«Ich kann es kaum erwarten, euch im Jenseits zu treffen»

Nidal Malik Hasan, der bei einem Amoklauf in Fort Hood 13 Menschen erschoss, sei Mitglied von al-Qaida gewesen oder habe es werden wollen. Das geht aus E-Mails zwischen dem Militärpsychiater und einem radikalen Imam hervor.

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Ist empört über die Ergebnisse der Untersuchung: US-Senator Joe Liberman an einer Pressekonferenz.

Ist empört über die Ergebnisse der Untersuchung: US-Senator Joe Liberman an einer Pressekonferenz.

Empfänger der E-Mails: Imam Anwar-al-Awlaki im Jemen.

Empfänger der E-Mails: Imam Anwar-al-Awlaki im Jemen.

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«Ich kann es kaum erwarten, euch im Jenseits zu treffen» laute ein Zitat aus einem E-Mail des Armeemajors an den radikalen Imam Anwar al-Awlaki. Von insgesamt 18 elektronischen Briefen schreibt ABC News heute in seiner Onlineausgabe.

Was er schreibe, klinge wie ein Code, sagte Oberstleutnant Tony Shaffer, ein Analyst der Militärischen Abwehr gegenüber ABC News. Entweder habe er sich der al-Qaida tatsächlich angeboten oder er war fest entschlossen dazu. Weiter stellte Hasan in den E-Mails Fragen wie, wann ein Jihad angebracht sei und ob man bei einem Selbstmordanschlag Unschuldige töten dürfe. Der radikale Imam Anwar al-Awlaki sei in Amerika geboren und als Anwerber für al-Qaida bekannt. Seit dem Attentat sei er im Jemen untergetaucht.

Der E-Mail-Verkehr habe während sechs Monaten zwischen Dezember 2008 und Juni 2009 stattgefunden und sei beim FBI bekannt gewesen, schreibt ABC weiter. Die Behörden hätten den Inhalt jedoch als nicht wichtig eingestuft.

Viel Geld gespendet

In den E-Mails sprach der 39-Jährige auch von seinen «umfangreichen finanziellen Möglichkeiten». Bei den Ermittlungen haben FBI-Agenten herausgefunden, dass der Major 20'000 bis 30'000 Dollar pro Jahr an islamische Stiftungen gespendet habe. Einige der Stiftungen hätten sich nach Angaben der Fahnder als Geldwaschanlagen für Terrorgruppen entpuppt. Als alleinstehender Armeemajor habe er rund 92'000 Dollar inklusive Unterkunft und Verpflegung verdient.

Einige US-Senatoren seien empört über die Vorkommnisse, sagte Joseph Liebermann aus dem Ausschuss für Heimatschutz gegenüber ABC News. Der Inhalt und der Empfänger der Nachrichten sagten viel darüber aus, wonach Hasan gesucht habe. «Er wollte eine Heiligsprechung seines geplanten Amoklaufs.»

Untersuchung angeordnet

Nach dem Amoklauf von Fort Hood hat US- Verteidigungsminister Robert Gates eine Untersuchung über Sicherheitslücken in der Armee angekündigt. Ziel sei es, «alles in unserer Kraft zu tun, um ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern».

Es gehe vor allem darum, wie Soldaten identifiziert werden können, die eine Gefahr darstellen. Die interne Untersuchung soll drei Monate dauern. Eine weitere Studie soll die Behandlung von Soldaten durchleuchten, die psychisch angeschlagen von Einsätzen zurückkehren. (Bernerzeitung.ch/Newsnetz)

Erstellt: 20.11.2009, 12:14 Uhr




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