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Venezuela kauft von Santander eine Bank

Aktualisiert am 23.05.2009 1 Kommentar

Die venezolanische Regierung übernimmt die Banco de Venezuela. Die Verkaufsverhandlungen mit der spanischen Besitzerin seien «herzlich» gewesen, heisst es.

Auf Einkaufstour: Der venezolanische Finanzminister Ali Rodriguez (links) tauscht Unterschriften mit Michel Goguikian, Chef der Banco de Venezuela.

Auf Einkaufstour: Der venezolanische Finanzminister Ali Rodriguez (links) tauscht Unterschriften mit Michel Goguikian, Chef der Banco de Venezuela.
Bild: Reuters

Nach der am Freitag mitgeteilten und von der Banco Santander bestätigten Grundsatz-Vereinbarung erhält die Santander-Gruppe eine Entschädigung von 1,05 Milliarden Dollar.

60 Prozent der Entschädigung werden bei der abschliessenden Unterzeichnung des Vertrages am 3. Juli fällig, der Rest in zwei Tranchen im Oktober und Dezember.

Die Verkaufsverhandlungen seien herzlich und für beide Seiten nützlich gewesen, sagte Venezuelas Vize-Präsident Ramón Carrizalez in Caracas.

Ein Viertel der Banken gehören dem Staat

Die Übernahme der Banco de Venezuela durch den Staat ist ein Teilschritt der Verstaatlichungspolitik von Präsident Hugo Chávez. Der Anteil des Staates am Bankensektor wächst damit von rund zwölf auf rund 25 Prozent.

Chávez hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, die Banco de Venezuela werde «bald» in Staatsbesitz übergehen. Als die Banco Santander die Banco de Venezuela 1996 kaufte, lag der Preis bei 351,5 Millionen Dollar.

Chávez verfolgt ein sozialistisches Programm. Seit 2007 ordnete er bereits die Verstaatlichung von Öl- und Stahlkonzernen sowie von Unternehmen in den Bereichen Telekommunikation, Elektrizität und Zement an. (oku/sda)

Erstellt: 23.05.2009, 11:02 Uhr

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1 Kommentar

Andreas Petitjean

23.05.2009, 03:06 Uhr
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Dazu kann ich die Banco Santander nur beglückwünschen. In ein paar Jahren kann sie die Banco de Venezuela wieder zum halben Preis zurückkaufen. Antworten



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