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Miss Mama

Von Andi Jacomet. Aktualisiert am 04.09.2008

Die Idee ist faszinierend: unterwegs Notizen und Skizzen machen, zu Hause alles auf den Computer laden und weiterarbeiten. ARPs «Digital Note Writer», ein normal aussehender Kugelschreiber samt Empfänger, machts möglich.

Andi Jacomet mit dem Digital Note Writer

Andi Jacomet mit dem Digital Note Writer

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Info-Box

Andi Jacomet testete den «Digital Note Writer» von ARP (www.arp.com, Fr. 99.–, bei Versand Fr. 111.90).

Auch wenn er sich damit wie 007 mit Qs neustem Spielzeug fühlt – der geneigte Blogger wünschte sich ein empfängerloses System. Gerade mit einem Einzelblatt auf wackliger Unterlage im Zug stösst das Tool an seine Grenzen. Die Ernüchterung ist aber klein; der «Note Writer» funktioniert ganz passabel. Die Notizen sind nach wenigen Klicks als Bild auf dem PC. Laut Werbung lassen sie sich in editierbaren Text umwandeln. «Heute muss ich einmal mehr feststellen, dass die Mühle mahlt» wird aber zu «Henk miss Mama, um fedäskwyyn, der, der hebe Mühe mehr». So eine Sauklaue hat der Schreibende auch nicht.

Bleiben wir also lieber beim System «als Bild speichern». Das klappt bestens. Wer der Technik blind vertraut, kann das Originalgeschreibsel sogar getrost wegschmeissen. Der Blogger sitzt für einmal laptoplos im Lieblingscafé und kritzelt mangels Papier auf eine Zeitung; der Empfänger liegt locker vor ihm auf dem Tisch. Wenn er nach jeder «Seite» speichert, kann er die Zeitung sogar in mehreren Lagen vollschreiben – das System zeichnet ja bloss die Bewegungen des Stiftes auf. Zu Hause gelangen die Notizen via USB-Kabel auf den Windows-PC (nicht aber auf den Mac) und können dann wie Fotos weiterverarbeitet werden. Die Softwareinstallation ist problemlos, die Anleitung aber leider nur in Englisch vorhanden.

Trotz ausgeprägter Gadgetophilie neigt der etwas konservative Blogger dazu, Notizen weiterhin lieber mit dem Handy abzulichten. Dieses hat er eh immer dabei. Oder er schreibt direkt am Laptop oder auf dem Handy. Der «Note Writer» dient vorab bloss als Spassgerät: Sagen Sie Ihrem Chef, er solle irgendwo unterschreiben. Die eingefangene Unterschrift montieren Sie in einen Vertrag, der Ihren Lohn verdoppelt. So holen Sie die horrenden Versandkosten des Händlers im Nu wieder rein. (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.09.2008, 15:51 Uhr

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