Ghadhafi legt sich mit Kanada an
Artikel zum Thema
Der Grundsatz des libyschen Diktators Muammar al-Ghadhafi ist einfach: «Wer nicht für mich ist, ist gegen mich». Das bekommt nun auch Kanada zu spüren. Libyen gewährt Kanadiern ab sofort keine Visa mehr, wie die Nachrichtenagentur «Agence France-Presse» schreibt. Damit ergeht es den Kanadiern nun wie den Schweizern, die seit der Verhaftung von Qadhafis Sohn Hannibal nicht mehr in das Land einreisen dürfen.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Kanada und Libyen sind seit einiger Zeit angespannt: Ende September sagte Ghadhafi einen geplanten Besuch in Kanada ab. Der Diktator reagierte damit auf die Tatsache, dass der kanadische Aussenminister Lawrence Cannon ihm sein Missfallen am Empfang für den verurteilten Lockerbie-Attentäter Abdel Basset al Megrahi mitteilen wollte.
«Kanadische Opfer beleidigt»
Basset al Megrahi war nach seiner Freilassung – entgegen früherer Abmachungen – in Libyen wie ein Held empfangen worden. Laut Cannon sei dies «eine Beleidigung für alle Opfer, mit eingeschlossen die kanadischen», so «Agence France-Presse».
Betroffen von der diplomatischen Eiszeit sind einige kanadische Touristen, die mit einer Gruppe Libyen bereisen wollte. Wie das kanadische Aussenministerium mitteilt, sei Cannon letzte Woche in Libyen gewesen, um die Situation zu entschärfen, so die Agentur «Canadian Press». (cha)
Erstellt: 26.10.2009, 15:04 Uhr
Ausland
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!




