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Palins Schwestern

Von Andrea Schmits. Aktualisiert am 17.11.2009 22 Kommentare

Nach der Niederlage gegen Obama vor einem Jahr haben die US-Republikaner neue Hoffnungsträgerinnen: Michele Bachmann und ihre Freundinnen. Und das nicht nur, weil Bachmann 28 Kinder hat.

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«Es ist schwer zu glauben, dass die Menschen sie ernst nehmen. Doch es passiert»: Michele Bachmann.
Bild: Keystone

   

Michele Bachmann ist Mutter von fünf eigenen Kindern. Die strenggläubige Christin – sie sitzt für einen Wahlbezirk in Minnesota im US-Repräsentantenhaus – hat zudem 23 Kinder adoptiert.

Und die 53-Jährige vertritt vor allem extreme Positionen: Sie ist gegen Abtreibung und homosexuelle Ehen. Vor dem demokratischen US-Präsidenten Barack Obama warnt sie lautstark und sprach in einer Rede gar von einer «Gangster-Regierung». Sie ist überzeugt, dass Obama in Camps Kinder indoktrinieren will und wirbt für eine Revolution.

«Es ist schwer zu glauben, dass die Menschen sie ernst nehmen. Doch es passiert und das macht mir Angst», zitierte der britische «Observer» gestern den Politik-Blogger Aaron Landry. Bachmann hatte auch den «Capitol Rumble» organisiert, einen Protestmarsch in Washington gegen Präsident Obamas Gesundheitsreform. Dabei kam es auch zu 12 Verhaftungen und hässlichen Szenen. Unter anderem wurde die Sprecherin der Demokraten, Nancy Pelosi, mit hässlichen Fotos beleidigt. Und einer der Teilnehmer zeigte ein Bild vom Konzentrationslager in Dachau und nannte Obamas Gesundheitspolitik «nationalsozialistisch».

Palin ebnete den Weg

Bachmanns Weg ebnete die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin. «Die Politik der Rechten war immer ein Gesellschaftsspiel von alten, weissen Männern», sagt Shaun Bowler, Politikwissenschafter an der Universität von Kalifornien. Palin habe das geändert und Bachmann sei ihr gefolgt. Die beiden gaben dem Konservatismus das Gesicht einer Fussball-Mami aus dem Vorort, die weiss, wie es ist, eine Familie in harten Zeiten grosszuziehen.

Gut möglich, dass Bachmann 2012 für die Präsidentschaft kandidiert. «Wenn ich fühle, dass es das ist, was Gott von mir will, dann werde ich es tun», sagt Bachmann. Das macht viele Liberale wütend – und ängstlich: «Die meisten glauben nicht, dass Bachmann Präsidentschafts-Ambitionen haben kann. Sie spinnt zu sehr», sagt Landry. «Aber viele dachten das auch von Sarah Palin.» (NEWS)

Erstellt: 17.11.2009, 10:23 Uhr

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22 Kommentare

Peter Schmid

17.11.2009, 12:38 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Meret Leenders bringt es auf den Punkt. Frau Bachmann ist unglaubwürdig! Antworten


Kurt Aeger

17.11.2009, 14:04 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Na ja, was die Rechte da so zu bieten hat, ist wirklich nur schwer nachvollziehbar. Aber wenn wir nicht aufpassen, geht es uns in Kürze genau gleich. Wir hecheln doch immer noch "nach drüben". Antworten




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