Der Mann, der 183 Tode starb
Aktualisiert am 20.04.2009 69 Kommentare
Der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge in New York: Chalid Scheich Mohammed. (Bild: Keystone)
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Ein anderer mutmasslicher Terrorist, Abu Zubaydah, sei 83 Mal mit simuliertem Ertrinken gequält worden. Dies berichtet die «New York Times». Ein früherer hoher CIA-Mitarbeiter, John Kiriakou, hatte im Jahr 2007 noch erklärt, Abu Zubaydah sei nur 35 Sekunden dem Waterboarding ausgesetzt worden, bevor er alles gestanden habe.
Die «New York Times» hatte bereits 2007 berichtet, dass der selbsterklärte Chefplaner der Anschläge vom 11. September 2001, Chalid Scheich Mohammed, über hundert Mal «harten» Verhörmethoden unterworfen worden war, allerdings waren damals keine Details bekannt.
Heute wollte Obama das Hauptquartier des US-Hausgeheimdienstes CIA besuchen und dort vor Mitarbeitern sprechen.
Keine strafrechtliche Verfolgung
Obama hatte am Donnerstag mitgeteilt, er wolle Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA nicht für Folterverhöre vor Gericht zur Verantwortung ziehen. Wer «seine Pflicht im guten Glauben in den Rat des Justizministeriums erfüllt hat», habe keine strafrechtliche Verfolgung zu befürchten, erklärte Obama.
Zugleich wurden interne Memos aus der Regierungszeit von Präsident George W. Bush mit detaillierten Beschreibungen und juristischen Rechtfertigungen brutaler Verhörmethoden veröffentlicht. Zu diesen Methoden zählt vor allem auch das international wie auch vom amtierenden Justizminister Eric Holder als Folter eingestufte simulierte Ertränken Gefangener, das sogenannte Waterboarding.
Zeit des Nachdenkens, nicht der Vergeltung
Das Land sei «durch ein dunkles und schmerzliches Kapitel» seiner Geschichte gegangen, hiess es in der Erklärung Obamas mit Blick auf die Anschläge vom 11. September 2001 und die darauf folgende Zeit. «Aber dies ist eine Zeit des Nachdenkens, nicht der Vergeltung.» In einer Phase «grosser Herausforderungen und eines verstörenden Mangels an Einheit» sei nichts damit gewonnen, Zeit und Energie für Beschuldigungen aus der Vergangenheit aufzuwenden.
Die Mitarbeiter der Geheimdienste erfüllten ihre Pflicht «mutig an den Frontlinien einer gefährlichen Welt». Ihre Identitäten müssten genauso geschützt werden, wie sie die Sicherheit des Landes schützten, betonte der Präsident weiter.
14 Verhörmethoden
In den vier Memos der Bush-Regierung, die aus den Jahren 2002 und 2005 stammten, werden detailliert 14 Verhörmethoden beschrieben und mit juristischen Rechtfertigungen versehen. Gebilligt wurden demnach Methoden wie Gefangene gegen eine Wand zu schleudern, sie nackt auszuziehen, um «psychologisches Unbehagen» auszulösen, sie mit eiskaltem Wasser zu traktieren und Schlafentzug für mehr als 48 Stunden. Auch leichte Schläge ins Gesicht und in die Weichteile zählten zum genehmigten Instrumentarium während der Verhöre. Ziel sei es gewesen, «Grauen» zu erregen, heisst es in einer Fussnote.
Die Dokumente sind nur minimal zensiert, was nach Ansicht der «New York Times» belegt, dass Obama sich gegen CIA-Mitarbeiter durchsetzte, die sich gegen eine Veröffentlichung aussprachen. CIA-Chef Leon Panetta selbst hatte gewarnt, dass mit dem Schritt ein gefährliches Beispiel für künftige Veröffentlichungen über geheime Quellen und Methoden gesetzt werde. (bru/sda)
Erstellt: 20.04.2009, 10:21 Uhr
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69 Kommentare
Wenn ich von den natürlich ganz klar bewiesenen Verschwörungstheorien à La CIA lese, dann wird mir schon ein wenig übel! Die NASA war ja gemäss diversen Exponenten auch nie auf dem Mond! Muss ich jetzt mit so Typen wie Chalid Bedauern haben, obwohl sie Tod und Unglück über mehr als 3000 Opfer gebracht haben? Folter gehört verboten, aber Statements wie von @Wirz auch! Antworten
Dank US-Präsident Barack Obama Straffreiheit für Folterverhöre und da wollen mir die Obamaverehrer doch tatsächlich weiss machen, dass sich die USA geändert haben. ??? Nichts aber auch gar nichts hat sich geändert. Nur weil man der Hydra den Kopf abgeschlagen hat und der neue sein Marketing besser besteht ist und bleibt die USA die Achse des Bösen. Antworten
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