«Er wird von uns getötet oder von seinen eigenen Leuten»

Aktualisiert am 17.03.2010

Osama bin Laden wird nach Worten von US-Justizminister Eric Holder nie in den USA vor Gericht gestellt werden, da der Al-Kaida-Anführer den Amerikaner nicht lebendig in die Hände fallen werde.

Der Verschollene: Osama bin Laden auf einer Aufnahme von 1998.

Der Verschollene: Osama bin Laden auf einer Aufnahme von 1998.
Bild: Keystone

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US-Justizminister Eric Holder geht davon aus, dass Terroristenchef Osama bin Laden nicht lebendig gefasst wird. Der Al-Kaida-Führer werde niemals vor ein Gericht in den USA gestellt werden, sagte Holder in einer Kongressanhörung am Dienstag in Washington.

«Die Wahrscheinlichkeit, ihn lebendig zu fassen, ist unendlich klein.» An anderer Stelle sagte der Minister voraus, es werde so kommen, dass «wir der Leiche von Osama bin Laden ihre Rechte vorlesen». Bin Laden werde entweder «von unseren Leuten getötet oder von seinen eigenen, damit er nicht von uns gefangen genommen wird. Wir wissen das.»

Von Plan abgerückt

Holders Äusserungen fielen in einem hitzigen Wortwechsel mit Republikanern, die ihm vorhielten, dass die Regierung zu weich mit Terroristen umgehe. Hintergrund ist Holders ursprüngliche Entscheidung, die fünf mutmasslichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September vor ein ziviles Strafgericht in New York zu stellen.

Inzwischen ist die Regierung von diesem Plan aber abgerückt und erwägt nun, den Topterroristen um Chalid Scheich Mohammed den Prozess vor einem Militärtribunal zu machen. Die Männer werden im Lager Guantánamo Bay auf Kuba gefangen gehalten. (jak/ddp)

Erstellt: 17.03.2010, 16:56 Uhr

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