Pentagon-Mitarbeiter spionierte für China
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Ein ranghoher Mitarbeiter der amerikanischen Regierung ist am Freitag wegen Spionage zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie das Justizministerium in Washington mitteilte, soll der 62-Jährige jahrelang streng geheime Dokumente gegen Bezahlung nach China lanciert haben.
Der Mann wird beschuldigt, gegenüber der Bundespolizei FBI wiederholt falsche Aussagen gemacht zu haben. Wenn er seine Freiheitsstrafe verbüsst hat, steht der überführte Agent noch zwei weitere Jahre unter Aufsicht.
Über einen Mittelsmann geliefert
Der Verurteilte war bis 2008 stellvertretender Direktor des Verbindungsbüros des Pazifik-Kommandos (PACOM) der amerikanischen Streitkräfte. Von November 2004 bis Februar 2008 soll er streng geheime Dokumente des US-Verteidigungsministeriums an einen aus Taiwan stammenden Bürger der USA weitergeleitet haben.
Dieser habe enge Verbindungen zu einem Regierungsbeamten in Peking gehabt, und das sei dem Pentagon-Mitarbeiter auch bewusst gewesen, hiess es. Im Mai 2009 war er festgenommen worden.
Spionagevorwürfe gegen China
Die USA haben China in letzter Zeit wiederholt der Spionage beschuldigt - unter anderem durch Attacken auf Computer-Netzwerke der USA. Chinesische Hacker hatten sich auf diesem Weg Zugang zum teuersten Waffenprojekt in der Geschichte des Pentagons verschafft und sich Detailpläne eines neuen Kampfflugzeugs geholt.
Vergangene Woche hatte ein Hacker-Angriff von China den Internetkonzern Google veranlasst, sein Engagement in der Volksrepublik auf den Prüfstand zu stellen. (oku/sda)
Erstellt: 22.01.2010, 21:50 Uhr
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