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Washington bringt schwarze Liste auf den neusten Stand

Nach dem versuchten Anschlag in Detroit haben die US-Behörden die Namen Dutzender Personen auf Listen gesetzt, die ihnen Flüge in die USA verbieten oder sie unter besondere Beobachtung stellen.

Washington will ganz genau hinschauen: Wer auf der Liste steht darf nicht in die USA einreisen.

Washington will ganz genau hinschauen: Wer auf der Liste steht darf nicht in die USA einreisen.
Bild: Reuters

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Kuba nennt Massnahmen «paranoid»

Kuba hat die Verschärfung der Sicherheitskontrollen an US-Flughäfen als «anti-terroristische Paranoia» kritisiert. Es handle sich um eine «verzweifelte Massnahme», kommentierte die Regierungszeitung «Granma» den Schritt am Montag. Der kommunistische Inselstaat steht auf der US-Liste der vier Staaten, die nach Ansicht Washingtons den Terrorismus unterstützen. Unter anderem wirft die US-Regierung Kuba vor, Mitglieder der baskischen Untergrundorganiastion ETA zu beherbergen. Die anderen drei Länder sind der Iran, der Sudan und Syrien. Kuba und die USA unterhalten seit 1961 keine diplomatischen Beziehungen mehr. Allerdings gibt es eine direkte Flugverbindung zwischen Havanna und Miami im US-Bundesstaat Florida, wo viele Exilkubaner leben.

Aus Geheimdienstkreisen verlautete am Montag, Tausende Namen in Datenbanken seien kontrolliert worden. Im Mittelpunkt standen dabei Personen aus Staaten, die mit dem Terrorismus in Verbindung gebracht werden. Der nach dem Anschlagsversuch am ersten Weihnachtstag festgenommene Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab wurde seit Ende November auf einer ähnlichen Liste geführt. Nach Behördenangaben reichten die Informationen über ihn aber nicht aus, um ihm Flüge in die USA zu untersagen.

Dem britischen Geheimdienst waren Verbindungen des mutmasslichen Flugzeugattentäters von Detroit zu Extremisten in Grossbritannien bekannt. Die Behörden hätten ihn aber nicht als ausreichend gefährlich eingestuft, verlautete gestern aus Regierungskreisen in London. Es habe keine Hinweise darauf gegeben, dass Abdulmutallab die USA ins Visier nehmen wolle oder Gewalt anwenden würde.

Verschärfte Kontrollen

Die USA haben als Konsequenz aus dem vereitelten Flugzeuganschlag die Kontrollen für Passagiere aus 14 Staaten verschärft. Fluggäste, die etwa aus Nigeria, dem Jemen, Pakistan, Afghanistan und Saudiarabien einreisen wollen, müssen sich vor dem Abflug abtasten lassen. Zudem werde ab Montag ihr Handgepäck durchsucht, erklärte die US-Flugsicherheitsbehörde TSA. Auch Kontrollen auf Sprengstoff und die Durchleuchtung im Nacktscanner seien möglich.

Die Verschärfung gelte für Fluggäste aus Ländern, die auf der US-Liste der Terror-Unterstützerstaaten stehen. Dazu zählen auch der Iran, der Sudan, Syrien, Algerien, der Irak, Libanon, Libyen und Somalia sowie Kuba. Auch Reisende, die in diesen Staaten einen Zwischenstopp einlegen, müssen mit härteren Kontrollen rechnen. (cpm/ap/)

Erstellt: 04.01.2010, 23:24 Uhr

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