Ausland

Demokraten hinterfragen Obamas Afghanistanpolitik

Das Repräsentantenhaus hat sich zwar gegen einen vorzeitigen Rückzug aus Afghanistan ausgesprochen. Dennoch ist die Partei Obamas hinsichtlich der Kriegspolitik gespalten.

Ein kostspieliger Krieg: Der Konflikt in Afghanistan hat bereits über 1000 Tote auf amerikanischer Seite gefordert.

Ein kostspieliger Krieg: Der Konflikt in Afghanistan hat bereits über 1000 Tote auf amerikanischer Seite gefordert.
Bild: Keystone

Ein Dutzend Abgeordneter der Demokraten von Präsident Barack Obama haben sich für ein Ende des militärischen Engagements in Afghanistan ausgesprochen. 65 Abgeordnete, die meisten von ihnen Demokraten, votierten am Mittwoch für die Resolution des Demokraten Dennis Kucinich, 356 dagegen. Die Zustimmung Dutzender Demokraten deutet darauf hin, dass die Partei Obamas vor den Kongresswahlen im November hinsichtlich der Kriegspolitik gespalten ist.

Mit der Resolution hatten erstmals Vertreter der demokratischen Mehrheit im Kongress das US-Engagement in Afghanistan infrage gestellt, seit Obama die Entsendung von 30'000 zusätzlichen Soldaten an den Hindukusch angeordnet hat und eine Offensive gegen die Taliban in der Provinz Helmand gestartet wurde.

Bereits 1000 tote US-Soldaten

Die Befürworter des Beschlusses hatten argumentiert, dass es an der Zeit sei, den bereits mehr als acht Jahre andauernden und kostspieligen Krieg zu überdenken, der bereits rund 1000 US-Soldaten das Leben gekostet hat. Obama hat angekündigt, voraussichtlich ab Mitte 2011 mit dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan beginnen zu wollen.

(jak/sda/)

Erstellt: 11.03.2010, 08:25 Uhr

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