«Mama sagte, wir sollten das Telefon nicht berühren»
Aktualisiert am 04.02.2010 2 Kommentare
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Der Schock sitzt tief. Nicht nur für die CIA bedeutete der gewaltsame Tod von sieben Agenten im letzten Dezember in Afghanistan einen riesigen Verlust. Auch in der Öffentlichkeit ist man erstaunt und wundert sich darüber, wie das den hochspezialisierten Leuten passieren konnte. Ausdruck dieses Staunens sind die vielen Medienberichte, welche nun über die Central Intelligence Agency erscheinen.
«Mama sagte, wir sollten das Telefon nicht berühren», erzählt John Sullivan der «Washington Post». Seine Mutter, die beim Geheimdienst arbeitete, starb im letzten Dezember 70-jährig. Nicht nur berührt, sondern abgenommen hat das Telefon dann sein jüngerer Bruder beim Spielen und im Spass. Was Jimmy Sullivan zu hören bekam, war irgendwelches unverständliches «deutsches Geschwafel».
«Ich wurde in Vietnam geboren»
Der Fall ist offenbar bezeichnend für eine neue Entwicklung. Nämlich, dass Angehörige reden und teilweise Details von Agenten an die Öffentlichkeit gelangen. Was jetzt mit dem Fall Afghanistan passierte, wäre bis vor kurzem noch undenkbar gewesen, schreibt die «Washington Post». Nämlich, dass Medien persönliche Informationen über gefallene Agenten preisgeben.
Dutzende Angehörige haben sich bei der «Washington Post» gemeldet und die erzählen ihre Geschichten. Und sie haben alle etwas gemein. Gefunden haben sie Fragmente aus dem geheimen Leben ihrer Eltern. In den wenigsten Fällen wissen sie aber wirklich, was ihr Vater oder ihre Mutter eigentlich machte. «Ich wurde in Vietnam geboren», so John Sullivan. Seine Mutter habe ihm später gesagt, sie hätte in der «Administration» gearbeitet. Andere Angehörige von verstorbenen CIA-Mitarbeitern haben Briefe gefunden, welche Hinweise auf die Tätigkeit ihrer Eltern geben.
Agenten-Generation am Aussterben
Die «Washington Post» schreibt, dass nun die Agenten-Generation des kalten Krieges am Aussterben sei, was die Spurensuche teilweise beschleunige. Laut dem Bericht ist das Schweigegebot für Angehörige auch nicht mehr sakrosankt. Die Kontaktpersonen hätten nicht die Anweisung bekommen, zu schweigen.
Das war früher ganz anders. Und teilweise wussten nicht einmal die Kinder, wie ihre Eltern gestorben waren. Selbst bei Beerdigungen wurden die Angehörigen getäuscht, wenn sie zum Beispiel vor leeren Särgen standen, so die «Washington Post».
Sterne ohne Namen
Ein Beweis dieser Verschwiegenheit ist noch heute das sogenannte «Book of Honor». Ein Denkmal mit Marmorstein und Totenbuch. Im Stein sind Sterne eingemeisselt, jeder für einen gefallenen Agenten. Im Buch stehen Todesdatum und teilweise Namen. Viele Daten bleiben aber leer. Niemand darf wissen, wer im Kampf für die amerikanische Sache gestorben ist. Namenlose Tote sozusagen. (cpm)
Erstellt: 04.02.2010, 14:22 Uhr
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CIA ist eine staatlich legitimierte Mörderbande die ausserhalb jedes Gesetzes arbeitet. Die CIA ist ein Staat im Staat und wird von nichtstaatlichen Menschen kontroliert. Wenn die CIA etwas verbockt, behaupten die staatlichen Behörden immer, sie hätten von nichts gewusst. Das ist das fatale bei allen Geheimdiensten der Welt. Die sind alle so geheim, dass niemand weis was sie machen. Antworten
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