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Obama greift seine Gegner mit scharfen Worten an

In der Kontroverse um die Gesundheitsreform in den USA hat Präsident Barack Obama seinen Ton verschärft. Es geht um «Todesgremien», Angstmacher und platzende Luftballons.

Bei einer Diskussionsveranstaltung in Portsmouth im US-Staat New Hampshire sprach er von «wilden Unterstellungen» und Panikmache. Die Menschen sollten nicht auf diejenigen hören, «die dem amerikanischen Volk Angst machen und es in die Irre führen», sagte Obama vor rund 1800 Teilnehmern. Die Handelskammer schaltete unterdessen Fernsehspots gegen die geplante Reform.

Obama erklärte, die geplante Gesundheitsreform sehe nicht vor, dass die Regierung in Washington künftig über Behandlungsfragen entscheide. Es werde keine «Todesgremien» geben, die aus Kostengründen einen Stopp der Pflege von Senioren anordneten, sagte er in seiner im Fernsehen übertragenen Rede.

Werbespots mit Luftballon

Vor den etwa 1800 Teilnehmern der Versammlung warf Obama seinen Gegenspielern am Dienstag (Ortszeit) Angstmacherei vor und sagte: «Was wirklich Angst macht, ist die Situation, wenn nichts gemacht wird.» Die Reform könne finanziert werden, ohne das hohe Haushaltsdefizit weiter zu vergrössern. Zwei ähnliche Diskussionsveranstaltungen sind in den kommenden Tagen in Montana und Colorado geplant.

In den 30-sekündigen Werbespots der Handelskammer, die nach deren Angaben in etwa 20 US-Staaten ausgestrahlt werden, ist ein Luftballon zu sehen, der immer weiter aufgeblasen wird, bis er schliesslich platzt. «Grosse Steuererhöhungen, enorme Defizite, ausgeweitete Kontrolle der Regierung über die Gesundheitsversorgung. Rufen Sie den Kongress an», heisst es dazu.

Keine allgemeine Krankenversicherung

Das Weisse Haus schaltete im Gegenzug eine Website, um der Kritik zu begegnen. Ausserdem wurden Bürger aufgerufen, missverständliche Informationen über Obamas Reformpläne mitzuteilen.

Im Unterschied zu anderen Industriestaaten gibt es in den USA keine allgemeine Krankenversicherung; die meisten Amerikaner sind über ihre Arbeitgeber versichert. Obama will dies ändern. Die oppositionellen Republikaner kritisieren seine Pläne als staatliche Einmischung und als zu teuer. (sam/ap/)

Erstellt: 12.08.2009, 11:12 Uhr

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4 Kommentare

Jens Gloor

17.08.2009, 10:59 Uhr
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Viele Amerikaner sind zufrieden, wie's läuft und schwören auf die 'Freiwilligkeit' - dies will Obama nun zur Pflicht machen - stellt es aber nicht dar! Der implantierte RFID-Chip ist dann der nächste Schritt und wird Pflicht. Das Mail von Axelrod ist ein Witz! WIE will er das OHNE Erhöhung des Haushaltsdefizits ermöglichen? Niemand will einen PATRIOT ACT im US-Gesundheitswesen!!! Obama lügt. Antworten


Antoine Wyss

13.08.2009, 05:59 Uhr
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Der Heissluftballon ist eine treffende Illustration. "Hot air "(Engl. leeres Geschwaetz, Angeberei) ist, was bis jetzt das Amerikanische Volk erhalten hat. Obamas "groesste" Tat bis jetzt ist die Verdreifachung des Haushaltsdefizites. Tendenz steigend und seine Umfrage- Werte sinkend. Fast vergessen: die Arbeitslosenquote ist im Juli um 0,1% zurueckgegangen. Dies wurde als Riesenerfolg gemeldet. Antworten


Johann Binder

12.08.2009, 19:18 Uhr
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@christian Liebich.Mein Kommentar wird wahrscheinlich vom Tagi nicht zugelassen,Rede- und Pressefreiheit?In den USA wurde gewählt.Wenn Sie nun einseitig die Republikaner angreifen und die mit der SVP in der Schweiz vergleichen,ist das nicht korrekt.Wir werden auch einseitig beeinflusst,durch Politiker,von rechts bis links.Versprochen wird viel,gehalten wenig,machen sie es doch selber besser. Antworten


christian Liebich

12.08.2009, 16:52 Uhr
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Wenn nur das Volk nicht so dumm wäre, sich immer von der Angstmacherei der konservativen Finanzelite beeinflussen zu lassen. Die, die den Ballon füllten sind die Republikaner. Obama versucht verzweifelt die Luft wieder rauszulassen, so dass er nicht platzt! Go for it! Das gleiche passiert hierzulande mit der SVP, wo einige dem Volk vorgaukeln, dass sie uns unterstützen! Wo dies hinführt sehen wir. Antworten



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