Moskau bekräftigt Neu-Ausrichtung von Raketen
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US-Raketenabwehr
Die geplante Globale Raketenabwehr (GMD) der USA umfasst die Erfassung, Verfolgung und Zerstörung anfliegender Raketen. Seine Wurzeln reichen zurück bis in die fünfziger und sechziger Jahre, als das US-Militär erste Abfangsysteme gegen anfliegende ballistische Raketen entwickelte. Die ersten Versionen («Project Nike») besassen eigene Nuklearsprengköpfe, da sie nicht in der Lage waren, eine feindliche Rakete zu rammen. Die Bemühungen während des Kalten Krieges gipfelten in der von Präsident Ronald Reagan initiierten «Strategic Defense Inititative» (SDI), die auch als «Krieg der Sterne» bekannt und verspottet wurde.
Ursprünglich hat sich die Raketenabwehr ausschließlich gegen nukleare Interkontinentalraketen gerichtet, umfasst aber inzwischen auch Abwehrmassnahmen gegen Kurz- und Mittelstreckenraketen. Ballistische Raketen, das Hauptziel des Abwehrsystems, sollen entweder in der Startphase, im All oder kurz nach dem Wiedereintritt in die Atmosphäre abgefangen werden.
Eine entsprechende Drohung bekräftigt der Kommandeur der Strategischen Raketenstreitkräfte, Generaloberst Nikolai Solowzow, in Moskau. Er könne nicht ausschliessen, dass die Abwehreinrichtungen in Polen, Tschechien und anderswo als Ziele für russische Raketen ausersehen würden, zitierten die Nachrichtenagenturen ITAR-Tass und Interfax den General.
Russland betrachtet die geplanten Anlagen als Bedrohung. Die USA haben wiederholt erklärt, das Raketensystem diene zum Schutz Europas und Amerikas vor Angriffen aus dem Iran. Der russische Aussenminister Sergej Lawrow wollte am Mittwochabend zu Gesprächen mit der polnischen Führung nach Warschau reisen. (bru/ap)
Erstellt: 10.09.2008, 15:03 Uhr
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