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Wende in der «Climategate»-Affäre

Von Monica Fahmy. Aktualisiert am 06.07.2010 37 Kommentare

Eine Untersuchungskommission im Aufsehen erregenden Streit um angeblich gefälschte Klimadaten kommt zum Schluss: Der US-Wissenschaftler Michael E. Mann habe seine Forschungsdaten nicht manipuliert.

«Die Ergebnisse der Kommission sollten den haltlosen Anschuldigungen mir und meiner Forschung gegenüber endlich ein Ende bereiten»: Forscher Michael Mann.

«Die Ergebnisse der Kommission sollten den haltlosen Anschuldigungen mir und meiner Forschung gegenüber endlich ein Ende bereiten»: Forscher Michael Mann.

Michael E. Mann hat ein paar happige Monate hinter sich. Der Klimaforscher geriet ins Visier von Untersuchungsbehörden und Klimaskeptikern, weil er in der sogenannten «Climategate»-Affäre angeblich Forschungsdaten manipuliert habe. Von diesem Vorwurf hat ihn eine Untersuchungskommission der Pennsylvania State University jetzt entlastet.

Die Anschuldigungen kamen auf, nachdem Hacker in einen Rechner der Universität von East Anglia in Grossbritannien eingedrungen waren und Tausende E-Mails von Klimaforschern ins Internet gestellt hatten, darunter auch etliche von Mann. In einer E-Mail an einen Kollegen hatte der Forscher von einem «Trick» gesprochen, den er angewandt hätte, um die Tatsache der globalen Erwärmung noch deutlicher zu zeigen.

«Konzentrierte Aktion»

Michael E. Mann gilt als Entdecker der «Hockeyschläger-Kurve», die den Verlauf der Temperatur der nördlichen Erdhalbkugel in den vergangenen tausend Jahren zeigt. Demnach hätten die Temperaturen seit dem Jahr 1000 nach und nach abgenommen, um dann von 1900 an stark anzusteigen. Nach der Veröffentlichung der E-Mails wurden Manns Ergebnisse von Klimaskeptikern durch den Dreck gezogen.

Im Mai 2010 eröffnete dann Kenneth Cucinelli, der Generalstaatsanwalt des US-Staates Virginia, in dem Mann sechs Jahre lang an der Universität gelehrt hatte, eine Untersuchung. Mann habe Daten manipuliert, um Fördergelder zu erschleichen, so der Vorwurf. «Der US-Kongress berät zurzeit neue Klimaschutzgesetze. Leugner der globalen Erwärmung versuchen deshalb, die Klimaforschung und ihre Ergebnisse zu diskreditieren», wehrte sich Mann in US-Medien. «Es wirkt wie eine konzertierte Aktion. Der Diebstahl der E-Mails war der Auftakt dazu.»

Keine Datenmanipulation

Klar ist, dass Mann weder Daten manipuliert noch zurückgehalten oder gelöscht hat. Zu diesem Schluss kommt die Untersuchungskommission in ihrem Bericht, nachdem sie unter anderem über 350 Files mit gestohlenen E-Mails untersucht hat. Der einzige Vorwurf, den die Kommission dem Klimaforscher macht, ist, wissenschaftliche Aufsätze verbreitet zu haben, bevor der Prozess der Begutachtung beendet war.

«Die Ergebnisse der Kommission sollten den haltlosen Anschuldigungen mir und meiner Forschung gegenüber endlich ein Ende bereiten», sagt Mann gegenüber US-Medien. «Ich bin froh, dass ich mich nun wieder auf meine Forschung konzentrieren kann.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.07.2010, 11:41 Uhr

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37 Kommentare

Mertin Buerg

07.07.2010, 11:24 Uhr
Melden

@Richard Hennig Das hat nichts mit faulheit zu tun, immer diese Unterstellung. Ich achte sehr stark auf die Umwelt. Die Menschen setzen das Klima heute leider mit der Umwelt gleich. Da zuviel Geld für eine angeblich anthropogene Klimaerwärmung ausgegeben wird, bleibt weniger Geld für wirklich wichtige Projekte. Die Theorie der anthropogenen Erwärmung steht IMHO auf wackeligen Füssen. Antworten


Jan van Beilen

06.07.2010, 12:18 Uhr
Melden

Hier gibt es gar keine Wende, und einen Skandal gab es auch nicht, da die wissenschaftliche Daten schon längsten gesichert und überprüft waren. Das wahre Climategate ist die Datenklau von private emails, und die von Klimaskeptikern und unkritischen Journalisten herbeigeredete Kontroverse. Ich erwarte endlich mal eine Geschichte über die Klimaskeptiker und ihre Finanziere (Öl, Steinkohle, usw.). Antworten



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