Ausland
Afrika? Nein, diese Lebensmittel sind für Amerikaner
Aktualisiert am 11.03.2009 17 Kommentare
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Was ist in der Box?
Cornflakes, Käse, Olivenöl, Mayonnaise, grüne Bohnen, Tomatensauce, Karotten, Kartoffeln, Erdnussbutter, Mais und Tomaten.
Toilettenpapier, Kinderbücher, Deodorant, Duschmittel, Körpermilch, Fusscreme und diverse andere Körperpflege- und Schminkutensilien.
Die Wirtschaftslage in Elkhart ist prekär
Rund 1600 Familien haben sich Pakete mit Nudeln, Käse und verschiedenen Konservendosen abgeholt. 13 Lastwagen haben gestern Lebensmittel im Wert von 2,1 Millionen Dollar in die im Norden von Indiana gelegene Stadt gebracht.
Die 52’000 Einwohner zählende Gemeinde hat eine Arbeitslosigkeit von 18,3 Prozent. Sie wurde wegen ihrer wirtschaftlich prekären Lage kürzlich auch von US-Präsident Barack Obama besucht.
«Es ist ein Kampf»
Elkhart ist die zweite Stadt, in der die Organisation Feed the Children eine öffentliche Verteilung von Nahrungsmitteln organisiert hat.
Patricia Smith wartet schon über eine Stunde auf ihr Paket. Sie hat ihm Juli ihre Stelle als Kellnerin aufgegeben, um sich um ihre schwer erkrankte elfjährige Tochter zu kümmern. «Es ist ein Kampf, aber wir werden es schaffen», sagt Smith.
Auch Terry Beverly steht schon lange in der Reihe und zeigt sich über die vielen Leute überrascht. «Ich bin für die Nahrungsmittel sehr dankbar. All diese hilfsbedürftigten Leute hier anzutreffen, ist verrückt», sagt er.
Der Fokus liegt auf kleinen Städten
Die Organisation Feed The Children reagiert auf die Not von Amerikanern, die von der landesweiten Entlassungswelle betroffen sind, indem sie mit Lebensmitteln und Körperpflegeprodukten beladene Sattelzüge in die Städte und Gemeinden entsendet, die am stärksten mit dem wirtschaftlichen Abschwung zu kämpfen haben.
Feed The Children konzentriert sich auf kleinere US-Städte, deren Bevölkerung besonders stark unter den Entlassungen leidet. «Viele Amerikaner bekommen die derzeitige wirtschaftliche Krise heftig zu spüren», erklärt Larry Jones, Gründer und Präsident von Feed The Children. «Feed The Children hilft Kindern und Familien bereits seit 30 Jahren. Mit unserer derzeitigen Hilfsaktion wollen wir den Familien neue Hoffnung geben, da sie wissen, dass jemand da ist, der ihnen in dieser schwierigen Zeit beisteht. Unsere Gedanken und Gebete gelten allen Familien, die von der Krise betroffen sind.»
Über Feed The Children
Die 1979 von Larry und Frances Jones gegründete, aus privaten Mitteln finanzierte Organisation Feed The Children rangiert beständig unter den 10 grössten internationalen Wohltätigkeitsorganisation in den USA. Feed The Children ist eine christliche nichtstaatliche Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Oklahoma City, die international agiert. (bru)
Erstellt: 11.03.2009, 12:47 Uhr
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17 KOMMENTARE
Vielleicht spürt der Mensch unbewusst, dass eine Hungersnot auf ihn zukommt. Darum sind viele Amerikaner zu dick und nicht nur wegen der *Fehlärnährung". Bei uns ist jeder 2. Mann zu dick? Jeder 2. hat auch Angst um seinen Job. Keinen Job = keine Nahrung.
Wer Hurrah ruft, muss die Konsequenzen selber tragen.Für welche Partei haben die jetzt Hungernden die letzten 10 Jahren wohl gestimmt? Es grenzt ja an eine Farce, dass in einem Staat mit Agrarüberschüssen, die eigene Bevölkerung Hungern muss. In der UdSSR herschten vor ihrem Zerfall die gleichen Zustände - nur wussten die wenigsten davon. Abspecken im wahrsten Sinn des Wortes ist angesagt.
Standpunkte. Wenn in den USA Lebensmittelkisten ab Lastwagen an die Bevölkerung abgegeben werden, ist es ein Ausdruck des Versagens des Systems. Wenn in Venezuela Lebensmittelkisten ab Lastwagen an die Bevölkerung abgegeben werden, ist es eine lobenswerte Errungenschaft des Sozialismus des 21. Jahrhunderts.
