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Klimaschützer Nr. 1: Barack Obama

Aktualisiert am 19.11.2008 3 Kommentare

Vor der Amtsübernahme des US-Präsidenten Barack Obama zeichnen sich weitreichende Veränderungen in der amerikanischen Politik ab. Obama will den Ausstoss klimaschädlicher Gase extrem zurückfahren.

«Meine Präsidentschaft markiert ein neues Kapitel der amerikanischen Führungsrolle», sagte Obama in einer Videobotschaft an die Teilnehmer einer Klimaschutzkonferenz in Los Angeles, die auf eine Initiative der kalifornischen Gouverneurs Arnold Schwarzenegger zurückgeht.

Obama sprach sich dafür aus, die Emission klimaschädlicher Gase bis 2020 auf den Stand von 1990 zurückzufahren. Bis 2050 sollte der Ausstoss dann um weitere 80 Prozent verringert werden. Der scheidende Präsident George W. Bush ist wegen seiner von Wirtschaftsinteressen geprägten Haltung zum Klimaschutz international scharf kritisiert worden.

An der zweitätigen Konferenz in Los Angeles nehmen Wissenschaftler, Umweltschützer, Industrievertreter und Regierungsbeamte teil, darunter auch Gäste aus Australien, Brasilien, Kanada, China, Indien, Indonesien und Mexiko. Der «Governors' Global Climate Summit» geht der UN-Klimaschutzkonferenz in Posen voraus, die am 2. Dezember beginnt. Obama sagte, er werde nicht nach Polen kommen, nach seinem Regierungsantritt am 20. Januar aber alles für eine aktive Beteiligung der USA an den weiteren Verhandlungen tun.

Schwarzenegger trat in seiner Eröffnungsrede Befürchtungen von Unternehmerseite entgegen, die Massnahmen zur Senkung des CO2-Ausstosses seien zu teuer und würden der Wirtschaft schaden. «Wir glauben fest daran, dass es der Wirtschaft hilft», sagte er vor den über 800 Teilnehmern aus 20 Staaten.

Kalifornien beschloss unterdessen, bis zum Jahr 2020 ein Drittel seiner Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Eine entsprechende Verfügung unterzeichnete Schwarzenegger vor Beginn der Konferenz. Das Parlament des US-Staates muss die Verfügung noch bestätigen. Bisher wollte Kalifornien bis 2010 insgesamt 20 Prozent seiner Energie aus Wind und Sonne beziehen. (bru/ap)

Erstellt: 19.11.2008, 11:16 Uhr

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3 Kommentare

Peter H.

19.11.2008, 11:31 Uhr
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Der Wechsel könnte nicht offensichtlicher sein: Obama übernimmt die längst fällige Leaderposition und wird so zum Problemlöser für Umwelt und Wirtschaft. Die Administration Bush war Teil des Problems. Was für die USA gilt, gilt im übertragenen Sinn auch für die Schweiz. Diejenigen, die sich jetzt in schwierigen Zeiten als Retter der Nation aufspielen, sind in Tat und Wahrheit Teil des Problems. Antworten


Albin Stein

19.11.2008, 11:47 Uhr
Melden

@Peter H.: Selten so ein treffender Kommetar gelesen. Gratulation! Antworten



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