sekunden Recherche auf dem Internet ergibt schon seit Jahren:
- 2 Tsunamis mit mehr als 20 Meter hohen Wellen in den letzten 130 Jahren in Japan
- Fukushima hat einen Schutzwall von gerade mal 5.7 Meter - d.h. eine schlicht kriminelle Schlamperei
Ich bewerbe mich nun umgehend als neuer Superexperte...
Antworten
Hhm, tja, das Problem ist, das nach neuesten Erkenntnissen die Reaktoren schon beim Erdbeben und nicht erst beim Tsunami eine Kernschmelze erlitten, der Reaktordruckbehälter und das Containment bei zwei von drei Reaktoren brachen. Das sagt TEPCO selbst und steht bei JAIF in den Unterlagen. Die IAEA Experten vertuschen also die wahre Ursache: Mangelhaftes Design der Reaktoren (GE und Westinghouse). Antworten
Ausland
- 23:21Iran kündigt Zugang zu Parchin an
- 22:51Proteste im Libanon nach Entführung
- 22:03Oskar Lafontaine verzichtet auf Kandidatur für Parteivorsitz
- 18:21Der gefürchtete Grieche zu Besuch in Berlin
- 16:09Spardiskussion, Eurobonds und dann auch noch die Schäuble-Frage
- 14:12Suu Kyi hält Nobelpreisrede – mit 21 Jahren Verspätung
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


Bitte warten


