Sieg der Vernunft
Von Martin Kilian, Washington. Aktualisiert am 11.01.2012 20 Kommentare
Romney gewinnt in New Hampshire. (Video: Reuters )
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Der gestrige Vorwahlabend im US-Staat New Hampshire brachte keine wirklichen Überraschungen: Mitt Romney, ehemals Gouverneur im benachbarten Massachusetts, gewann mit einem klaren Ergebnis und dürfte der republikanischen Präsidentschaftskandidatur damit einen Schritt näher gekommen sein. Ob dieser Sieg die nagenden Zweifel republikanischer Konservativer an Romneys Linientreue und seiner Verinnerlichung des konservativen Katechismus zerstreuen wird, bleibt abzuwarten.
Obschon Romney wie kein republikanischer Präsidentschaftskandidat vor ihm die ersten beiden Wettbewerbe in Iowa und New Hampshire gewonnen und sich so für die Nominierung der Reagan-Partei empfohlen hat, dürfte dem Mormonen und reichen Geschäftsmann weiterhin ein rauer Wind ins Gesicht blasen. Nur: Seinen Widersachern bleibt kaum noch Zeit, den Siegeszug des ehemaligen Gouverneurs bei den parteiinternen Vorwahlen und seine nachfolgende Kür zum Präsidentschaftskandidaten auf dem republikanischen Parteitag in Tampa in Florida im August zu stoppen.
Er hat am meisten Geld
Falls Romney nicht über einen Skandal oder über sich selber stolpert – eine eher unwahrscheinliche Aussicht, bietet die kommende Vorwahl im traditionell zu politischen Bubenstücken neigenden Südstaat South Carolina den Gegnern Romneys womöglich eine letzte Gelegenheit zur Errichtung einer imaginären Maginot-Linie. Danach wird bereits in Florida abgestimmt, wo Romneys Ruf eines moderaten Politikers ganz nach dem Geschmack des Publikums sein dürfte. Zumal ausser Romney keiner im Feld der Kandidaten über das nötige Geld und die nötige Organisation verfügt, um in einem grossen und medial teuren Staat wie Florida einen erfolgreichen TV-Wahlkampf zu bestreiten.
Für Newt Gingrich wie auch John Huntsman, den früheren Gouverneur von Utah, der in New Hamsphire alles auf eine Karte setzte, muss das gestrige Wahlergebnis enttäuschend sein: Beide landeten abgeschlagen auf den Rängen hinter Romney und dem texanischen Kongressabgeordneten und Libertarier Ron Paul, der niemals Kandidat der Partei sein wird, jedoch seinen Einfluss beim Präsidentschaftskongress in Tampa geltend machen wird.
Nicht der Darling der Parteirechten
Nach New Hampshire bleibt somit lediglich die Frage, wie weit die Parteirechte und besonders Newt Gingrich zu gehen bereit sind, um die sich abzeichnende Romney-Kandidatur doch noch zu verhindern. Keinesfalls kann es im republikanischen Interesse sein, mit einem stark lädierten Kandidaten Romney in die Herbstwahl gegen Barack Obama zu ziehen. Mitt Romney mag nicht der Darling der Parteirechten sein, im republikanischen Aufgebot aber bietet er die besten Chancen für einen Erfolg im November. Die republikanischen und parteilosen Wähler in New Hampshire erkannten dies gestern. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.01.2012, 07:13 Uhr
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20 Kommentare
Es gibt nur zwei Präsidentschaftskandidaten,die wirklich in USA was ändern würden,obwohl sie unterschiedliche Programme haben.Der grüne Ralph Nader u Ron Paul,da nur diese Kandidaten ehrlich bereit wären,US-Militarismus zu beenden.Da Nader kaum Wahlchancen hat,wird Ron Paul die letzte Hoffnung bleiben.Waffen-Lobby wird aber verhindern,dass Paul gewählt wird(vielleicht endet er wie Robert Kennedy) Antworten
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