«Ich bitte aufrichtig um Entschuldigung»
Aktualisiert am 12.02.2010 2 Kommentare
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«Ich bitte aufrichtig um Entschuldigung», sagte Calderón vor den sichtlich aufgebrachten Bewohnern der Stadt nahe der Grenze zu den USA. Ende Januar waren bei einem Schulfest 15 junge Menschen getötet worden. Der Präsident hatte daraufhin von einer «Abrechnung zwischen Drogenbanden» gesprochen. Dagegen wehrten sich die Eltern der Schüler.
In der Stadt mit 1,3 Millionen Einwohnern liefern sich zwei grosse Drogenkartelle einen erbarmungslosen Krieg um die Schmuggelrouten in die benachbarten USA. Im vergangenen Jahr wurden in Ciudad Juárez 2600 Menschen ermordet.
Vertreter gemeinnütziger Organisationen warfen Calderón bei seinem Besuch vor, die Stationierung von tausenden Soldaten und Polizisten sei gescheitert. «Was hier passiert, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit», kritisierte ein Teilnehmer der Gesprächsrunde.
Seit dem Amtantritt Calderóns im Jahr 2006 wurden im ganzen Land 15'000 Menschen bei Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenkartellen getötet. Auch der Einsatz von mehr als 50'000 Soldaten schuf keine Abhilfe. (bru/sda)
Erstellt: 12.02.2010, 07:47 Uhr
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2 Kommentare
Nicht nur in den Latinohinterhoefen des US-Imperialismus wird mit der Schleissung der legalen Binnenwirtschaften und dem Abbruch der Sozialnetze das Ueberlebensneofaustrecht explodieren. Um politisch Unterdrueckte oder wirtschaftlich Ruinierte zu beherrschen, braucht es einen Polizisten oder Soldaten mit Standrechtsbefugnissen pro 5 Einwohner. Alles Andere ist (selbst)moerderische Dillettantie... Antworten
Mexikos Regierung steht massiv unter US-Druck, das Drogenproblem zu lösen, obwohl der Markt nördlich der Grenze liegt. Legalisation aller Drogen ist das einzige Mittel gegen den Handel. 50'000 Soldaten können es offensichtlich nicht regeln. Hätte Calderon sich dem Druck nicht gebeugt (Merida-Vertrag) gäbe es diese Schlagzeilen nicht. Dem unbeteiligten Mexikaner passiert in der Regel nämlich nichts Antworten












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