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Im Krieg gegen das berüchtigte Sinaloa-Kartell

Aktualisiert am 17.12.2009

Mexikos Regierung verbucht einen Erfolg gegen ein mächtiges Drogenkartelle im Norden des Landes. Ein wichtiger Boss wurde getötet – doch das Morden geht weiter.

Hartes Vorgehen: Schon am 11. Dezember überwältigten mexikanische Soldaten mehrere Mitglieder des Leyva-Kartells.

Hartes Vorgehen: Schon am 11. Dezember überwältigten mexikanische Soldaten mehrere Mitglieder des Leyva-Kartells.
Bild: Reuters

Wie das Justizministerium am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, wurde in einem Gefecht mit Sicherheitskräften der Drogenbaron Arturo Beltrán Leyva getötet. Er war einer der Hauptbosse im berüchtigten «Sinaloa-Kartell». Laut den Angaben kamen bei der Auseinandersetzung vier weitere Mitglieder der Bande ums Leben. Auf die Ergreifung von Beltrán Leyva, der das gleichnamige Kartell leitete, war eine Belohnung von 1,5 Millionen Dollar ausgesetzt.

Im Bundesstaat Durango waren zuvor die Köpfe von sechs vermissten Polizisten in einem öffentlichen Park entdeckt worden. Die Körper der getöteten Beamten seien bislang nicht gefunden worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Den Angaben zufolge wurde am Fundort kein Bekennerschreiben hinterlassen, wie es kriminelle Gruppen in Mexiko nach der Enthauptung ihrer Opfer oft tun.

Blutiges Schlachtfeld der Drogenmafia

Der Bundesstaat Durango im Norden des Landes gehört zu der Region, in der mehrere Rauschgiftkartelle sich untereinander bekämpfen. Auch Polizisten werden immer wieder Opfer des Drogenkriegs. Mehrere Rauschgiftkartelle kämpfen dort um die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die USA. Seit Jahresbeginn wurden allein in der Grenzstadt Ciudad Juárez bereits 2500 Morde registriert.

Im Zuge ihrer Offensive gegen das organisierte Verbrechen hat die mexikanische Regierung 50'000 Soldaten an mehrere Brennpunkte des Landes entsandt. Der Drogenmafia werden mehr als 14'000 Morde seit Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón Ende 2006 angelastet. (raa/sda)

Erstellt: 17.12.2009, 08:48 Uhr

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