Der Artikel zeigt auf, dass in der Krise auch in den USA soziale Unterstützung vorhanden ist, ähnlich wie bei uns, wo Sozialhifebezüger stark verbilligte, teilweise auch gratis Lebensmittel erhalten. Das finde ich durchaus in Ordnung.
Das kann auch in der Schweiz passieren. Es ist für mich als Entwicklungspsychologe und freier UNO-Friedensberater nicht etwas Neues was zur Zeit alles negativ läuft. Wir haben immer gewarnt vor diesem Chaos in der Politik. Jetzt ist das Chaos da und somit die verlorenen Arbeitsplätze und Börsengelder. Die Nationen müssen sich hoch verschulden ohne Produkte herzustellen. Supergau 2008/09>. AMEN
Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA, hat gewarnt: "Wenn eine Nation glaubt ignorant und frei sein zu können, in einem Zustand der Zivilisation, dann erwartet sie etwas, was nie war und nie sein wird." Eine gefallene Nation muss daher leiden, bis sie den Sinn dieser Worte vollständig verstehen gelernt hat. Die Grösse des Leides fällt proportional zum Lernbedarf aus. Dieser ist nun gross.
Der amerikanische Casino-Raubkapitalismus hat total versagt und reisst die ganze Welt mit in die Krise. Und in der Schweiz kuscht man vor dem amerikanischen Druck und hebt unter Umgehung des Rechtsstaates Bankgeheimnis und Rechtsmittel auf, unter Führung des Liebedieners BR Merz. Der hat nun noch wirklich gar nichts begriffen, kann er ja auch nicht als FDP-Filz-Mitglied.
@Peter Hafner, die Demokratie als Regierungsform ist nicht schlecht. Das Volk das diese Demokratie lebt, ist schlecht.
Es scheint sich zu bewahrheiten, dass die Demokratie die schlechteste Regierungsmöglichkeit ist von allen Schlechten. Das hochgelobte Land USA ist dort angekommen wo es sich selbst nicht gerne sieht. Aber man kann nicht überall Weltpolizist spielen und dabei die eigenen Bürger vergessen. Nun macht die USA wieder Druck auf die Gemeinschaft und sagt: Macht kommt vor Recht.Die USA wird sozialistisch.
Ich glaube, Obama ist auf der reichtigen Spur, indem er sich zuerst mal um Insider-Probleme anstatt um Outsider-Probleme kümmert, wie es jedes normale Land machen würde.
Tja, selber schuld... Auch wenn da wahrscheinlich extrem hintenrum gedeichselt wurde dass die Regierung Bush entstand, ist es immernoch das Volk, das wählte und jetzt dafür bluten soll.
Als selbsternannter Weltpolizist kämpft die USA an vielen Fronten und verbrennt Unsummen an Geldern, die im eigenen Land zur Lösung der Probleme fehlen. Also zuerst den eigenen Dreck beseitigen, statt von der CH Gelder zu erpressen...!
Mir gefällt diese Krise. Da sieht man eindrucklich, wohin die Liberale Marktwirtschaft führt. Jetzt sehen endlich die Wirtschafts-Prediger was dabei rauskommt! Manche Leute lernen erst, wenn sie es sehen..
Interessant die beiden selbstgefaelligen Kommentare; als Auslandschweizer in den USA ist es immer wieder erstaunlich solche Kommentare zu hoeren. Im Gegensatz zur Schweiz wo die gleichen Probleme bestehen aber einfach verheimlicht werden, steht man in den USA dazu und unternimmt auf privater Ebene in einer sehr solidarischen Weise etwas dagegen. Eine Solidaritaet die ich in der CH nie erlebt habe
In diesem Zusammenhang fühle ich mich bestätigt in der Annahme das Amerika das 3. Weltland von morgen wird. Dieser Weg ist unumgänglich, da sieht man wohin ihre frührere Politik fürt. Nur dumm dass das Europa auch droht, da Amerika immer ein Vorbild für die Europäer war und ist. Mit einer Zeitverzögerung von etwa 1,5-2 Jahre droht dasselbe Europa auch.
Interessant wie weit es die beste Demokratie der Welt gebracht hat.
Die ehemalige Bush-Administration lässt Grüssen ! Statt Geld in die marode amerikanische Wirtschaft fliessen zu lassen,sie wusste dies schon seit Jahren, wurden Milliarden im nahen Osten in den Krieg investiert.Dem Volk weis gemacht, man brauche das so wichtige Oel und könne gleichzeitig den Erzfeind el kaida besiegen.Arme Amis,sie wussten ja nicht, was die Regierung wirklich im Schilde führten.
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