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Desaströses Zeugnis für Japan

Aktualisiert am 01.06.2011 6 Kommentare

Nach tagelanger Untersuchung kommt die internationale Atomenergiebehörde zum Schluss: Die japanischen Behörden haben die Tsunami-Gefahr unterschätzt. Die Experten stellen klare Forderungen.

Schwere Versäumnisse: Mike Weightman von der IAEA besucht das havarierte AKW von Fukushima.

Schwere Versäumnisse: Mike Weightman von der IAEA besucht das havarierte AKW von Fukushima.
Bild: Keystone

Schlechte Noten: Die Internationale Atomenergiebehörde rügt japans System der Atomaufsicht. (Video: Reuters )

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Die atomare Katastrophe in Japan

Die atomare Katastrophe in Japan
Nach dem verheerenden Erdbeben und dem anschliessenden Tsunami kämpfte Japan gegen den Super-GAU.

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Die japanischen Behörden haben nach Ansicht einer Untersuchungskommission der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Gefahr von Tsunamis für Atomkraftwerke unterschätzt. Nach der Havarie der Nuklearanlage in Fukushima habe Japan jedoch vorbildlich reagiert, heisst es in einem vorläufigen Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Um ähnliche Unfälle in Zukunft zu vermeiden, müssten weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, forderten die Experten. Das Team, dem Experten aus zwölf Ländern angehörten, hatte eine Woche lang die Sicherheitsmassnahmen und das Krisenmanagement in Japan untersucht. Der vollständige Bericht der Kommission soll auf einer Konferenz in Wien vom 20. bis zum 24. Juni vorgestellt werden. Die IAEA-Experten forderten, aus dem Unglück in Japan müssten weltweit Lehren gezogen werden.

Bis zu 15 Meter hohe Wellen

Die Atomanlage Fukushima Daiichi war durch das Erdbeben der Stärke 9,0 vom 11. März und den dadurch ausgelösten Tsunami schwer beschädigt worden. Es kam zu Explosionen in einigen Reaktorgebäuden, Bränden und Kernschmelzen in Reaktoren. Mehr als 80'000 Menschen wurden aus einer schnell eingerichteten Sperrzone um das Atomkraftwerk evakuiert.

Das potenzielle Ausmass eines Tsunamis sei in Fukushima, aber auch in anderen Atomkraftwerken in Japan unterschätzt worden, erklärten die Experten. Die Wellen, die das Kraftwerk trafen, waren wohl bis zu 15 Meter hoch. Die Schutzmassnahmen seien einfach überrollt worden. (jak/dapd)

Erstellt: 01.06.2011, 10:59 Uhr

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6 Kommentare

Joe Amberg

01.06.2011, 13:56 Uhr
Melden 18 Empfehlung

Wow! Super so eine Untersuchung mit hochbezahlten Experten, ich bin total überwältigt... Eine 60-Sekunden Recherche auf dem Internet ergibt schon seit Jahren:
- 2 Tsunamis mit mehr als 20 Meter hohen Wellen in den letzten 130 Jahren in Japan
- Fukushima hat einen Schutzwall von gerade mal 5.7 Meter - d.h. eine schlicht kriminelle Schlamperei
Ich bewerbe mich nun umgehend als neuer Superexperte...
Antworten


Parvaneh Ferhadi

01.06.2011, 15:19 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Hhm, tja, das Problem ist, das nach neuesten Erkenntnissen die Reaktoren schon beim Erdbeben und nicht erst beim Tsunami eine Kernschmelze erlitten, der Reaktordruckbehälter und das Containment bei zwei von drei Reaktoren brachen. Das sagt TEPCO selbst und steht bei JAIF in den Unterlagen. Die IAEA Experten vertuschen also die wahre Ursache: Mangelhaftes Design der Reaktoren (GE und Westinghouse). Antworten




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