Der kontroverse Abtreibungs-Clip sorgt für ein Schmunzeln

Auf Tausenden von Zeitungs- und Internetseiten wurde vor der Super Bowl über einen Abtreibungsspot gerätselt und gewütet. Jetzt, nach der Ausstrahlung, muss man darüber vor allem schmunzeln.

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(Quelle: YouTube)


Erstmals liess der Sender CBS während der Super Bowl einen politischen Spot zu. Finanziert wurde «Celebrate family, celebrate life» von der religiösen Vereinigung «Focus on the Family». Im 30-sekündigen Werbefilm verkündet die evangelikale Christin Pam Tebow, sie hätte ihren Sohn 1987 abgetrieben, wenn sie damals den Empfehlungen der Mediziner gefolgt wäre. Noch wissen muss man dazu: Ihr Sohn Tim Tebow, 22, gilt im Football als überragendes Talent und Mann der Zukunft, auch wenn er noch nicht in der Profiliga spielt. Er führte seine Mannschaft Florida Gators zuletzt an die Spitze der in den USA viel beachteten College-Meisterschaft.

Im Vorfeld wurde viel über diesen Clip geschrieben, den vorgängig niemand sehen durfte. Viele vermuteten, erzkonservative Abtreibungsgegner könnten den meistbeachteten Sportanlass der USA missbrauchen. Eine der vielen kritischen Stimmen: «Hier wird suggeriert, dass eine Frau, die abtreiben lässt, der Nation einen Star-Footballspieler raubt», sagt Stephanie Wolf vom Women's Media Center laut «Spiegel Online». «Das ist völlig surreal. CBS vertrat immer die Haltung, während des Super Bowls keine Beiträge zu kontroversen Themen zu zeigen. Der Sender sollte zu dieser Haltung zurückfinden», so Wolf. Der Werbespot könne im Land sonst wie ein Spaltpilz wirken.

Gestern nun war es dann soweit: Der Auftritt der Tebows im Kurzvideo konnte über die Bühne gehen. Es zeigte sich, dass die Mutter und ihr berühmter Sohn keine ultrareligiöse, verbohrte Meinung vertraten. Im Gegenteil: Der Spot kam leichtherzig, charmant und mit Humor daher, wie die «Los Angeles Times» schreibt. Zum Schmunzeln ist bestimmt, wie der kräftige junge Mann seine Mutter wie in einem Footballspiel umrennt. Die beiden würden für eine gute Mutter-Sohn-Beziehung werben, was ist da schon dabei, fragen Autoren auf verschiedenen News-Sites. (sam)

Erstellt: 08.02.2010, 12:02 Uhr

1 KOMMENTAR

majo naef

08.02.2010, 12:16 Uhr

Im Grunde eben doch ein bedenkliches Werbevideo, da man für pro Abtreibung ein schlechtes Mutter Sohn Beispiel nehmen könnte.



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