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Obama spricht von Wirtschaft, Bush sprach von Armee

Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 25.02.2009 3 Kommentare

Gestern hielt der neue Präsident der USA seine grosse Rede zur Lage der Nation. Seine Sprache war fundamental anders als jene seines Vorgängers George W. Bush. Eine Analyse der Wortwahl der beiden Präsidenten.

Quelle: Reuters.

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So oft erwähnten die drei letzten amerikanischen Präsidenten bestimmte Begriffe.

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Verteidigung/Armee

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Barack Obama versuchte sich gestern als Einpeitscher der Nation. Die Menschen sollten die Wirtschaftskrise als Antrieb sehen, um ihren Ehrgeiz zu stärken. Und der Staat müsse in Energie investieren, in Gesundheit und Bildung. «Wir werden wieder aufbauen, wir werden uns erholen, und Amerika wird stärker aus dieser Zeit hervorgehen», rief der Präsident seinen Mitbürgern zu.

Die «New York Times» widmet der grossen Rede zur Lage der Nation eine ausführliche Berichterstattung. Die spannendste Analyse: Das Blatt misst, welche Begriffe Obama in seiner Ansprache einsetzte – und wie oft seine Vorgänger dieselben Themen in ihrer ersten grossen Rede erwähnten.

Clinton sorgte sich ums Defizit

Nicht überraschend natürlich, dass Obama fünf Mal so oft von der Wirtschaft sprach wie Vorgänger George W. Bush 2001. Auch das Thema Gesundheitsversorgung schrieb Obama in seinem Wahlkampf ganz gross – er versprach eine kostenlose Krankenversicherung für alle Kinder –, entsprechend oft erwähnte er das Wort in seiner gestrigen Rede. Einer schenkte der Gesundheit jedoch noch mehr Aufmerksamkeit als er – Bill Clinton. Während Obama 16 Mal über Gesundheitsversorgung sprach, brachte es Clinton 1993 gar auf 18 Mal.

Noch besorgter schien Clinton lediglich über das Budgetdefizit zu sein. Doppelt so oft wie Obama, nämlich 29 Mal, warnte Clinton damals vor dem Loch in der Staatskasse. Nicht erstaunlich, hatten sich doch die Schulden des amerikanischen Staates von 33 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 1980 auf 56 Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr 1990 erhöht. Seinem Nachfolger George W. Bush hinterliess Clinton ein ausgeglichenes Budget und Staatsschulden von 58 Prozent im Jahr 2000. Bush übergab acht Jahre später an Obama – mit einer voraussichtlichen Staatsverschuldung von 75 Prozent im Jahr 2008. Nicht überraschend, wenn man sieht, dass Bush dem Defizit nur sieben Mal in seiner Rede Beachtung schenkte.

Arbeitsplätze kein Thema

Auch Arbeitsplätze waren für Bush kein Thema (zwei Mal erwähnt), für Obama (14 Mal) und Clinton (24 Mal) jedoch schon. Nur in einer Kategorie schlägt Bush seinen Vorgänger und seinen Nachfolger: Insgesamt zwölf Mal erwähnte er die Armee – wesentlich öfter als Clinton (sieben Mal) und Obama (ein Mal). (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.02.2009, 15:48 Uhr

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3 Kommentare

John J Feller

25.02.2009, 19:20 Uhr
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BHO hat den Wert der US Wirtschaft (leider nicht nur in den USA!) seit seinem Amtsantritt um 2 Drittel entwertet. Das hatte GWB nie noetig, weil seine Arbeitslosenzahlen, die Inflation und die Wirtschaft (fast) tadellos da standen. Hingegen hat der Messias nicht gewusst, dass Henry Ford das Auto nicht erfunden hat. Bei ihm kann man sagen er hat das Pulver nicht erfunden. Antworten


Sibylle Weiss

25.02.2009, 21:33 Uhr
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Ich finde Barak Obama macht es ganz richtig. Er kümmert sich zuerst mal um die Insider-Probleme, wie es jedes Land in einer solchen Lage tun würde. Es nützt gar nichts, wenn man von Kriegen und vom Weltelend spricht, nur um vom eigenen Landesproblem abzulenken, damit man nicht Hand anlegen muss. Die Finanzkrise ist ein globales Problem geworden, ob wir das nun wollen oder nicht! Antworten



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