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Polizisten prügeln sich mit der brasilianischen Armee

Aktualisiert am 07.02.2012 6 Kommentare

Seit Tagen streikt in der brasilianischen Stadt Salvador da Bahia die Polizei. Nun kam es zu Zusammenstössen zwischen Beamten und der Armee. Für die Stadt hatte der Streik bereits verheerende Auswirkungen.

1/4 Die Lage eskaliert: Zwei Militärpolizisten nehmen einen demonstrierenden Polizisten fest. (6. Februar 2012)
Bild: Reuters

   

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Rund um das Parlament des brasilianischen Staats Bahia in der Hauptstadt Salvador da Bahia ist es zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Soldaten und streikenden Polizisten gekommen. Die Soldaten feuerten mit Tränengas und Gummigeschossen auf Demonstranten, die sich den Polizisten anschliessen wollten. Die Beamten waren in der vergangenen Woche in den Streik getreten und hatten das Parlamentsgebäude besetzt, um höhere Löhne durchzusetzen.

Seit Beginn des Ausstands von etwa einem Drittel der 30'000 Polizisten im Staat Bahia verdoppelte sich die Mordrate in Salvador da Bahia. Seit Dienstag wurden in der Stadt mit 2,7 Millionen Einwohner 90 Morde gemeldet. Am Wochenende entsandte die Regierung 2000 Soldaten und 600 Bundespolizisten in die Region, um für Sicherheit zu sorgen.

Zweitgrösster Karneval Brasiliens

Zahlreiche Konzerte und Feiern im Vorfeld des Karnevals wurden aus Angst vor Gewalt bereits abgesagt. Die Behörden befürchten, die unsichere Lage könnte Touristen abschrecken. Der Karneval von Salvador da Bahia ist nach den Feiern in Rio de Janeiro der zweitgrösste in Brasilien.

Ursprünglich hatten die Polizisten einen Forderungskatalog mit sechs Punkten vorgelegt. Nach Angaben des Büros des Gouverneurs und der Gewerkschaften reduzierten sie die Liste später jedoch auf zwei Punkte.

Sie verlangen eine Amnestie für die streikenden Beamten und einen monatlichen Bonus von umgerechnet 270 Euro. Die Regierung von Bahia bot den Polizisten eine Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent an, lehnte eine Amnestie jedoch ab. Die Gewerkschaft wies die Offerte zurück. (kpn/sda)

Erstellt: 07.02.2012, 07:05 Uhr

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6 Kommentare

juerg mueller

07.02.2012, 10:44 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Das ist beste"Reklame" für Fussball WM und die olymp. Sommerspiele in Rio, denn Rio ist genauso kriminell wie Salvador. - Wenn die Behörden das Problem nicht in den Griff kriegen dann gibts es an beiden Veranstaltungen gelinde gesagt unliebsame Zwischenfälle. Antworten


Roland Kämpe

07.02.2012, 09:06 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Alle streikenden Polizisten gehören ins Loch!
Wie kann man nur so leichtfertig die Sicherheit - und somit die Leben - von 2.7 Mio Menschen für etwas mehr Geld aufs Spiel setzen?
Antworten



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